Biografie

Jens Weidmann

Der promovierte Volkswirt stellt seit 2011 den Präsidenten der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main. Davor verdiente sich Jens Weidmann beim Internationalen Währungsfonds, schrieb später an den Berichten der deutschen Wirtschaftsweisen mit, um schließlich 2003 zur Bundesbank zu wechseln, wo er Abteilungsleiter für Geldpolitik und monetäre Analyse wurde. Von 2006 bis 2011 wurde der enge Vertraute der Bundeskanzlerin Angela Merkel und parteilose Ökonom, als Chefberater der Kanzlerin in Wirtschaftsfragen, Leiter der Abteilung IV (Wirtschafts- und Finanzpolitik) im Bundeskanzleramt. Weidmann war indes auch ab 2009 Chefunterhändler (Sherpa) der Bundesrepublik Deutschland für die Gipfeltreffen sowohl der G8 als auch der G20...
Jens Weidmann wurde am 20. April 1968 in Solingen geboren.

Weidmann legte 1987 das Abitur am Gymnasium in der Taus in Backnang bei Stuttgart ab. Darauf studierte er von 1987 bis 1993 mit Abschluss zum Diplom-Volkswirt Volkswirtschaftslehre an der Université de Droit, d'Economie et des Sciences Aix-Marseille III sowie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Studienaufenthalte führten ihn indes an die Banque de France. Von 1994 bis 1997 war er Mitarbeiter am Institut für Internationale Wirtschaftspolitik der Universität Bonn. 1997 promovierte Weidmann beim Finanztheoretiker Manfred Neumann an der Universität Bonn zum Dr. rer. pol. In den Jahren von 1997 bis 1999 wurde er Mitarbeiter beim Internationalen Währungsfonds in Washington D.C.

Im Jahr 1999 wurde er zum Generalsekretär des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bestellt. Dieses Amt bekleidete er bis 2003. Im Anschluss, 2003, wurde Weidmann Leiter der Abteilung Geldpolitik und monetäre Analyse der Deutschen Bundesbank sowie Vertreter des Zentralbereichsleiters Volkswirtschaft. In dieser Position avancierte er unter Bundesbankpräsident Axel Weber zum anerkannten Finanzexperten mit weitreichendem Einfluss. Von hier berief Bundeskanzlerin Angela Merkel den Ökonom 2006 ins Bundeskanzleramt. Als Leiter der Abteilung IV im Bundeskanzleramt, (Abteilung für Wirtschafts- und Finanzpolitik) stieg er im Umfeld der Kanzlerin zum zentralen Berater sowie zum engen Vertrauten Merkels auf.

In diesem Amt war er maßgeblich an den Geschicken der Bundesregierung, in der Zeit der weltweiten Finanzkrise, beteiligt. Unterdessen fand er als "Schattenmann" im Bundeskanzleramt kaum Beachtung in den Medien. Ab 2009 war er auch Chefunterhändler (Sherpa) und persönlicher Beauftragter der Bundeskanzlerin für die Weltwirtschaftsgipfel der G8- und G20-Staaten. Am 1. Mai 2011 wurde Jens Weidmann, in der Nachfolge von Axel Weber, zum Bundesbankpräsidenten berufen, zuständig für die Bereiche Kommunikation, Revision und Volkswirtschaft sowie das Forschungszentrum. Zudem wurde er Mitglied des EZB-Rats in Frankfurt am Main.

NameJens Weidmann

Geboren am20.04.1968

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortSolingen (D).