Biografie

Heinrich Brüning

NameHeinrich Brüning

Geboren am26.11.1885

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortMünster (D).

Verstorben am30.03.1970

TodesortNorwich (USA).

Heinrich Brüning

Der deutsche Politiker war von 1930 bis 1932 einer der letzten Reichskanzler der Weimarer Republik. Mit rigorosen Sparmaßnahmen wollte Heinrich Brüning durch eine Politik der Deflation die Reichsfinanzen sanieren. Seine nicht mehrheitsfähige Sparpolitik wurde mithilfe der Notverordnungsgesetze von Reichspräsident Paul Hindenburg durchgesetzt. Auf diese Maßnahme folgten eine umfassende Deflation und Massenarbeitslosigkeit. Seinen späteren von anderen geplanten Rücktritt bezeichnete er in seinen Memoiren als falschen Schritt kurz vor der Sanierung des Staatshaushaltes...
Heinrich Brüning wurde als Sohn eines Essigfabrikanten und Weinhändlers am 26. November 1885 in Münster geboren.

Brüning besuchte das Gymnasium und schloss es im Jahr 1904 mit dem Abitur ab. Im Anschluss daran studierte er an den Universitäten München und Straßburg Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft und Geschichte. 1911 absolvierte er das Staatsexamen für das höhere Lehramt. In den nächsten zwei Jahren setzte er seine Studien in England fort. 1915 schloss er sein Studium mit der Promotion an der Universität Bonn ab; seine Arbeit befasste sich mit der Verstaatlichung der englischen Eisenbahn. Ab dem Jahr 1915 beteiligte sich Heinrich Brüning freiwillig am Ersten Weltkrieg. Nach 1919 war er an der Seite des katholischen Sozialpolitikers und preußischen Wohlfahrtsministers Adam Stegerwald als dessen Referent tätig.

In den folgenden zehn Jahren ab 1920 leitete Brüning den Christlichen Deutschen Gewerkschaftsbund als Geschäftsführer. 1923 war er einer der Mitorganisatoren des passiven Widerstandes im Ruhrkampf. Brüning vertrat in der Zeit von 1924 bis 1933 als Abgeordneter im Reichstag die Interessen der Zentrumspartei. Ab dem Jahr 1925 war er für die Bundeszeitung "Der Deutsche" verantwortlich. Darin trat er öffentlich für den sozialen Volksstaat und eine christlich gefärbte Demokratie ein. Brüning machte als Finanzexperte auf sich aufmerksam. In dem sogenannten Lex Brüning begrenzte er das Lohnsteueraufkommen auf 1,2 Milliarden Reichsmark. In der Zeit von 1928 bis 1930 war Heinrich Brüning Mitglied im Preußischen Abgeordnetenhaus und von 1924 bis 1933 Mitglied des Reichstags.

Im Jahr 1929 wurde Brüning Fraktionsvorsitzender der Zentrumspartei im Reichstag. Nachdem im Jahr 1930 die zwei Jahre zuvor gebildete Große Koalition aus SDP, DVP, Zentrumspartei und Deutscher demokratischer Partei (DDP) unter Hermann Müller auseinanderbrach, wurde Heinrich Brüning Reichskanzler. Brüning bildete die Spitze einer Minderheitsregierung. Erst nach der Reichtagswahl vom 14. September 1930 wurde sie von der SPD vor dem Hintergrund des Erstarkens der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei (NSDAP) unterstützt. Heinrich Brünings vorrangiges politisches Ziel war, die Reichsfinanzen zu bereinigen, indem er für einen ausgeglichenen Staatshaushalt auf eine Politik der Deflation setzte. Da Brünings Sparkurs nicht mehrheitsfähig war, wurde sie mithilfe des Notverordnungsgesetzes von Reichspräsident Paul Hindenburg erwirkt.

Damit wurde das Parlament in die Beraterposition degradiert. Die deutsche Wirtschaft brach zusammen, und es wurden Deflation und Massenarbeitslosigkeit ausgelöst. Im Jahr darauf, 1931, veranlasste die Entlassung von Außenminister Julius Curtius den Rücktritt des Kabinetts von Brüning. Bereits zwei Tage später, am 9. Oktober 1931, übernahm Brüning noch das Außenministerium. In dieser Funktion erreichte er einen Aufschub der Reparationszahlungen aus dem Ersten Weltkrieg. Im gleichen Jahr verhandelten Brüning und Hindenburg mit Hitler wegen einer Kooperation mit der NSDAP mit dem Ziel, den politischen Einfluss der Nationalen Opposition zu schmälern. Ein Beschluss zur Zusammenarbeit scheiterte.

Im Jahr 1932 trat Heinrich Brüning zurück. Verantwortlich dafür war General Kurt von Schleicher, der den Vorwurf erhob, dass Brüning in seiner politischen Willensbildung rechtsgerichtete Parteien und die ostdeutsche Landwirtschaft außer Acht gelassen habe. Nach ihm wurde Franz von Papen Reichskanzler. Im Jahr der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, 1933, übernahm Brüning den Vorsitz der Zentrumspartei, die sich im Juli 1933 selbst auflöste. Im Jahr darauf, 1934, emigrierte er in die Niederlande und entging damit einer Verhaftung. Später zog er sich in die Vereinigten Staaten zurück. Dort wirkte er von 1937 bis 1951 als Professor für Politische Wissenschaften an der Harvard-University.

Im Jahr 1951 kehrte er nach Deutschland zurück. Er wurde Professor für Politische Wissenschaften an der Universität Köln. Brüning befürwortete das Zustandekommen der Christlich-Demokratischen Partei Deutschlands, der CDU, allerdings lehnte er die westlich orientierte Politik von Bundeskanzler Konrad Adenauer ab. 1955 kehrte er in die USA zurück. 1968 kam sein Werk mit dem Titel "Reden und Aufsätze" auf den Markt.

Heinrich Brüning starb am 30. März 1970 in Norwich, USA.

Nach seinem Tod wurden seine "Memoiren 1918–1934" veröffentlicht. Darin sprach er den Vorwurf aus, kurz vor der Bereinigung der Staatswirtschaft im Jahr 1932 in seiner Funktion als Reichkanzler demontiert worden zu sein.

NameHeinrich Brüning

Geboren am26.11.1885

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortMünster (D).

Verstorben am30.03.1970

TodesortNorwich (USA).

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