Biografie

Käthe Kollwitz

Die Graphikerin und Bildhauerin wurde eine der bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Zeit. In ihren Zeichnungen, Holzschnitten, Lithographien und Radierungen thematisierte sie hauptsächlich sozialkritische Themen. Käthe Kollwitz verband mit ihrem Kunstschaffen soziales, gesellschaftskritisches und sozialpolitisches Engagement. So schuf sie Werke mit den signalwirksamen Titeln wie "Helft Rußland" (1912), "Nie wieder Krieg" (1922–1923) oder "Verhungernde Kinder" (1924). Sie zeigte sich darin als Pazifistin, Frauen- und Jugendrechtlerin, oder sie setzte sich für die sozial Schwachen ein. Später wählte sie das Mutter-Kind-Motiv aus, das auch ihr plastisches Werk beherrschte. In dieser Zeit orientierte sich ihr Stil am Expressionismus...
Käthe Kollwitz wurde als Tochter des Maurermeisters und Predigers Carl Schmidt und seiner Frau Katharina, geborene Rupp, am 8. Juli 1867 in Königsberg geboren.

Bereits mit 14 Jahren erhielt Käthe Kollwitz, die mit Mädchennamen Käthe Schmidt hieß, Unterricht im Zeichnen. Von 1885 bis 1889 war sie Schülerin bei dem Maler Karl Schauffer-Bern in Berlin. Später studierte sie bei Ludwig Herterich in München. 1891 heiratete sie den Arzt Karl Kollwitz. Aus dieser Verbindung gingen zwei Kinder hervor. Vier Jahre später nahm die Künstlerin an der "Freien Kunstausstellung" in Berlin teil. In den Jahren zwischen 1895 und 1898 arbeitete sie an ihrem Zyklus "Ein Weberaufstand". Zu diesem Werk wurde sie durch Gerhart Hauptmanns Drama "Die Weber" angeregt. Kollwitz nahm mit diesem Kunstwerk an der Großen Berliner Kunstausstellung teil.

Im Jahr 1898 wurde sie Mitglied in der "Berliner Secession". In der Zeit von 1898 bis 1903 gab sie Unterricht an der Künstlerinnenschule in Berlin. 1899 erwarb das Dresdner Kupferstichkabinett ihr Werk "Ein Weberaufstand" und legte damit den Grundstein für eine Kollwitz-Werksammlung. Im selben Jahr wurde ihr in Dresden auf der Deutschen Kunstausstellung die Kleine Goldene Medaille verliehen. Von 1901 bis 1908 beschäftigte sich die Künstlerin mit ihrer Folge "Bauernkrieg". Die Arbeit wurde mit dem Villa-Romana-Preis ausgezeichnet. Käthe Kollwitz verließ 1904 für ein Jahr Berlin und zog nach Paris. Dort besuchte sie die Académie Julian und begegnete Auguste Rodin und dem Schweizer Maler und Graphiker Théophile Alexandre Steinlen.

Im Jahr 1906 geriet das Plakat für die Deutsche Heimarbeit-Ausstellung von Käthe Kollwitz in die Kritik von Kaiserin Auguste Victoria. Es verschwand aus der Öffentlichkeit. Das Plakat zeigt eine abgearbeitete Frau. Anlässlich des 50. Geburtstags der Künstlerin fanden 1917 zahlreiche Ausstellungen statt. Im Oktober 1918 widersprach sie dem Dichter Richard Dehmel öffentlich, der sich für eine Weiterführung des Ersten Weltkrieges einsetzte. 1919 wurde sie als erste Frau in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen und mit einem Professorentitel ausgestattet. In der Zeit zwischen 1921 und 1924 war sie für die Internationale Arbeiter-Hilfe tätig und fertige zahlreiche politische Plakate an wie zum Beispiel "Nie wieder Krieg". Auch engagierte sie sich für die Jugend und für die Frauen.

Zu diesem Thema gestaltete sie das Plakat "Nieder mit den Abtreibungsparagraphen". Deutliche Anregungen von den Werken von Max Ernst sind in dem Holzschnitt-Zyklus "Krieg" bemerkbar, mit dem sie sich in den Jahren 1922 und 1923 beschäftigte. Ab 1928 leitete sie das Meisteratelier für Graphik an der Berliner Akademie der Künste. Im Jahr darauf präsentierte Käthe Kollwitz ihre Werke im Kupferstichkabinett in Basel, und sie erhielt den Orden "Pour le Mérite" in der Klasse Wissenschaften und Künste. 1932 stellte sie das Mahnmal "Die Eltern" auf dem Soldatenfriedhof in der Nähe von Dixmuiden in Flandern auf. Es ist ihrem Sohn Peter gewidmet, der im Oktober 1914 dort gefallen war. Im Jahr der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 musste sie die Preußische Akademie verlassen.

Gleichzeitig wurde ihr die Leitung der Meisterklasse für Graphik an der Akademie der Künste in Berlin aberkannt. Ihre Werke in der Ausstellung der Akademie und dem Kronenprinzenpalais wurden entfernt. In den Jahren 1934 und 1935 entstand die letzte Lithographienfolge "Vom Tode". 1942 fertigte sie die lithographische Arbeit mit dem Titel "Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden" an. Ein Jahr später zog Käthe Kollwitz nach Nordhausen zu der Bildhauerin Margret Böning. 1943 wurden bei einem Bombenangriff auf Berlin unter anderem auch ihre Wohnung zerstört und damit zahlreiche ihrer Arbeiten. 1944 wählte sie Moritzburg bei Dresden zu ihrem Wohnsitz. Käthe Kollwitz verband mit ihrem Kunstschaffen soziales, gesellschaftskritisches und sozialpolitisches Engagement.

So schuf sie Werke mit den signalwirksamen Titeln wie "Helft Rußland" (1912), "Nie wieder Krieg" (1922–1923) oder "Verhungernde Kinder" (1924). Sie zeigte sich darin als Pazifistin, Frauen- und Jugendrechtlerin, oder sie setzte sich für die sozial Schwachen ein. Anfänglich ließ sie sich von ihrem Lehrer, dem Radierer und Porträtisten Karl Stauffer-Bern leiten. Später diente ihr die Werke von Max Klinger, Vincent van Gogh oder Ernst Balach als stilistische Orientierung.

Käthe Kollwitz starb am 22. April 1945 in Moritzburg bei Dresden.

NameKäthe Kollwitz

Geboren am08.07.1867

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortKönigsberg (D).

Verstorben am22.04.1945

TodesortMoritzburg, Dresden (D).

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