Biografie

Dieter Rampl

Der gelernte Bankkaufmann war von 1968 bis 1987 und von 1994 bis 1998 für die "Vereinsbank", zuletzt in deren Vorstand, tätig. Infolge der Fusion der "Vereinsbank" mit der "Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank" war Dieter Rampl ab 1998 auch im Vorstand der "Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG" (HVB) vertreten. Von Jahresbeginn 2003 stellte er deren Vorstandsvorsitzenden der Bank. 2005 unterstützte er die Fusion der HVB mit der italienischen UniCredit...

Der Deutsche Aktienindex DAX
Dieter Rampl wurde am 5. September 1947 in München geboren.

Rampl absolvierte nach der Schule bei der Münchner Bayerischen Vereinsbank eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Seinen Betriebswirt machte er später in Abendkursen nach. Im Anschluss an seine Ausbildung wechselte er für zwei Jahre nach Genf zur "Société de Banque Suisse". 1968 kehrte er zur Bayerischen Vereinsbank zurück, wo er verschiedene Stationen in Düsseldorf, Frankfurt und New York durchlief. 1983 wechselte er zur Frankfurter BHF-Bank, für die er u. a. in New York das Nordamerika-Geschäft leitete. 1994 kam er wieder zur Vereinsbank zurück und übernahm die Leitung des Regionalbereichs München. Ab 1995 wurde er im Vorstand der Bank tätig.

Im Juli 1997 wurde die Fusion der Vereinsbank mit der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank umgesetzt. Vorstandssprecher der Bank wurde Albrecht Schmidt. Rampl blieb im Vorstand der Großbank und übernahm die Verantwortung für den Bereich des Firmenkundengeschäfts, das er neu ordnete. Die neue "HypoVereinsbank" startete offiziell am 1. September 1998 ihr Geschäft. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender der HypoVereinsbank wurde Kurt F. Viermetz. Rampl gelang es, das Firmenkundengeschäft wieder in die schwarzen Zahlen zu führen. Nach rückläufigen Ertragszahlen für den Gesamtkonzern 2001, kam es 2002 zu einem massiven Einbruch. So lag im dritten Quartal das Betriebsergebnis bei minus 684 Mio. Euro, begleitet von drastischen Kursverlusten der Aktie an der Börse. Vor allem die nochmals stark aufgestockte Kredit-Risikovorsorge musste mehr als verdoppelt werden.

Zu diesem Zeitpunkt wurden erste Diskussion um die Nachfolge des ausscheidenden Vorstandschefs Schmidt und der Ruf nach hartem Durchgreifens lauter. Am 1. Januar 2003 wurde Rampl als Schmidts Nachfolger zum Vorstandsvorsitzenden der Bank berufen. Unmittelbar nach seinem Amtsantritt begann er mit einem weitreichenden Programm zur Umstrukturierung des Konzerns. Im Februar 2003 kündigte die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (HVB) einen weiteren Stellenabbau von voraussichtlich 1.000 Arbeitsplätzen an. Aus dem seit längerem laufenden Programm eines Abbaus von rund 9000 Stellen vielen zusätzliche 1.800 Arbeitsplätze weg. Davon versprach sich der Konzern Einsparungen in Höhe von 90 Mio. Euro. Im Oktober 2003 wurde vermeldet, dass die neue Immobilienbank "Hypo Real Estate", eine Abspaltung der Hypo-Vereinsbank HVB, ihren Börsengang vorbereitet.

Im Mai 2005 wurde bekannt, dass Rampl die Übernahme der HVB durch die italienische UniCredit vorbereite. Der Plan zur größten europäischen Bankenfusion motivierte sich aus Verlusten im Kreditgeschäft, die die HVB aufgrund der Krise im Immobiliensektor zu verzeichnen hatte. Im Juni 2005 gab Rampl die geplante Fusion mit Unicredit bekannt. Neuer Vorsitzender des Vorstandes wurde der deutsche Manager Matthias Graf von Krockow. Rampl wurde Chairman des Verwaltungsrates der Unicredit Group sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Börse München.


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NameDieter Rampl

Geboren am05.09.1947

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortMünchen (D).