Biografie

Jacques Brel

Der belgische Sänger, Dichter, Lyriker, Komponist und Schauspieler avancierte in den 1950er und 1960er Jahren zu einem der populärsten französischen Chansoniers. Mit seiner markanten und typisch rauen Stimme sang Jacques Brel sozialkritische, melancholische Chansons für Gleichheit und Aufrichtigkeit. Brel, der nicht selten auch in seiner zweiten Muttersprache Flämisch sang, wurde indes auch Repräsentant und Erneuerer des französischen Chansons. Zu seinen bekanntesten Stücken, in denen er auch die Melancholie, die Liebe und die Freundschaft besang, zählen "Les Bourgeois", "Amsterdam" und "Ne me quitte pas"...
Jacques Romain Georges Brel wurde am 8. April 1929 in Brüssel, als Sohn einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie geboren.

Bereits als Jugendlicher zeigte er eine Leidenschaft für Schauspiel und Musik und schloss sich der katholischen Jugendorganisation Franche Cordée an, die in Altersheimen, Krankenhäusern und Obdachlosenasylen auftrat. Bald schrieb er Gedichte und Prosastücke. Nach Abschluss der Schule reiste er im Jahr 1953 nach Paris. Seine Frau und seine beiden Töchter blieben zunächst zurück. Hier wurde er vom Management des "Cabarets Les Trois Baudets" entdeckt und gefördert. Kurz darauf folgte aus dieser Zusammenarbeit sein erstes Album als Solokünstler. Er trat in verschiedenen Cabarets auf, wie 1954 erstmals im Pariser Olympia.

Innerhalb weniger Wochen avancierte Jacques Brel zu einem der populärsten und beachtetsten Chansonniers seiner Zeit. Es entstanden zahlreiche Stücke, die ihn weit über die Grenzen Frankreichs bekannt machten. Darunter waren auch einige gesellschaftskritische Interpretationen. Zu den erfolgreichsten Stücken aus jener Zeit wurden "Les Bourgeois", "Ne me quitte pas", "La Valse à mille temps" und "Amsterdam" aus dem Jahr 1965. Für seine Show "Jacques Brel is Alive and Well and Living in Paris" aus dem Jahr 1967, übersetzte Mort Shuman seine Texte in die englische Sprache.

Internationale Beachtung verdiente sich Jacques Brel Ende der 1960er Jahre als Autor und Komponist der Oper "L’homme de la Mancha", die am Brüssler Theâtre Royal de la Monnaie im Jahr 1968 uraufgeführt wurde. Weiter stand Brel bis 1973 als Schauspieler für zahlreiche Filmproduktionen vor der Kamera. Zweimal führte er auch selbst Regie. 1975 zog er sich aufgrund einer Krebserkrankung an der Lunge in die Südsee zurück. 1977 reiste er nochmals nach Paris, um ein weiteres Album aufzunehmen, dessen Erlös er der Krebsforschung zukommen ließ. Binnen weniger Wochen wurde das Album zwei Millionen Mal verkauft.

Jacques Brel starb am 9. Oktober 1978 in Bobigny bei Paris. Beigesetzt wurde er auf der Insel Hiva Oa in Französisch-Polynesien.

NameJacques Brel

Geboren am08.04.1929

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortBrüssel (B).

Verstorben am09.10.1978

TodesortBobigny (F).

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