Biografie

Gabriele Salvatores

Der Sohn eines italienischen Anwaltes und Aktivist von "Lotta continua" schlug im unruhigen Mailand der Studentenproteste 1968-1972 die Schauspielerkarriere ein. Nach einem Jahrzehnt beim Mailänder Teatro dell'Elfo wandte sich Gabriele Salvatores um die Mitte der 1980er Jahre dem Film zu. Dem italienischen Kinopublikum wurde der Regisseur durch Filme wie "Marrakech Express" (1989), "Sud" (1993) und "Io non ho paura" (2003) bekannt. Im internationalen Film machte sich Salvatores durch den Oscar gekrönten Streifen "Mediterraneo" (1991) einen Namen ...
Gabriele Salvatores wurde am 30. Juli 1950 in Neapel als Sohn eines Rechtsanwaltes geboren. Bald darauf wechselte die Familie nach Mailand.

Salvatores besuchte in der lombardischen Metropole die Schule. Bereits dort begann er, Theater zu spielen. Nach dem Abitur schrieb sich Salvatores 1968 an der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Mailand ein. Danach studierte er an der Accademia d'arte drammatica, einer Schauspielschule des Piccolo Teatro di Milano. Die Ausbildung schloss er mit dem Diplom ab. Es war die Zeit der Studentenproteste, die in Mailand im Umfeld der linksradikalen Bewegung "Lotta continua" besonders massiv ausfielen. Salvatores nahm aktiv daran teil und engagierte sich im neu entstehenden proletarischen Straßentheater.

Im Jahr 1972 war Salvatores unter den Mitbegründern des Teatro dell'Elfo in Mailand. In den folgenden 10 Jahren spielte er für dieses Theater, für das er 21 Aufführungen inszenierte. Ein besonderer Erfolg wurde das Musical, das Salvatores aus William Shakespeares "Sogno di una notte di mezza estate" in Szene setzte. Unter demselben Titel drehte er 1983 seinen ersten Spielfilm, der in Venedig einen Preis erhielt. Einem größeren italienischen Kinopublikum wurde Salvatores vor allem durch die Komödien "Marrakech Express" (1989) und "Turné" (1990) bekannt, die seine eigenen politischen und sozialen Erfahrungen thematisierten.

Im internationalen Film machte sich der Regisseur mit "Mediterraneo" (1991) einen Namen. Der tragikomische Film erhielt einen Oscar als bester ausländischer Beitrag und schildert vor dem Hintergrund der italienischen Militärbesatzung auf einer griechischen Insel während des Zweiten Weltkriegs die Annäherung zwischen Besatzern und Einheimischen. In Italien und Lateinamerika ist Salvatores nächster Film "Puerto Escondido" (1992) angesiedelt. Mit "Sud" (1993) legte der Regisseur schließlich eine einfühlsame Studie über den italienischen Süden, seine eigentliche Heimat, vor.

Die folgenden Filme "Nirvana" (1997), "Denti" (2000) und "Amnesia" (2001) wurden hauptsächlich im italienischen Kino bekannt. Die italienische Fernsehausstrahlung von Salvatores Film "Io non ho paura" (2003) war im April 2005 ein voller Erfolg: 35% der Zuschauer sahen den Film. Im Mai 2005 legte Salvatores "Quo vadis, baby?" vor, die Verfilmung eines Romans von Grazia Verasani, in der sich eine weibliche Hauptdarstellerin auf die Suche nach ihrer Schwester begibt.
2005:
Quo vadis, baby?

2003:
Io non ho paura

2001:
Amnesia

2000:
Denti

1997:
Nirvana

1993:
Sud

1992:
Puerto Escondido

1991:
Mediterraneo

1990:
Turné

1989:
Marrakech Express

1987:
Kamikazen

1983:
Sogno di una notte di mezza estate

NameGabriele Salvatores

Geboren am30.07.1950

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortNeapel (I).