Biografie

Friedrich Arnold Brockhaus

NameFriedrich Arnold Brockhaus

Geboren am04.05.1772

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortDortmund (D).

Verstorben am23.08.1823

TodesortLeipzig (D).

Friedrich Arnold Brockhaus

Der deutsche Unternehmer zählt zu den großen Verlegerpersönlichkeiten seines Jahrtausends. Mit der Enzyklopädie "Brockhaus" schuf er das bedeutendste Nachschlagewerk deutscher Sprache, das sich im Laufe seiner Geschichte zum zentralen Träger des Wissens unserer Gesellschaft entwickelte. Friedrich Arnold Brockhaus gründete mit dem Verlagshaus "F.A. Brockhaus" zugleich einen der ältesten heute noch existierenden Verlage in Europa. Dem vielseitig gebildeten Verleger, der selbst großer Verehrer des Wissens war, gelang es nicht nur das Projekt der Wissensarchivierung durch die besten Autoren seiner Zeit zu realisieren, sondern das Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich aufzustellen, das bis heute Tausende Arbeitsplätze sichert...
Friedrich Arnold Brockhaus wurde am 4. Mai 1772 in Dortmund als Sohn des Ratsherrn Johann Heinrich Brockhaus geboren.

Sein Vater unterhielt eine Materialwarenhandlung, in dem sich Friedrich Brockhaus während seiner Gymnasialzeit verdienen musste, um Kenntnisse für das Geschäft zu entwickeln, das er später übernehmen sollte. Bereits als Jugendlicher wurde Brockhaus im Dienste des väterlichen Geschäfts auf Auktionen geschickt, um Bücher zu erstehen. Friedrich Brockhaus reiste von 1788 bis 1793 nach Düsseldorf, um in einer großen Firma seine Ausbildung zu vollenden. Während seiner Lehr- und Arbeitsjahre in Düsseldorf fand Brockhaus seine Liebe für die Literatur und die Wissenschaft. Sein Gefühl, eine nur mangelhafte Ausbildung genossen zu haben, wurde mit der Kenntnis von neuem Wissen permanent verstärkt.

So stimme der Vater seinem dringenden Bitten zu und gestattete einen einjährigen Studienaufenthalt in Leipzig zur Verbesserung der Allgemeinbildung des Sohnes. Nach seiner Studienzeit kehrte Brockhaus 1795 nach Dortmund zurück und gründete mit zwei Partnern eine eigene Handlung mit "englischen Manufakturen". 1798 heiratete er Sophie Wilhelmine Arnoldine Beurhaus, eine Patriziertochter aus Dortmund. In Folge eines Zerwürfnisses mit seinen Partnern verlegte Brockhaus 1801 die Firma nach Arnheim und später nach Amsterdam, auch da Holland den Hauptabsatzmarkt für seine englische Ware darstellte. Die napoleonische Kontinentalsperre verhinderte allerdings eine erfolgreiche Weiterführung des Geschäfts.

Daraufhin gründete Brockhaus 1805 mit dem Buchhändler J. G. Rohloff die Sortiments- und Verlagsbuchhandlung "Rohloff & Co". Rohloff lieh allerdings nur seinen Namen, denn als Deutscher konnte Friedrich Brockhaus nicht Mitglied der Amsterdamer Buchhändlergilde werden. So wurde einer der bekanntesten deutschen Verlage im Ausland und von einem Tuchhändler gegründet. Nach anfänglichen Erfolgen stellten sich in Holland von 1809 bis 1811 glücklose Jahre ein. Seine Frau Sophie war 1809 im Kindbett gestorben. Brockhaus sah sich veranlasst, seine sieben Kinder bei verschiedenen Verwandten unterzubringen, um sich seinen Geschäften widmen zu können. Darauf verlegte er seine Firma wieder nach Deutschland und ließ sich in Altenburg nieder, wo er 1811 auch die Verlagsbuchhandlung "F. A. Brockhaus" gründete.

Im Winter 1812 heiratete Brockhaus die Altenburgerin Jeannette von Zschock. Gemeinsam wurden sie nochmals Eltern von vier Kindern. Jedoch wurde diese Ehe bereits 1821 geschieden. Das wiederermöglichte Zusammenleben von Vater und Kindern aus erster Ehe führte dazu, dass er nun mit seinen mittlerweile fast erwachsenen Söhnen gemeinsam am Weiterbau des Verlages arbeiteten konnte. Bis 1819 erfolgte die Umarbeitung des "Conversations-Lexikons", welches Brockhaus schon 1808 in sechsbändiger Auflage mit allen Rechten in Leipzig erworben hatte. Die überarbeitete Ausgabe fand großen Anklang, dass Brockhaus, der in den ersten Jahren vor allem wissenschaftliche Verlagstätigkeit betrieb, finanziell unabhängig wurde. Der Unternehmer etablierte im Brockhaus Verlag die sehr erfolgreiche Taschenbuchreihe "Urania".

Weiter gab er von 1812 bis 1814 das später ebenfalls weit verbreitete "Handbuch der deutschen Literatur" heraus. Ab 1818 verlegte er das Hauptwerk des zu jener Zeit noch nahezu unbekannten Philosophen Arthur Schopenhauer. Im selben Jahr erhielt Brockhaus das Leipziger Bürgerrecht, das ihm den Eintritt in die Leipziger Buchhändlergemeinschaft ermöglichte. Damit wurde er einer von damals 121 Verlags- und Sortimentsbuchhändlern in Leipzig. Mit der Übersiedlung der Firma nach Leipzig erfolgte auch der Bau einer eigenen Druckerei. Das Aufkommen des Bedürfnisses nach Wissen innerhalb der Mittelschicht bescherte dem Verleger größte Auflagenzahlen. Da dieses so erlernte Wissen zumeist zur Pflege einer guten Konversation herhalten sollte, wurde Brockhaus "Konversations-Lexikon" namentlich und kulturell zentraler Bestandteil der Gesellschaft.

Überdies avancierte die Enzyklopädie des Brockhaus durch die Archivierung des Wissens der Geschichte und der Zeit zum unverzichtbaren kulturellen Pfeiler. Darüber hinaus entstanden im Brockhaus Verlag, für den bedeutende Autoren, Schriftsteller und Wissenschaftler schrieben, auch zahlreiche Sachbücher und Biografien. Zu umfangreichen Werken zählten zu Zeiten von Ferdinand Brockhaus 1821 die "Memoiren Casanovas", die Ausgangspunkt einer umfangreichen Casanova-Literatur im Brockhaus-Verlag wurde und ein spezielles Casanova-Archiv anlegte.

Friedrich Arnold Brockhaus starb am 23. August 1832 in Leipzig.

NameFriedrich Arnold Brockhaus

Geboren am04.05.1772

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortDortmund (D).

Verstorben am23.08.1823

TodesortLeipzig (D).

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