Biografie

Jasmin Tabatabai

Die deutsch-iranische Schauspielerin und Musikerin spielte in ihren Rollen häufig individualistische und starke Frauen. Bekannt wurde Jasmin Tabatabai 1995 mit dem Film "Die Mediocren" an der Seite von Jürgen Vogel. Ihren großen Durchbruch feierte sie 1997 in Katja von Garniers Film "Bandits", in dem sie eine Gefangene spielte, die im Gefängnis eine Band gründete und mit dieser bei einem Konzert vor der Justiz flüchtete. 1998 wurde sie mit dem Deutschen Entertainment Preis DIVA ausgezeichnet. In einer zweiten Karriere frönte sie ihrer Liebe zur Musik. Zu ihren populärsten Filmen zählen "Der Eisbär", "Late Show", "Gripsholm", "Ein unmöglicher Mann" und "Der Baader Meinhof Komplex"...
Jasmin Tabatabai wurde am 8. Juni 1967 in Teheran, Iran, als Tochter eines Persers und einer Deutschen geboren.

Tabatabai war die jüngste von vier Geschwistern. Von 1958 bis 1979 lebte die Familie in Teheran, wo sie die Deutsche Schule besuchte. Während der Islamischen Revolution floh sie als Zwölfjährige mit ihrer Familie vor den Mullahs nach Deutschland. Hier machte sie 1986 das Abitur und besuchte danach die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Danach hatte sie ein Engagement am Hans-Otto-Theater in Potsdam und widmete sich hier auch ihrer großen Liebe, der Musik. Mit der Country-Band "Even Cowgirls get the Blues" spielte sie drei Jahre lang in verschiedenen Clubs und nahm drei CDs auf. Danach arbeitete sie wieder verstärkt als Schauspielerin.

Tabatabai schaffte den Sprung zum Film und hatte in Urs Eggers "Kinder der Landstraße" ihre erste Rolle. Dann folgten einige Arbeiten fürs Fernsehen, wie "Dann eben mit Gewalt" und "Lemgo". Bekannt wurde sie 1995 mit "Die Mediocren" an der Seite von Jürgen Vogel. Bis 1997 hatte Tabatabai weitere Auftritte in verschiedenen Film- und TV-Produktionen. Auch als Synchron-Sprecherin war Jasmin Tabatabai tätig. 1997 lieh sie ihre Stimme dem Zeichentrick-Film "Hercules". Der Durchbruch kam im selben Jahr in Katja von Garniers Film "Bandits", in dem sie eine Gefangene spielte, die im Gefängnis eine Band gründete und mit dieser bei einem Konzert vor der Justiz flüchtete. Im Anschluss war Jasmin Tabatabai in erfolgreichen deutschen Produktionen zu sehen, unter anderem in "Der Eisbär" und als karrieregeile Mitarbeiterin von Harald Schmidt in Helmut Dietls Medien-Satire "Late Show".

Im Jahr 1998 wurde sie mit dem Deutschen Entertainment Preis DIVA ausgezeichnet. Weitere Filme waren 1998 "Unbeständig und kühl" sowie "Gierig", der aber erst im Jahr 2000 ins Kino kam. Ebenfalls 2000 spielte sie in "Die Unberührbare", im TV-Fünfteiler "Ein unmöglicher Mann" und in Xavier Kollers "Gripsholm". 2001 hatte sie eine Rolle in der Roman-Verfilmung "Mondscheintarif" und in "Jeans". 2002 spielte sie in "Blu Absinto". Musikalisch wurde Jasmin Tabatabai 2002 wieder aktiv. Sie brachte eine Solo-CD mit dem Titel "Only Love" auf den Markt und spielte wieder Konzerte. Unter anderem trat sie auf dem großen deutschen Rock-Festival "Southside" auf. 2003 heiratete Jasmin Tabatabai den amerikanischen Rockmusiker Tico Zamora. Gemeinsam wurden sie Eltern einer Tochter. Nach einer kreativen Leinwandpause kehrte sie 2005 eindrucksvoll auf diese zurück.

In "Fremde Haut" verkörpert Tabatabai eine lesbische Iranerin, deren Asylantrag abgelehnt wurde und die daraufhin die Identität eines Mannes annimmt. In den Jahren 2006 und 2007 spielt sie bei den Wormser Nibelungenfestspielen die Rolle der Kriemhild. Ab Sommer 2007 war Tabatabai mit dem Schauspieler Andreas Pietschmann liiert. Aus dieser Beziehung wurde 2009 ihre zweite Tochter geboren. Musikalisch erschien im Jahr 2007 mit "I Ran" ihr zweites Solo-Album. Im Juni sowie im November und Dezember 2008 stand sie im Berliner Theater am Kurfürstendamm in einer freien Interpretation des Bühnenstücks "Drei Schwestern" mit Katja Riemann, Nicolette Krebitz, Frank Voigtmann und anderen auf der Bühne.

Am 23. Mai 2009 war sie Mitglied der 13. Bundesversammlung. Tabatabai vertrat das Land Baden-Württemberg und war von der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen nominiert worden. Nach "Der Baader Meinhof Komplex" aus dem Jahr 2008 stand sie 2009 für "Deutschland 09" vor der Kamera.
2002 - "Only Love" Album.
1991 - "Kinder der Landstraße".

1992 - "Dann eben mit Gewalt".

1994 - "Lemgo".

1994 - "Die Mediocren".

1995 - TV-Serie: "Tatort".

1995 - "Unbeständig und kühl".

1995 - "Bandagistenglück".

1996 - "Die Putzfraueninsel".

1997 - "Bandits".

1997 - "Verspielte Nächte".

1997 - "Hercules" (Synchronstimme).

1998 - "Gomez - Kopf oder Zahl".

1998 - "Der Eisbär.

1999 - "Late Show ".

1999 - "Umnachtung".

1999 - "Rendezvous mit dem Teufel".

2000 - "Gierig".

2000 - "Die Unberührbare".

2000 - "Gripsholm".

2001 - "Mondscheintarif".

2003 - "Sindbad". (Synchronstimme)

2005 - "Fremde Haut".

2007 - "Vier Minuten".

NameJasmin Tabatabai

Geboren am08.06.1967

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortTeheran (Iran).