Biografie

Fritz Sennheiser

NameFritz Sennheiser

Geboren am09.05.1912

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am17.05.2010

TodesortWedemark (D).

Fritz Sennheiser

Der deutsche Wissenschaftler, Elektroingenieur und Unternehmer hat sich weltweit einen Namen gemacht als Hersteller hochwertiger elektroakustischer Produkte, die als ingenieurtechnische Meisterwerke gelten. Prof. Dr. Fritz Sennheiser leistete vor allem Pionierarbeit im Bau von Geräten zur akustischen Aufnahme, Übertragung und Klangwiedergabe. Er entwickelte unter anderem die ersten Richtmikrofone für Film und Fernsehen, das erste zuverlässig funktionierende Funkmikrofon für Live-Sendungen und Bühnenauftritte, das erste Babyfon, den ersten Anrufbeantworter und die erste Stereoanlage mit Aktivlautsprechern. Die Produkte von Sennheiser electronic GmbH & Co. KG fanden so weltweit Anwendung, unter anderem am Broadway oder in Hollywoods Filmstudios...
Fritz Sennheiser wurde am 9. Mai 1912 in Berlin geboren.

Sennheiser besuchte das Gymnasium, das er 1932 mit dem Abitur abschloss. Er interessierte sich schon früh für die neue Radiotechnik seiner Zeit und bastelte sich aus einfachem Material einen eigenen Empfänger. Er begann an der Technischen Universität Berlin Elektrotechnik mit Schwerpunkt Nachrichtentechnik zu studieren, das er am Heinrich-Hertz-Institut für Schwingungsforschung abschloss. Er entschloss sich für eine wissenschaftliche Karriere und baute ab 1938 zusammen mit dem deutschen Physiker Oskar Vierling das Institut für Hochfrequenztechnik und Elektroakustik an der Technischen Hochschule Hannover auf. Nach Ausbruch des Zweites Weltkriegs arbeitete er, beauftragt vom Heereswaffenamt, an der Ver- und Entschlüsselung gefunkter Nachrichten. 1943 wurde das Institut ausgebombt, Sennheiser fand in Wennebostel, einem kleinen Dorf im Norden Hannovers, einen neuen Institutsplatz.

Ab Juni 1945 wurde aus dem Hochschulinstitut Sennheimers "Labor W", ein privates Unternehmen. Das "W" stand für den Standort Wennebostel. Zu den ersten Kunden zählte der Hersteller Siemens, der den Bau eines Röhrenvoltmeters in Auftrag gab. Ein Jahr später baute "Labor W" das Mikrofon DM 1. Im Jahr 1947 entwickelten die Ingenieure das erste eigene Mikrofon, das DM 2 – ein hochwertiges Gerät. Überhaupt standen Qualität und hohe Ingenieurkunst von Anfang an für den Namen Sennheiser als Produzent elektroakustischer Produkte – was auch bis heute so geblieben ist. Am 17. Dezember 1947 wurde "Labor W" als Rundfunkmechanikerbetrieb in die Handwerksrolle eingetragen. 1955 war das Unternehmen auf 250 Mitarbeiter angewachsen, und im selben Jahr startete der Bau einer neuen Werksunterkunft. Drei Jahre später firmierte "Labor W" in "Sennheiser electronic" GmbH & Co. KG um.

Ab 1. März 1976 übernahm Sohn Jörg Sennheiser, promovierter Ingenieur, die Aufgabe der technischen Leitung im Familienunternehmen. Am 9. Mai 1982 übergab Fritz Sennheiser die Leitung des Unternehmens an seinen Sohn Jörg. Der Gründer zog sich auf den Posten des Kommanditisten zurück und war beratend tätig. Längst hat sich das Unternehmen zu einem der ersten Global Player unter den Produzenten elektroakustischer Geräte entwickelt. Zur Sennheiser-Gruppe zählen Unternehmen wie der Lautsprecher-Spezialist Klein & Hummel oder der Spezialist für Studiomikrofone Georg Neumann GmbH. Für Sennheiser arbeiten indes mehr als 2.000 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von rund 385 Millionen Euro erwirtschaften.

Zu den herausragenden Entwicklungen und Pionierleistungen von Sennheiser, die sich zum Teil zu echten technischen Klassikern entwickelten, zählen unter anderem: das erste Kompensationsmikrofon DM 4 (1949), der erste Misch- und Vorverstärker (1950), das Reportermikrofon MD 21 (1953), das erste Interferenz-Richtrohrmikrofon MD 82 für Film und Fernsehen (1956), das erste drahtlose Mikrofon, der Mikrofonklassiker MD 421 (1960), das erste Hochfrequenz-Kondensatormikrofon als Start der erfolgreichen MKH-Serie (1961) und das erste HIFI-System "Philharmonic" mit Aktivlautsprechern (1965). Weitere bedeutende Entwicklungen waren das Supernieren-Mikrofon mit umschaltbarer Impedanz (1966), der weltweit erste offene Kopfhörer HD 44 (1968), das erste dauerpolarisierte Kondensatormikrofon (1972), Tonübertragung mittels Infrarottechnik (1975) oder der erste Multikanal-Rackempfänger für professionellen Einsatz (1978).

Nach dem Rückzug von Fritz Sennheiser aus dem aktuellen Tagesgeschäft war das Unternehmen weiterhin auf der technischen Erfolgsspur und entwickelte ebenso innovative Produkte wie zum Beispiel das kleinste Studioansteckmikrofon MKE 2 (1983), das erste Headset (1987), den ersten Funkkopfhörer RS 5 (1995), den ersten komplett drahtlosen Kopfhörer MX W1 als Weltneuheit (2008) oder 2009 den High-End-Kopfhörer HD 800 für anspruchsvolle Klangliebhaber. Im Jahr 1987 prämierte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences Sennheiser für die Entwicklung des Richtrohrmikrofons MKH 816 mit dem Academy Award. Es folgten weitere Prämierungen für technische Leistungen und Pionierarbeiten von Sennheiser wie zum Beispiel der Innovationspreis der deutschen Wirtschaft 1998. 2002 erhielt Sennheiser für sein Lebenswerk von der Audio Engineering Society die Goldmedaille.

Zwei Jahre später ehrte das Deutsche Institut für Erfindungswesen e.V. den Unternehmer für seine ausgeklügelten Erfindungen und unternehmerischen Erfolge mit der Dieselmedaille.

Prof. Dr. Fritz Sennheiser starb am 17. Mai 2010 in Wedemark nahe Hannover im Alter von 98 Jahren.

NameFritz Sennheiser

Geboren am09.05.1912

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am17.05.2010

TodesortWedemark (D).

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