Biografie

Jesse Jackson

Der schwarze US-amerikanische demokratische Politiker, Bürgerrechtler und Baptistenpastor Jesse Louis Jackson wurde zu einer der wichtigsten Führungspersönlichkeiten in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. In seiner von ihm gegründeten Bürgerrechtsbewegung "People United to Save Humanity" (PUSH) setzt er sich für die Gleichberechtigung der Schwarzen ein. In den beiden Jahren 1984 und 1988 war er Präsidentschaftskandidat. Jesse Jackson kämpft auch international für das Recht der Armen und Benachteiligten. Oftmals fungierte Jackson als Unterhändler der USA, vor allen Dingen dort, wo bei politischen Problemen menschliche Lösungen gefragt waren...
Jesse Louis Jackson wurde am 8. Oktober 1941 in Greenville im US-amerikanischen Bundesstaat South Carolina geboren.

Jackson wurde als uneheliches Kind in eine Familie mit wirtschaftlichen Nöten hineingeboren. Sein Vater verstarb früh. So verbrachte er seine Kindheits- und Jugendjahre in Armut. Zunächst studierte er in Chicago Theologie. Doch er brach das Studium kurz vor Beendigung ab. 1963 verheiratete er sich. Bereits in jungen Jahren schloss sich Jesse Louis Jackson 1965 der Bürgerrechtsbewegung an. 1966 leitete er die Operation Breadbasket; dieses Projekt unterstützt Schwarze, indem es sich für ihre Gleichberechtigung einsetzte, wie zum Beispiel zur Einstellung von Schwarzen in Firmen Schnell avancierte er neben Martin Luther King zu einer der bedeutendsten Führungspersönlichkeiten in der schwarzen Bürgerrechtsbewegung.

Jesse Jackson unterscheidet sich in seiner Medienkompetenz von seinem berühmten Mitstreiter Martin Luther King. Jackson versteht es, die Medien für seine Ziele einzusetzen. So hat er auch medien- und öffentlichkeitswirksam die Nachricht von der Ermordung von Martin Luther King überbracht, als er am 4. April 1968 in Memphis mit dessen blutbeflecktem Hemd vor die Kamera trat. 1968 wurde Jesse Jackson zum Baptistenpfarrer ernannt. Drei Jahre später, im Jahr 1971, rief er seine eigene Bürgerrechtsbewegung mit Namen "People United to Save Humanity", kurz PUSH genannt, ins Leben. Sie verfolgte ebenso die Ziele der Gleichberechtigung von Schwarzen besonders in wirtschaftlicher Hinsicht.

Jackson strebte zum mächtigsten und auch populärsten Mann in der schwarzen Bürgerrechtsbewegung der USA auf. Er verdiente sich den Ruf als ein unerbittlicher Kämpfer für Bürgerrechte. Im Jahr 1984 bewarb er sich erstmals als Vertreter der Demokraten um die Kandidatur der amerikanischen Präsidentschaft. Vier Jahre später wiederholte er die Bewerbung um das Staatsamt, doch beide Male scheiterte er. Im zweiten Anlauf konnte er immerhin sieben Millionen Stimmen auf sich ziehen und belegte damit den zweiten Rang von insgesamt sieben demokratischen Bewerbern. Jackson konnte sich dabei gleich hinter Michael Dukakis platzieren. Der schwarze Büglerrechtler trat selbstbewusst mit dem Slogan "I`am somebody" (Ich bin jemand) zur Wahl gegen Ronald Reagan an und konnte zahllose Schwarze an die Wahlurnen bringen.

Im Jahr 2000, 35 Jahre nach seinem Studienabschluss, kam Jesse Jackson doch noch zu akademischen Ehren. Das Chicago Theological Seminary verlieh ihm den Magistergrad. Er habe durch sein Wirkung die Voraussetzungen für die Titelverleihung erfüllt – hieß es in der Begründung. War sein bürgerrechtliches Engagement zunächst eher auf der menschlich-sozialen Ebene angesiedelt, wurde es später zusehends politischer. Sein Kampf beschränkte sich nicht mehr auf die Schwarzen in den USA, sondern Jackson trat international in Erscheinung, und er setzte sich für die Armen und Benachteiligten ein. So befreite er im Jahr 1984 den Luftwaffenpiloten Roleut Goodman Jr. aus der syrischen Haft. Er setzte sich für die Freilassung von 50 Amerikanern und Kubanern ein, die unter Fidel Castro festgesetzt waren.

Im Jahr 1990 engagierte er sich erfolgreich bei Saddam Hussein für die Ausreise von 500 ausländischen Gefangenen aus dem Irak. Sie wurden dort als menschliche Schutzschilder festgehalten. Im Frühjahr des Jahres 1999 bekam Jesse Jackson in Belgrad US-amerikanische Soldaten frei. In dieser Sache beispielsweise handelte er eigenmächtig ohne offiziellen Auftrag der USA. Auch in den Nahost-Konflikt mischte sich Jesse Johnson ein, als er im Sommer 2002 mit dem israelischen Außenminister Shimon Peres und mit dem Palästinenserführer Jassir Arafat zusammentraf. Oftmals fungierte Jackson als Unterhändler der USA, vor allen Dingen dort, wo bei politischen Problemen menschliche Lösungen gefragt waren.

Jesse Jackson ist Vater von drei Kindern.

NameJesse Jackson

Geboren am08.10.1941

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortGreenville, S. Carolina (USA).