Biografie

Isaac Stern

Der US-amerikanische Musiker ukrainischer Herkunft avancierte in den 1940er Jahren zu den bedeutendsten Violinisten der Welt. Bereits als 15-Jähriger debütierte er mit dem Sinfonieorchester von San Francisco ehe er zu einem der anerkanntesten Musiker weltweit aufstieg. Vierzig Jahre lang leitete er die Carnegie Hall in New York. Dabei gab er bis zu 200 Konzerte im Jahr. Sein Repertoire reichte über die gesamte Klassik bis in die zeitgenössische Moderne. Seit Mitte der 1960er Jahre engagierte er sich für den kulturellen Austausch zwischen den USA und Israel. Für seine Verdienste wurde Isaac Stern mit der höchsten zivilen Auszeichnung der USA, mit der Presidental Medal of Freedom geehrt...
Isaac Stern wurde am 21. Juli 1920 in Kreminiecz in der Ukraine geboren.

Stern siedelte im Alter von 20 Monaten mit seinen Eltern im Jahr 1920 nach San Fransisco in den US-Bundesstaat Kalifornien über. Sie verließen das Land wegen der Oktober-Revolution. Mit sechs Jahren erhielt er zunächst Klavierunterricht. Mit acht Jahren im Jahr 1928 begann er, Geige zu spielen. Schon als Jugendlicher spielte er unter Pierre Monteux und Otto Klemperer. Isaac Stern studierte bei Robert Pollack und bei Louis Persinger am Konservatorium von San Fransisco drei Jahre lang Geige. Als 15-Jähriger gab er im Jahr 1936 sein Debüt als Violinist mit dem Symphonieorchester von San Fransisco.

Er spielte unter der Leitung von Willem Van den Berg das Violinkonzert Nr. 3 von Saint-Saëns. 1937 hatte er mit diesem Orchester abermals einen Auftritt. Das Konzert, das national gesendet wurde, leitete Pierre Montreux. Gespielt wurde das Violinkonzert von Brahms. Später hatte er seinen ersten Auftritt in New York. 1938 erlebte Stern den ersten Höhepunkt seiner großen Violinisten-Karriere, er spielte erstmals in der Carnegie Hall in New York, deren Leiter er einmal für 40 Jahre lang sein sollte. Seinem Verdienst ist es zuzurechnen, dass es das im Jahr 1891 entstandene Gebäude überhaupt noch gibt.

Es sollte im Jahr 1960 abgerissen werden, an seine Stelle sollte ein Bürogebäude entstehen. Isaac Stern setzte sich als Leiter einer Aktion dafür ein, dass die Stadt New York die Carnegie Hall für eine Summe von fünf Millionen Dollar kaufte, um sie zu erhalten. Auch zeichnete er sich als Leiter einer entsprechenden Aktion verantwortlich für ihren Wiederaufbau im Jahr 1986. 1944 spielte er erstmals mit dem New York Philharmonic Orchestra. Er war im Jahr 1956 der erste Amerikaner, der nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion ein Konzert gab. 1967 nach dem Sechs-Tage-Krieg in Israel realisierte Isaac Stern mit der israelischen Philharmonie auf dem Jerusalemer Skopusberg ein Violinenkonzert von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Mit diesem Gedenkkonzert brachte der Star-Violinist seine Verbundenheit mit Israel zum Ausdruck, geleitet wurde es von Leonard Bernstein. 1973 rief Isaac Stern das Jerusalem Music Centre ins Leben. Er war auch Vorsitzender der amerikanisch-israelischen Kulturstiftung. Außerdem war er Gründungsmitglied der National Endowment for the Arts, der Stiftung nationaler Künste. Während des Golfkriegs gab er ein Konzert in Israel. Die Veranstaltung wurde durch Sirenen als Warnung vor einem Raketenangriff der Iraks unterbrochen. Stern spielte ein Stück von Johann Sebastian Bach allein auf der Bühne, während sich das Publikum um Gasmasken sorgte.

Für seine gesellschaftlichen und künstlerischen Leistungen wurde er mit der höchsten zivilen Auszeichnung der Vereinigten Staaten geehrt. 1992 verlieh ihm US-Präsident George Bush die Presidental Medal of Freedom. Darüber hinaus erhielt der Violinist zahllose Ehrungen für sein musikalisches Werk. Dazu gehören unter anderem der Albert Schweitzer Music Award, der Kennedy Center Honors Award von 1984 sowie die Auszeichnung zum Musiker der Jahres 1986 durch Musical America. 1985 wurde er zum Träger des Commander Cross des Order of the Danneborg der dänischen Regierung ernannt. Im Jahr darauf wurde er Jerusalemmitglied.

Im Jahr 1987 zeichnete die American Symphony Orchestra League Issac Stern mit dem Goldenen Taktstock, ihrer höchsten Auszeichnung, aus. Im gleichen Jahr wurde ihm der Grammy Lifetime Achievement Award, der Israels Wolf Prize und der National Music Councils American Eagle Award überreicht. 1990 wurde er zum Commandeur der Ehrenlegion ernannt. Im Jahr 1991 wurde er von dem US-amerikanische Präsidenten George Bush mit der National Medal of Arts bedacht. Die japanische Regierung verlieh Isaac Stern im Jahr 1997 die Auszeichnung "The Order od the Rising Sun", die höchste des Landes.

Darüber hinaus bekam Isaac Stern zahlreich Ehrendoktorwürden von internationalen Universitäten wie Bucknell University, Columbia University, Curtis Institute of Music, Harvard University, Hebrew University in Jerusalem, University of Illinois, John Hopkins University, Juillard School, New York City University, Oxford University, University of Tel Aviv und Yale University. Isaac Stern war auf allen internationalen Konzertpodien zuhause. Er gab bis zu 200 Konzerte im Jahr. Mit mehr als 100 Aufnahmen von über 200 Werken von insgesamt 63 Komponisten avancierte er zu den bekanntesten klassischen und meist vertonten Musikern.

Stern zählte zu den letzten großen Geigern seiner Generation, seine erfolgreiche Laufbahn dauerte über 60 Jahre. Neben der eigentlichen Konzertmusik konzentrierte sich der Meister auch auf die Ausbildung des internationalen Nachwuchses und junger Talente. Im Jahr 1999 erschienen seine Memoiren unter dem Titel "My First 79 years".

Isaac Stern starb am 22. September 2001 in New York.

NameIsaac Stern

Geboren am21.07.1920

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortKreminiecz (Ukraine)

Verstorben am22.09.2001

TodesortNew York (USA)