Biografie

Johann Peter Uz

NameJohann Peter Uz

Geboren am03.10.1720

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortAnsbach

Verstorben am12.05.1796

TodesortAnsbach

Johann Peter Uz

Der deutsche Dichter verkörperte als ausdruckstarkes Talent des Dichterkreises in Halle (Saale) die bürgerliche Ausformung der teils höfisch beeinflussten Rokokokultur. Johann Peter Uz schuf zusammen mit Johann Nikolaus Götz die erste deutsche Übersetzung der Werke des griechischen Lyrikers Anakreon. In seinen eigenen Frühwerken waren zunächst anakreontische Einflüsse bemerkbar. Später holte er sich Inspirationen aus den Werken von Horaz und schuf reflektierende Gedichte. Viele von Johann Peter Uz` Werken blieben bis ins 19. Jahrhundert populär. So wurde eine Anzahl seiner Gedichte auch vertont...
Johann Peter Uz wurde als Sohn des Goldschmiedes Friedrich August Uz und seiner Frau Elisabeth, geborene Reisenleiter, am 3. Oktober 1720 in Ansbach geboren.

Johann Peter Uz` Vater verstarb frühzeitig. Uz war Schüler des Gymnasiums illustre in Ansbach. Als Jugendlicher befreundete er sich mit dem späteren Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim, mit dem er eine lebenslange Verbindung aufrecht erhielt. In den Jahren von 1739 bis 1743 studierte er an der Universität in Halle Jura. Seine weiteres Jura-Studium in Leipzig brach er bereits nach einem Semester ab.

Er kehrte in das Elterhaus zu seiner Mutter und Schwester Esther Sophia zurück. Dort blieb er zeit seines Lebens wohnen. Uz wurde Justizsekretär, doch die Stelle war ohne Bezahlung. Diese Aufgabe füllte er fast 15 Jahre aus. 1763 wurde er Assessor am Kaiserlichen Landgericht im Burggrafturm Nürnberg. Seine Tätigkeit ließ ihm immer weniger Zeit für seine Muse, die Literatur.

Johann Peter Uz war nicht nur ein eifriger Leser, sondern schaffte sich auch eine umfangreiche Bibliothek an, die fast 5.000 Titel aufwies. Darunter befanden sich annähernd 900 juristische Schriften. Ansonsten hatte er sich Werke griechischer, lateinischer, französischer, englischer, spanischer, italienischer und deutscher Dichter und Schriftsteller angeschafft. Es waren Übersetzungen, Romane, Satiren, Gedichte und andere Literaturarten.

Des weiteren befanden sich darunter auch wissenschaftliche Werke aus den Bereichen Literaturgeschichte, Theologie, Philologie, Geschichte, Philosophie oder Epistolographie. Zu seinen gesammelten Arbeiten der "Schönen Wissenschaften" zählten Rhetorik, Poetik, Verslehre und Ästhetik von Autoren der Antike bis zur Neuzeit. Die poetischen Vorstellungen von Johann Peter Uz waren geprägt von der Sinnlichkeit als eine eigene Instanz der Erkenntnis. Sie wurzelten in der Philosophie von Alexander Gottlieb Baumgarten und Georg Friedrich Meier, deren Vorlesungen Uz in Halle hörte.

Mit "Lyrische Gedichte" erschien im Jahr 1749 die erste Gedichtsammlung von Johann Peter Uz. Sie umfasst insgesamt 28 Gedichte im anakreontischen Ton, die die Liebe, das Erotische, den Wein, die Geselligkeit und die Heiterkeit anpreisen. 1755 gab es dann eine vermehrte Ausgabe unter dem Titel "Lyrische und andere Gedichte". Mit diesen Themen geriet Uz in die Mühlen herrschender Literatur- und Moralvorstellungen. Ab dem Jahr 1753 wandte er sich einem anderen Themenkreis in seinen lyrischen Werken zu.

Es entstanden Werke wie das Gedicht "Theodicee" (1753), "Das Erdbeben" (1768) oder "Demüthigung vor Gott" (1768). Mit dem lyrischen Werk "Theodicee" war Uz ein Vorläufer von Friedrich Schiller, der das philosophische Lehrgedicht zu seiner Blüte brachte. In der Zeit von 1773 bis 1775 entstanden Prosaübersetzungen von Horaz in Gemeinschaftsarbeiten mit Ansbacher Bekannten. Danach folgte eine Mitarbeit an dem Projekt "Neues Anspachische Gesangbuch", das auch unter diesem Titel 1781 publiziert wurde.

Viele von Johann Peter Uz` Werken blieben bis ins 19. Jahrhundert populär. So wurde eine Anzahl seiner Gedichte auch vertont. Zu seinen weiteren Werken zählen unter anderem "Die Oden Anakreaons in reimlosen Versen" (1746 in Zusammenarbeit mit J. Nikolaus Götz), "Sieg des Liebesgottes. Eine Nachahmung des Poetischen Lockenraubes" (1753), "Versuch über die Kunst stets fröhlich zu seyn" (1760), "Poetische Werke" (1768) und "Sämmtliche Poetische Werke" (1772).

Johann Peter Uz starb am 12. Mai 1796 in Ansbach.

NameJohann Peter Uz

Geboren am03.10.1720

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortAnsbach

Verstorben am12.05.1796

TodesortAnsbach

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