Biografie

Haile Selassie I.

NameHaile Selassie I.

AliasRas Tafari Makonnen

Geboren am23.07.1892

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortEjersa Goro (Harar, Äthiopien)

Verstorben am27.08.1975

TodesortAddis Abeba

Haile Selassie I.

Der äthiopische Gouverneurssohn stellte als Haile Selassie I. von 1930 bis 1936 sowie von 1941 bis 1974 den letzten Kaiser Äthiopiens. Ras Tafari Makonnen avancierte ab den 1930er Jahren auf Jamaika zur symbolischen Leitfigur der religiösen Rastafari-Bewegung, als welche er die in aller Welt verstreuten und unterdrückten Nachkommen der afrikanischen Sklaven nach Afrika zurückführen sollte. In der innenpolitischen Praxis entfaltete der absolutistische Kaiser allerdings kaum Charisma, so dass Selassie 1974 durch Revolution und Putsch aus der Macht gedrängt wurde...
Haile Selassie wurde am 23. Juli 1892 in Ejersa Goro in der äthiopischen Provinz Harar geboren.

Sein Vater war der Gouverneur (Ras) der Provinz. Selassi wuchs dort unter seinem ursprünglichen Namen Ras Tafari Makonnen auf. Nach dem Tod des äthiopischen Kaisers Menelik II. kam dessen Thronfolger Lijj Issayu als Jesus V. an der Macht, der eine islamfreundliche Politik praktizierte. Dies stieß auf den Widerstand der christlich-orthodoxen Adelselite in Äthiopien, die einen Putsch gegen den Machthaber organisierte. Im Zuge dieser politischen Umwälzungen wurde Tafari Makonnen 1930 unter dem Titel Haile Selassie I. zum neuen Kaiser Äthiopiens erhoben.

Während des italienisch-äthiopischen Krieges von 1935 bis 1941 leitete Selassie vom englischen Exil aus den Widerstand gegen das faschistische Italien. Mit britischer Unterstützung gelang ihm der Sieg, worauf er 1941 nach Äthiopien zurückkehrte. Haile Selassie I. wurde zur symbolischen Leitfigur der Rastafari-Bewegung, die sich nach seinem ursprünglichen Namen benannte und in den 1930er Jahren auf Jamaika gegründet wurde. Die religiöse Bewegung wurde von Marcus Mosiah Garvey (1887-1940) ins Leben gerufen und fand vor allem unter den städtischen Unterschichten ihre Anhänger.

Die Rastafari verehrten Haile Selassie I. als zurückgekehrten Messias. Er sollte die Schwarzen in aller Welt, wo sie als Nachkommen der Sklaven ein Dasein in Armut und Unterdrückung fristeten, nach Afrika zurückführen. Selassie berief sich selbst auf die biblische Abstammungslinie des ersten äthiopischen Kaisers Menelik I., der ein Nachkomme des israelitischen Königs Salomo gewesen sein soll - ohne dass Ras Tafari Makonnen mit dem Herrschergeschlecht der Menelik verwandt gewesen wäre. Neben dieser symbolisch-religiösen Ausstrahlung der Persönlichkeit Haile Selassies entfaltete der äthiopische Kaiser im Bereich der politischen Praxis geringeres Charisma.

Zwar sorgte er nach seiner Rückkehr ab 1941 für die Durchführung von Wirtschaftsreformen und für die Modernisierung des ostafrikanischen Landes. Auf politischer Ebene hielt er jedoch an seinem absolutistischen Machtanspruch fest, der keine politische Opposition zuließ. Gegen die separatistischen Bestrebungen der autonomen Region Eritrea entfesselte er eine zentralistische Integrationspolitik. 1954 war Haile Selassie das erste ausländische Staatsoberhaupt überhaupt, das der jungen Bundesrepublik Deutschland einen Staatsbesuch abstattete.

Im Jahr 1960 unternahm Selassies eigener Sohn, Kronprinz Asfa Wossen, einen Putschversuch gegen ihn, um sich als Amha Selassie I. an die Macht zu bringen. 1973 folgte der Putschversuch seines Enkels Iskander Desta. Die innenpolitischen Spannungen und die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Machtpolitik Selassies lösten schließlich 1974 eine Revolution aus, in deren Verlauf der äthiopische Kaiser am 12. September 1974 durch einen Militärputsch zur Abdankung gezwungen wurde.

Haile Selassie starb am 27. August 1975 unter ungeklärten Umständen im Arrest.

NameHaile Selassie I.

AliasRas Tafari Makonnen

Geboren am23.07.1892

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortEjersa Goro (Harar, Äthiopien)

Verstorben am27.08.1975

TodesortAddis Abeba

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