Biografie

Hannelore Kohl

Die Diplom-Dolmetscherin war die Ehefrau des CDU Politikers und 6. Bundeskanzlers der Bundesrepublik, Helmut Kohl. Sie setzte sich als Gründerin und Präsidentin des Kuratoriums "ZNS" für Hirnverletzte ein und avancierte durch zahlreiche soziale Ämter zu einer herausragenden Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Hannelore Kohl, die ihren Mann während seiner gesamten politischen Karriere begleitet und ihn im Hintergrund unterstützt hatte, litt an einer schweren Lichtallergie. 2001, kurz nach dem gemeinsamen 41. Hochzeitstag, nahm sie sich in ihrem Haus in Oggersheim durch die Einnahme einer Überdosis an Tabletten das Leben...
Johanna Eleonore Kohl, genannt Hannelore Kohl, geb. Renner, wurde am 7. März 1933 in Berlin geboren.

Ihr Vater Wilhelm Renner war Ingenieur aus Rheinland-Pfalz sowie Betriebsdirektor und Prokurist des Rüstungsbetriebs Hugo Schneider AG. Sie verbrachte ihre Kindheit in Leipzig. Nach Kriegsende 1945 zog sie nach Ludwigshafen. Noch im Kindesalter machte sie hier 1948 die Bekanntschaft mit Helmut Kohl. Hannelore Kohl startete, nach Abschluss der Schule mit Abitur, ein Sprachenstudium, das sie bedingt durch den Tod ihres Vaters beenden musste. Aufgrund dessen begann sie eine kaufmännische Lehre als Fremdsprachenkorrespondentin. Am 27. Juni 1960 heiratete sie Helmut Kohl. In den Jahren 1963 und 1965 wurde die gemeinsamen Söhne Peter und Walter geboren. 1966 wurde ihr Ehemann Landesvorsitzender der CDU in Rheinland Pfalz und 1969 bis 1976 Ministerpräsident von Rheinland Pfalz. Trotz der gesellschaftlichen Pflichten verstand es Hannelore Kohl, das Privatleben vor der Öffentlichkeit fernzuhalten.

Im Jahr 1982 wurde Helmut Kohl zum 6. Bundeskanzler der BRD gewählt. 1983 wurde Hannelore Kohl Gründerin und Präsidentin des Kuratorium ZNS für Unfallverletzte mit Schäden des Zentralennervensystems. 1988 wurde sie mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Mehr als 31 Millionen DM konnte Hannelore Kohl mit Organisationen wie der "Hannelore Kohl Stiftung" für Unfallopfer zur Förderung der Rehabilitation Hirnverletzter sammeln und für Forschungszwecke an Kliniken einsetzten. Die gelernte Dolmetscherin, die Englisch und Französisch perfekt beherrschte, verstand es aufgrund ihrer sprachlichen Kenntnisse hervorragend mit den ausländischen Gästen umzugehen. Auch zu den Ehefrauen der Staatsmänner konnte sie freundschaftliche Beziehungen aufbauen. Ihr Ehemann Helmut Kohl unterlag nach 16 Jahren Kanzlerschafs im Jahr 1998 seinem SPD-Herausforderer Gerhard Schröder.

Seit 1994 litt Hannelore Kohl an einer seltenen Lichtallergie, ausgelöst durch die Einnahme von Penicillin. Diese Krankheit zwang sie in den letzten Jahren ihres Lebens sich in verdunkelten Räumen aufzuhalten. In ihrem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim beging Hannelore Kohl am 5. Juli 2001 mittels einer Überdosis an Tabletten Selbstmord. Postum wurde im Jahr 2005 das "Kuratorium ZNS" in "ZNS – Hannelore-Kohl-Stiftung" umfirmiert.

NameJohanna Eleonore Kohl

AliasHannelore Kohl

Geboren am07.03.1933

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am05.07.2001

TodesortLudwigshafen (D).