Biografie

Egon Schiele

NameEgon Schiele

Geboren am12.06.1890

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortTulln a.d. Donau (A).

Verstorben am31.10.1918

TodesortWien (A).

Egon Schiele

Der österreichische Maler und Zeichner zählt neben Oskar Kokoschka zu den bedeutendsten Künstlern der Wiener Moderne und des Expressionismus. Er entzog sich dem Einfluss des Jugendstils sowie den symbolhaften Elementen der Wiener Session und schuf ein Werk aus expressiven und realistischen Komponenten. Zunächst stießen seine Bilder mit ihren Darstellungen hässlicher, morbider Akte auf vehemente Ablehnung. Das erotische Element wurde dabei überlagert von einer tragischen und schicksalhaften Charakteristik. Egon Schiele führte seine Bilder in einer präzisen Linienführung aus, verbunden mit einer ornamentalen Flächigkeit...
Egon Schiele wurde am 12. Juni 1890 in Tulln an der Donau als Sohn eines Bahnbeamten geboren.

Schiele studierte in den Jahren von 1906 bis 1909 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Zunächst ließ er sich von der impressionistischen Strömung anregen. 1907 machte er die Bekanntschaft seines Landsmanns, des Zeichners und Malers Gustav Klimt. Dessen Werk beeinflusste ihn maßgeblich in seinem künstlerischen Werdegang. In den Jahren von 1908 bis 1910 fand Schiele dann auch zu einer Ausdruckssprache im Jugendstil, die geprägt war vom quadratischen Bildformat. 1909 gründete er die "Neukunst-Gruppe". Schieles Hauptwerke lassen sich einen Zeitraum ab dem Jahr 1910 einordnen. Sie sind gekennzeichnet von einer individuellen Formendarstellung.

Schieles avantgardistischer Stil war deutlich entfernt angesiedelt von der akademischen Malerei und der traditionellen Ästhetik mit ihren expressiven Selbst- und meisterhaften Aktbildnissen. Seine Bilder riefen bewusste Schockwirkungen hervor, die sich auf hässliche, obszöne und verfremdete Darstellungen gründeten. In dieser Weise entstand beispielsweise im Jahr 1910 das Gemälde mit dem Titel "Aktselbstbildnis". Die Abweichung von der konventionalisierten Ästhetik machte sich besonders in der gezeigten Sexualität seiner Figuren bemerkbar. Schieles Körper entsprachen und entsprechen nicht den Idealvorstellungen menschlicher Formen, sondern machten Furore durch ihre übertriebene Hässlichkeit.

Der Körper als Objekt der Sexualität war in dieser Zeit gleichfalls ein Thema des österreichischen Psychoanalytikers Sigmund Freud und des österreichischen Schriftstellers Otto Weininger. Die Werke von Egon Schiele aus dieser Zeit sind geprägt von Farbflächen, die er mit viel Kontrast zusammenstellte, und einer gotischen Strichführung. Wegen seiner Darstellungen verbrachte Egon Schiele im Jahr 1911 fast einen Monat im Gefängnis in Neulengbach mit der Begründung seiner "unmoralischen Zeichnungen". 1912 nahm er an der "Sonderbund-Ausstellung" in Köln teil. Im Jahr darauf schloss er sich als Mitglied dem "Bund Österreichischer Künstler" an. Seine Werke wurde in dieser Zeit unter anderem im Museum Folkwang in Hagen präsentiert.

Egon Schiele schrieb darüber hinaus kunsttheoretische und andere Beiträge. So veröffentlichte er in der Zeitschrift "Aktion", einem Berliner Blatt der Expressionisten, seine Artikel über Zeichnungen und auch über Prosa. 1915 musste er seinen Militärdienst leisten. In dieser Zeit fertigte er Bilder von russischen Kriegsgefangenen, die in einem Lager in Niederösterreich gelandet waren. Sein Alterswerk ab dem Jahr 1915 weist nochmals eine Entwicklungsperiode auf. Schieles Farbschema verlor seinen Reichtum an Kontrast und richtete sich nach einem Grundton aus. Seine Linienführung erhielt einen dynamisch-raumgreifenden, barocken Ausdruck.

Im Jahr 1918, kurz vor seinem Tod, erlebte der Künstler die gewünschte Anerkennung seiner Werke und den internationalen Durchbruch. In diesem Jahr beteiligte er sich mit insgesamt 19 seiner Werke an einer Ausstellung der Wiener Sezession. Dort wurden seine Ölgemälde gefeiert, und Schiele stieg zum renommierten Avantgardisten Österreichs auf. Seine Werke offenbaren einen allegorischen Charakter, die symbolisch-religiösen Inhalte waren überhöht. Schieles künstlerische Bedeutung bezog sich eher auf seine Zeichenkunst. Zusammen mit dem österreichischen Maler, Grafiker und Dichter Oskar Kokoschka gehört er zu den Wiener Wegbereitern des Expressionismus.

Sein Gesamtwerk umfasst 245 Gemälde und rund 2.000 Zeichnungen, Gouachen und Aquarelle.

Egon Schiele starb am 31. Oktober 1918 in Hietzing bei Wien wie seine Frau an der Spanischen Grippe.

NameEgon Schiele

Geboren am12.06.1890

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortTulln a.d. Donau (A).

Verstorben am31.10.1918

TodesortWien (A).

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