Biografie

Hartmut Böhm

Der deutsche Künstler avancierte ab den 1960er Jahren mit seinen Zeichnungen, Objekten, Wandarbeiten und Installationen zu einem der bedeutendsten Vertreter der Op-Art in Deutschland. Sein Werk verweist mit geometrischen Konstruktionen in mathematischer Strenge auf die Tradition der konkreten Kunst. Die Materialästhetik zeigt dabei auch Nähe zur Minimal Art. Hartmut Böhm verwendete industriell vorfabrizierte Materialien wie Stahlträger, Plexiglas, MDF oder Bodensteine, die er zu modularen Strukturen zusammenführte. Zahlreiche Arbeiten sind in internationalen Museumssammlungen vertreten...
Hartmut Böhm wurde 1938 in Kassel geboren.

Nach Abschluss der Schule studierte er von 1958 bis 1962 an der Hochschule für Bildende Künste, Kassel bei Arnold Bode. Ab 1959 entstanden erste systematische Reliefe in Weiß. Bekannt wurde Böhm in den 1960er Jahren durch serielle, visuell veränderliche Reliefs, kinetische Magnetobjekte und durch didaktische Raumstrukturen. Sein Werk verwies mit geometrischer Konstruktion in mathematischer Strenge auf die Tradition der konkreten Kunst. Er verwendete industriell vorfabrizierte Materialien wie Stahlträger, Plexiglas, MDF oder Bodensteine, die er zu modularen Strukturen zusammenführte. Seit dieser Zeit waren seine Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa und den USA zu sehen.

In den Jahren 1969 bis 1970 unterrichtete Böhm als Gastlehrer an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel; ab 1970 dozierte er an der Werkkunstschule in Dortmund. 1973 wurde er an der Fachhochschule Dortmund zum Professor berufen. Im folgenden Jahr, 1974, trat er dem Westdeutschen Künstlerbund bei. 1975 erhielt Böhm den Kunstpreis der Stadt Gelsenkirchen. Ab 1977 war er Mitglied im Deutschen Künstlerbund. 1987 erhielt er ein Reisestipendium der Hand Hollow Foundation, East Chatham, New York. Weiter wurde er Gast des Resident Artists Program der Djerassi Foundation, Woodside, Kalifornien sowie Gast des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, Villa Waldbertha, Feldafing, Oberbayern.

Im Jahr 1990 erhielt er in Zürich den Camille Graeser-Preis. Ab 1992 war Böhm Mitglied des International Artists´Board des Artists´ Museum, Lodz. 1994 wurde Böhm Mitglied des Internationalen Künstler Gremiums (IKG). Ab Mitte der 1990er Jahre entstanden Werke aus Stahlträgern. Die Oberflächen spielen dabei eine wesentliche Rolle, besonders der matte Glanz der geölten Stahlträger wurde von einer spezifischen Weichheit, die das Scharfkantige der Kompositionen bricht. Sowohl seine geschlossenen als auch seine offenen Skulpturen wurden trotz des schweren Materials leicht und raumergreifend.

Im Jahr 2002 erhielt Hartmut Böhm das Projektstipendium der Stiftung Kunstfonds. 2005 war er mit einer Sonderschau im Berliner Kunstsalon vertreten.

Der Künstler lebt und arbeitet in Lünen und Berlin.

NameHartmut Böhm

Geboren am01.01.1938

GeburtsortKassel (D).