Biografie

Jutta Kleinschmidt

Die Diplom-Ingenieurin für Physik vollzog eine glänzende Karriere als Profi-Rallye-Fahrerin. 1987 startete sie erstmals mit einem Motorrad bei der "Pharaonen-Rallye" in Ägypten. Bis 1992 war sie als Ingenieurin in der Fahrzeug-Entwicklungsabteilung von BMW tätig. Seit 1993 ist Jutta Kleinschmidt als Profi-Marathon-Rallyefahrerin und Instruktorin aktiv. In ihrer Karriere bestritt sie erfolgreich die anspruchsvollsten Rallyes und Straßenrennen des Motorsports. Sie erzielte bei der Auto-Rallye Paris-Dakar 1997 als erste Frau einen Etappensieg und 2001 den ersten Platz in der Gesamtwertung...
Jutta Kleinschmidt wurde am 29. August 1962 in Köln geboren.

Bereits in der Schule fiel sie durch ihre Begeisterung für den Sport auf. Nach dem Schulbesuch 1982 studierte sie bis 1986 Allgemeine Physik an der Fachhochschule Isny. Ihre Diplomarbeit fertigte sie bei BMW mit Abschluss als Diplom-Ingenieurin. Während ihrer Studienzeit wandte sich Kleinschmidt zunächst dem Rodelsport zu. In dieser Disziplin war sie Mitte der 1980er Jahre Mitglied der Nationalmannschaft. 1987 bis 1992 wurde sie als Ingenieurin in der Fahrzeug-Entwicklungsabteilung von BMW tätig. 1993 wechselte Kleinschmidt in den Motorrad- und Autosport. 1987 startete sie mit einem Motorrad bei der "Pharaonen-Rallye". 1988 nahm sie mit dem Motorrad an ihrer ersten Dakar-Rallye teil.

Im Jahr 1992 errang sie als Motorradfahrerin einen Sieg in der Damenwertung. Ebenso fuhr sie das Rundstrecken-Motorradrennen 24 Stunden von Clermont-Ferrand, worauf sie zum Automobilsport wechselte. Sie startete bei den Rundstrecken-Automobilrennen 24 Stunden Nürburgring und 24 Stunden Spa. Im Jahr darauf, 1993, nahm sie als Beifahrerin von Jean-Louis Schlesser bei der UAE Desert Challenge an ihrer ersten Auto-Rallye teil. Im selben Jahr erreichte sie mit einem Motorrad den 4. Platz der Gesamtwertung der Pharaonen-Rallye. In der Saison 1994 erzielte Kleinschmidt den 1. Platz Damen-Wertung der Rallye Paris-Dakar sowie den 5. Platz der Gesamtwertung der Pharaonen-Rallye.

Mit dem Auto gewann sie den 1. Platz der Serienfahrzeuge und den 4. Platz der Gesamtwertung bei der UAE Desert Challenge auf Mitsubishi Pajero T1. 1995 war Kleinschmidt als Autofahrerin an der Dakar-Rallye beteiligt, wobei sie den 12. Platz in der Gesamtwertung und den zweiten Platz unter den kleinen Serienfahrzeugen erzielte. Auch erfuhr sie den 2. Platz des Marathon-Weltcups in der Klasse für zweiradangetriebene Fahrzeuge. In der Gesamtwertung belegte sie den 7. Platz. Die Saison 1996 bescherte Jutta Kleinschmidt den 1. Platz Damen-Wertung der Australian Safari und Desert Challenge. Mit dem Auto startete sie bei der Rallye Dakar in einem Schlesser-Buggy. In der Klasse für zweiradangetriebene Fahrzeuge belegte sie den 2. Platz des Marathon-Weltcups.

Die Sportfahrerin erreichte dann bei der Dakar-Rallye von 1997 mit einem Schlesser-Buggy den 5. Platz der Rallye Dakar-Agadez-Dakar. Dabei erzielte Jutta Kleinschmidt als erste Frau zwei Etappensiege der Rallye Dakar. Im selben Jahr fuhr sie abermals die 24 Stunden Nürburgring. 1998 belegte sie den 24. Platz und erreichte einen Etappensieg bei der Rallye Paris-Dakar. Im selben Jahr nahm sie an der Eisrennserie Trophée Andros und am Veedol Langstreckenpokal Nürburgring teil. Den 4. Platz belegte sie bei der UAE Desert Challenge beim Debüt des "Ladies-Team" von Mitsubishi im Pajero T2 Evolution, zusammen mit Tina Thörner. 1999 siegte Kleinschmidt in der dritten Etappe der Dakar-Rallye. 2000 errang sie Platz 3 in der Dakar-Gesamtwertung.

Den Höhepunkt ihrer Karriere erlebte Kleinschmidt 2001, als sie den ersten Platz in der Gesamtwertung der Rallye Paris-Dakar und der Rallye Italian Baja erzielte. 2002 rückte die Rallye-Fahrerin in der Dakar-Gesamtwertung als Werkspilotin von Mitsubishi Motors auf Platz 2 zurück. Darauf unterzeichnete sie einen Dreijahres-Vertrag mit Volkswagen. In der Saison 2003 wurde sie als Werkspilotin von Volkswagen mit Kopilotin Fabrizia Pons 8. der Rallye Telefónica Dakar und erreichte den 2. Platz in der Klasse der Zweiradantriebler als zweitbestes Diesel-Fahrzeug. 2004 erreichte sie mit einem Volkswagen Race-Touareg den 21. Platz der Rallye Telefónica Dakar und erfuhr, auf Etappe 16, einen ersten Etappensieg des Race-Touareg.

Im Jahr 2005 wurde sie mit VW 3. der Gesamtwertung der Rallye Dakar. Am 31. Januar 2006 lief ihr Vertrag mit Volkswagen aus. Auf der Rallye Dakar 2007 fuhr Jutta Kleinschmidt als Team X-Raid Pilotin mit einem BMW X3 CC. Bei der Gesamtwertung kam sie zusammen mit ihrer früheren Copilotin Tina Thörner auf den 15. Platz.

NameJutta Kleinschmidt

Geboren am29.08.1962

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortKöln (D).