Biografie

Husni Mubarak

NameHusni Mubarak

Geboren am04.05.1928

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortMusaliha, Provinz al-Minufiyya (ET).

Husni Mubarak

Der ägyptische Militarist und autokratische Politiker stellt von 1981 bis 2011 den Regierungschef von Ägypten. In dieses Amt trat er unmittelbar nach Anwar as-Sadat, der im Oktober 1981 durch Fundamentalisten ermordet wurde. Trotz der ständig andauernden wirtschaftlichen Schwierigkeiten und den anhaltenden Unruhen im Land, welche von der radikalen Moslem-Bruderschaft ausgingen, konnte Husni Mubarak seinen umstrittenen Machtanspruch bis weit ins neue Jahrtausend behaupten. Außenpolitisch glückte es Mubarak nach zähen Verhandlungen, das nach dem Frieden mit Israel isolierte Ägypten, in die Gemeinschaft der arabischen Staaten zurückzuführen. Immer wieder formierte sich jedoch die Opposition vor allem gegen die großbürgerliche Wafd-Partei und die Sozialistische Arbeiterpartei...
Muhammad Husni Mubarak wurde am 4. Mai 1928 in Musaliha, Provinz al-Minufiyya geboren.

Nach Abschluss der Schule absolvierte er in den Jahren von 1947 bis 1949 die Militärakademie, worauf er bis 1950 zum Offizier der Luftstreitkräfte aufstieg. Nach dem Aufstieg zum Jet-Piloten in der Sowjetunion 1961, wurde Mubarak 1969 Stabschef und 1972 Oberbefehlshaber der ägyptischen Luftstreitkräfte. Er heiratete Suzanne Thabet und wurde Vater von zwei Söhnen. Als Generalleutnant kämpfte Mubarak 1973 im Jom-Kippur-Krieg. Im Dienstgrad eines Luftmarschalls schied er Anfang 1975 aus dem Militärdienst aus. Im April 1975 wurde Mubarak unter Anwar as-Sadat zu dessen Vizepräsident bestellt. In diesem Amt führte er ab 1979 Friedensgespräche mit Israel.

Nach der Ermordung von Präsident Anwar as-Sadat durch eine Gruppe Fundamentalisten am 14. Oktober 1981, wurde Husni Mubarak wahllos zu dessen Nachfolger bestimmt. Der zunächst ausgerufene Ausnahmezustand markierte bereites den schwierigen Verlauf seiner Amtszeit. Im Vergleich zum charismatischen Sadat wirkte der neue Staatschef eher farblos. Fehlende Neuerungen führten bald zu zunehmendem Druck durch die Opposition. 1982 legte er das Amt des Ministerpräsidenten ab, um zukünftig als Vorsitzender der National-Demokratischen Partei den Staatschef und den Oberbefehlshaber der ägyptischen Streitkräfte zu stellen. Grundlage seiner Macht wurde damit die Armee, die sich als Bewahrerin der nationalen Identität, der Unabhängigkeit und der Stabilität verstand.

Außenpolitisch glückte es Mubarak, nach zähen Verhandlungen, das nach dem Frieden mit Israel isolierte Ägypten in die Gemeinschaft der arabischen Staaten zurückzuführen, ohne seine pragmatische Haltung im Friedensprozess des Nahen Ostens aufzugeben. Innenpolitisch suchte er seit seinem Amtsantritt ein Gleichgewicht zwischen den Ideologien und sozialen Gruppen herzustellen und auf diese Weise sein Regime zu festigen. Um islamistische Gegenbewegungen zu bekämpfen, erklärte er "Demokratie" und "Pluralismus" zu Zielen seiner Regierung. Zunächst erweiterte er den Spielraum der Opposition in Presse und Parlament beträchtlich. Gleichzeitig hielt Mubarak die Allianz mit den konservativen Geistlichen der Al-Azhar-Universität aufrecht. Daneben konzentriert er sich vergebens auf die Belebung der Wirtschaft.

Seit den 1990er Jahren kam es wiederholt zu Anschlägen islamitischer Extremisten auf Touristen, Kopten, staatliche Amtsträger und 1994 und 1996 auf Mubarak selbst. Nach einer Verfassungsergänzung fand im September 2005 in Ägypten erstmals eine Präsidentenwahl mit mehreren Kandidaten statt. Bei der Wahl, an der sich nur 23 Prozent der Wahlberechtigten beteiligten und die von Berichten über Manipulationen überschattet war, wurde Hosni Mubarak nach offiziellen Angaben mit 88 Prozent der abgegebenen Stimmen für eine fünfte Amtszeit im Amt bestätigt. Während westliche Staaten, insbesondere die USA und Israel, die ägyptische Regierung stützten, da Bedenken bei einer Übernahme der ägyptischen Regierung durch islamistische Oppositionelle befürchtend wurde und Mubarak selbst gegen islamitische Terroraktivitäten im Gaza-Streifen einsteht, erreichte der innenpolitische Druck im Dezember 2010 einen weiteren Höhepunkt.

Ab Januar 2011 ereigneten sich dabei in Ägypten die heftigsten Proteste seit Beginn der Amtszeit Mubaraks. Nach zahlreichen Verletzten und Toten entließ Mubarak am 29. Januar 2011 das Kabinett und ernannte ein neues. Zum neuen Ministerpräsidenten ernannte er Ahmad Schafiq, den ehemaligen Stabschef der Luftwaffe, zum Vizepräsidenten den Chef des Geheimdienstes "Dschihaz al-Muchabarat al-Amma", Omar Suleiman. Nachdem am Abend des 1. Februar 2011 landesweit über drei Millionen Bürger in Ägypten gegen die Regierung demonstrierten, gab Mubarak im Staatsfernsehen bekannt, dass er bei den Wahlen im September 2011 nicht wieder kandidieren werde. Am 10. Februar 2011 verkündete er seine Amtstätigkeiten bis zum Ende seiner Amtszeit an seinen Vizepräsident Omar Suleiman zu übergeben; am 11. Februar 2011 erklärte Husni Mubarak seinen Rücktritt.

NameHusni Mubarak

Geboren am04.05.1928

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortMusaliha, Provinz al-Minufiyya (ET).

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