Biografie

Epikur von Samos

Der griechische Philosoph war der Gründer der Philosophenschule "Kepos". Darin lehrte Epikur von Samos weniger die Ethik als vielmehr die Lebensführung in der Praxis. Seine Naturlehre ist hauptsächlich geprägt von der demokritischen Atomistik. Die Welt entsteht nach ihm aus der Verbindung und Trennung der Atome. Die Götter nehmen keinen Einfluss auf das Geschehen und den Menschen. In der Naturerkenntnis sah Epikur einen Schlüssel zur menschlichen Glückseligkeit. Die geistige Lust ist gegenüber der Sinnenlust von höherer Beständigkeit. Er forderte, die Triebe in Übereinstimmung mit der Lust zu bringen. Epikurs Lebensmotto war die Zurückgezogenheit...
Epikur von Samos wurde in der Zeit um 342/341 vor Christus als Sohn des Atheners Neokles auf der griechischen Insel Samos geboren.

Epikur von Samos wuchs in armen Familienverhältnissen auf. Er besuchte die Schule, in der er in Philosophie unterrichtet wurde. Schon in dieser Zeit machte ihn das Fach neugierig und er beschloss, sich damit näher zu befassen. Er war unter anderem ein Schüler des Platonikers Pamphilos. Dann begab sich Epikur nach Teos in Kleinasien. Dort wurde er von Nausiphanes, einem Anhänger Demokrits, in Ethik, Logik und Atomlehre unterrichtet. Mit 18 Jahren leistete er zwei Jahre lang seine Epheben-Zeit ab, eine Art höhere Schule mit Militärdienst. Nach dem Tod Alexanders des Großen im Jahr 323 vor Christus standen die Athener gegen die makedonischen Besetzer auf. Doch der Befreiungsversuch wurde niedergeschlagen.

Als Folge wurde auch der Vater von Epikur von der athenischen Kolonie Samos vertrieben. Er zog sich ins kleinasiatische Kolophon bei Ephesos zurück. 322 vor Christus stieß dann Epikur dort auf seine Eltern. In den folgenden zehn Jahren widmete er sich intensiv den philosophischen Studien als Voraussetzung zur Entstehung seiner eigenen Lehre. In den Jahren 310 und 303 wirkte er als Philosophie-Lehrer in Mytilene auf der Insel Lesbos und dann in Lempsakos am Helespont. Dort blieb er einige Zeit und fand Anhänger seines philosophischen Systems. 306 siedelte er nach Athen über. Dort eröffnete er seine eigene Philosophen-Schule namens "Kepos", was soviel bedeutet wie der Garten. Er gab der Einrichtung diesen Namen, da er in Athen einen Garten erworben hatte.

Epikur blieb rund vierzig Jahre das geistige Haupt seine Schule. Als Philosoph konzentrierte sich Epikur eher der praktischen Lebensgestaltung als der Ethik. In der Naturlehre diente nach ihm die Logik der Physik. Er folgte in seinen Naturansichten der Schule Demokrits, demzufolge sich die Welten aus sich selbst in unendlicher Anzahl formieren. Die Entstehungen der Welten erklärte er als eine ständige Verbindung und Trennung von Atomen. Außerhalb der Atome besteht nichts als der leere Raum. Zwischen den Welten existieren Zwischenräume, sogenannte Intermundien, die sich die Götter als ewige Wohnstätten gewählt haben. Sie greifen nicht in das Weltgeschehen oder in das Tun der Menschen ein. Epikur erkannte die Seelen ebenfalls aus sehr beweglichen und runden Atomen, die zudem die Eigenschaften der Leichte und Ründe besitzen.

Für Epikur bezweckte und begründete die Kenntnis von der Natur die Glückseligkeit des Menschen. Sie bewahrte ihn vor Aberglaube, religiösen Lehren und der Angst vor dem Tod. Die Lust nannte er das Wesen der Glückseligkeit und meinte dabei sowohl die geistige als auch sinnliche Lust. Die sinnliche Lust war für ihn weniger nachhaltig als die Geisteslust, da sie anfälliger gegenüber Störungen von außen sei; dennoch beurteilte er beide Lustarten positiv. Die Vernunft war für Epikur ein Geschenk der Götter. Ihr kommt die Aufgabe zu, die menschlichen Triebe in die Übereinstimmung mit der Lust zu kanalisieren. Das Ziel der Vernunftaktion sind nach dem Philosophen Gemütsruhe und das Fehlen der Leidenschaft als Erfüllung der wahren Frömmigkeit. Gegenüber der Kirche und dem Staat empfahl Epikur seinen Schülern ein zurückhaltendes Auftreten.

Dahingehend war das Motto seiner ethischen Philosophie die Zurückgezogenheit des Lebens. Seine Lehre enthält die drei Teile Kanonik, Physik und Ethik. Die Sinneswahrnehmung ist ihm ein Mittel zur Wahrheit, dagegen verneinte er die angeborenen Ideen. Als Quelle des Wissens bestimmte Epikur die Empfindungen. Als Quelle der Fehler bezeichnete er die mittelbaren Urteilsschlüsse. Epikur war Nominalist, so dass er nur die Einzeldinge anerkannte und dagegen das Allgemeine in den Dingen leugnete. Er soll rund 300 Schriften verfasst haben, von denen nur noch Fragmente erhalten geblieben sind.

Epikur starb um das Jahr 271/270 in Athen.

NameEpikur von Samos

Geboren am01.01.0342

GeburtsortSamos

Verstorben am01.01.0271

TodesortAthen

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