Biografie

Eduard Mörike

NameEduard Mörike

Geboren am08.09.1804

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortLudwigsburg (D).

Verstorben am04.06.1875

TodesortStuttgart (D).

Eduard Mörike

Der deutsche Dichter, Erzähler und Übersetzer bewegte sich in seinem Schaffen zwischen Romantik und Realismus, wobei sich seine literarischen Bezugspunkte zwischen Goethe, der Romantik und der Antike ausmachen lassen. In seinem Realismus verarbeitete Mörike psychologische Motivierungen des Geschehens. Sein lyrisches Werk umfasst archaisch-volkstümliche Lieder, Balladen, Sonette und Gedichte. Mörikes Höhepunkt seiner Märchen- und Novellenkunst stellt eine Mozartnovelle dar. Die Musikalität der mörikeschen Sprache regte Komponisten wie Schumann zur Vertonung an. Sein einziger Roman titelt mit "Maler Nolte" (1832)...
Eduard Mörike wurde am 8. September 1804 als Sohn eines Amtsarztes und einer Pfarrerstochter in Ludwigsburg geboren.

Mörike war zunächst Schüler auf dem Gymnasium in seiner Heimatstadt Ludwigsburg. Nachdem sein Vater im Jahr 1817 gestorben war, absolvierte er das Gymnasium illustre in Stuttgart. Nach dem Schulabschluss studierte er – wie üblich in dieser Zeit – Theologie. Zunächst besuchte er in den Jahren von 1818 bis 1822 das niedere theologische Seminar Urach, in der Zeit von 1822 bis 1826 studierte Mörike im Tübinger Stift. 1823 traf er in Ludwigsburg Maria Meyer, die seine einzige große Liebe seines Lebens blieb. Eingang fand sie in Mörikes Werken als Zigeunerin Elisabeth in seinem im Jahr 1832 verfassten einzigen Roman mit dem Titel "Maler Nolten" sowie in den "Pelegrina"-Gedichten.

Nach seinem Studienabschluss hatte Eduard Mörike in verschiedenen Gemeinden die Stelle als Vikar und Pfarrverweser inne. 1829 lernte er in Plattenhardt Luise Rau kennen, mit der er sich verlobte; später löste Mörike diese Verbindung wieder. 1834 trat er eine Pfarrstelle in Cleversulzbach bei Heilbronn an. Dort bezog er mit Mutter und Schwester Klara das Pfarrhaus. Aus Krankheitsgründen wurde Eduard Mörike im Jahr 1843 pensioniert. Das Ausscheiden aus dem Pfarrdienst, den er als lästig empfand, kam ihm gelegen. Ab dieser Zeit konnte er sich verstärkt auf die Schriftstellerei konzentrieren. Er zog mit seiner Schwester zunächst nach Schwäbisch Hall. In der Zeit von 1844 bis 1851 hatte er seinen Wohnsitz in Bad Mergentheim. 1851 ehelichte er die Freundin seiner Schwester, Margarethe Speeth. Alle drei siedelten nach Stuttgart über.

Dort am Katharinenstift gab Mörike zeitweise Unterricht im Fach Literatur. Mittlerweile hatte sich Eduard Mörike als Schriftsteller etabliert. 1852 wurde ihm in Tübingen die Ehrendoktorwürde verliehen, im Jahr 1856 wurde er zum Professor berufen. 1867 verließ er Stuttgart und siedelte nach Lorch über, von dort zog es ihn zwei Jahre später nach Nürtingen bis er im Jahr 1871 wieder nach Stuttgart zurückkehrte. In seinem literarischen Schaffen bewegte sich Eduard Mörike zwischen Romantik und Realismus, wobei er sich hauptsächlich auf Goethes Werke, die Romantik-Auffassung und die antike Literatur bezog. Sein einziges Romanwerk mit dem Titel "Maler Nolten" knüpft an den Künstlerroman der Romantik an. Mörike selbst bezeichnete das Werk als Novelle.

Später schuf er eine weitere Fassung davon, die aber unvollendet blieb; darin motivierte er das Geschehen psychologisch und orientierte sich somit an einen literarischen Realismus. Das Romanwerk zeichnet sich dadurch aus, dass die darin eingefügten Gedichte das Geschehen in symbolhafter Weise ausdeuten; dadurch steht es in der Linie einer Romanpoetik der Romantik. Seine lyrischen Werke umfassen archaisch-volkstümliche Lieder, Balladen, Sonette und Gedichte im antikisierenden Format. Dass sich Mörikes Kunstschaffen auch der Geselligkeit widmete, zeigen seine zahlreichen Gelegenheitsgedichte. In seinem Dinggedicht "Auf eine Lampe" verwendet Mörike antike Versmaße, mit denen er eine Objektivierung und Distanzierung anzeigt. Zudem gelangen ihm bedeutende Übersetzungen antiker Literatur.

Eduard Mörikes Märchen- und Novellenschaffen fand seinen Höhepunkt in den Mozartnovellen. Darin schildert er das Leben des Komponisten Mozart in seiner wechselvollen Geschichte, die von Heiterkeit und Todesahnung zugleich gekennzeichnet ist. Überhaupt ist die Musikalität ein Merkmal von Mörikes Sprache, so dass viele seiner lyrischen Stücke von Komponisten wie Schumann und anderen vertont wurden.

Eduard Mörike starb am 4. Juni 1875 in Stuttgart.

NameEduard Mörike

Geboren am08.09.1804

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortLudwigsburg (D).

Verstorben am04.06.1875

TodesortStuttgart (D).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html