Biografie

Idi Amin

Der Diktator stellte als radikaler nationalistischer Präsident von 1971 bis 1979 den Staats- und Regierungschef von Uganda. In einem Militärputsch stürzte Idi Amin Dada seinen Vorgänger, Staatspräsident Milton Obote, unter dem er politisch-militärische Macht erlangt hatte. Als Machthaber verbreitete Amin eine diktatorische Schreckensherrschaft, der schätzungsweise 300.000 Ugander zum Opfer fielen. Sein Despotismus führte zum Niedergang der Wirtschaft. Als Folge eines Konfliktes mit Nachbarstaaten drangen das Militär aus Tansania und Exil-Ugander in das Land ein und stürzten den Diktator...

Die Staats- und Regierungschefs Afrikas
Idi Amin Dada wurde als Idi Awo-Ongo Angoo am 1. Januar 1928 im nordugandische Arua geboren.

Idi Amin schloss sich 1946 der britischen Kolonialarmee an. Er war der erste schwarze Offizier seines Landes. 1962 erreichte Uganda die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien. Amin wurde Mitglied des linksgerichteten Uganda People`s Congress (UPC), der von Ugandas späterem Präsidenten Milton Obote 1960 mitgegründet worden war. Schnell machte Amin in der Armee Karriere, bereits 1966 war er der Oberbefehlshaber der gesamten Streitkräfte. Damit hatte er sich neben der militärischen einen großen Teil an politischer Macht erworben. Amins Ziel war es jedoch, Machthaber von Uganda zu werden. 1971 kam es zum Putsch.

Der bisherige Präsident Milton Obote wurde während einer Auslandsreise in einer unblutigen Militäraktion abgesetzt. Der militärische Oberbefehlshaber Amin riss die Staatmacht an sich und regierte mit willkürlicher Diktatur das Land. Amin verbot jegliche politische Tätigkeit. Seine Ideologie war radikal nationalistisch ausgerichtet. Nach Schätzungen fanden während seiner Schreckensherrschaft rund 300.000 Ugander den Tod. Viele flohen aus dem Land. Die Absetzung des sozialistischen Staatsoberhauptes Milton Obote stieß zunächst auf Zustimmung im westlichen Ausland und in Uganda selbst. Auch die ersten Gräueltaten unter der Herrschaft Amins an Acholi-, Karamojong- und Lango-Soldaten machten das Ausland nicht hellhörig.

Seine nationalistisch begründete Willkürherrschaft führte beispielsweise 1972 zur Enteignung und Ausweisung von rund 50.000 Asiaten mit ugandischer Staatsbürgerschaft. Auch wurden ausländische Unternehmen enteignet. Uganda wurde mit einem Handelsboykott belegt. Amins Nationalismus fiel somit auch die eigene Wirtschaft zum Opfer. 1975 wurde Amin Präsident der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU). Im Jahr darauf erwirkte er seine Ernennung zum Präsidenten von Uganda auf Lebenszeit. 1978 kam es zum Konflikt mit der Organisation für Afrikanische Einheit. Denn es gab Schwierigkeiten mit den Nachbarstaaten Ugandas, vor allem mit Tansania.

Nachdem es zu offenen Konflikten an der Grenze zwischen Uganda und Tansania gekommen war, drangen das Militär von Tansania und Exil-Ugander, die sich in der Uganda National Liberation Army (UNLA) formiert hatten, in das Land ein. In kurzer Zeit wurde ein Großteil Ugandas eingenommen. Somit wurde Amin selbst zum Opfer eines Militärputsches. Er verließ Uganda und zog sich 1979 ins Exil nach Saudi-Arabien zurück. Kurioserweise wurde nach dem Sturz Amins sein Vorgänger Milton Obote neuer Staatspräsident von Uganda. Bereits Ende 1985 sah dieser sich jedoch erneut durch einen Militärputsch gestürzt, worauf er nach Sambia emigrierte. Im Juli 2003 fiel der ehemalige Diktator in Saudi-Arabien, wohin er sich seit 1979 zurückgezogen hatte, ins Koma.

Der als "Schlächter von Afrika" bekannte Idi Amin Dada starb am 16. August 2003 in Gedda (Saudi-Arabien).


Die Staats- und Regierungschefs Afrikas

NameIdi Amin

Geboren am01.01.1928

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortArua (Uganda).

Verstorben am16.08.2003

TodesortGedda (Saudi-Arabien)