Biografie

Dante Alighieri

Der Sohn eines niederen italienischen Stadtadels aus Florenz stieg zu einem der bekanntesten Dichter Italiens auf. Weltbekannt wurde sein Hauptwerk, das Terzinen-Gedicht "Divina Commedia" ("Die Göttliche Komödie"), das den Zustand und das Leben der Seelen nach dem Tod erzählt. Das Werk beeinflusste maßgeblich die europäische Literatur, womit Dante Alighieri zu einem der bedeutendsten Dichter des europäischen Mittelalters avancierte. Da er inmitten von kirchenpolitischen Zwistigkeiten geriet, musste sich Dante jahrelang auf Wanderschaft begeben...
Dante Alighieri wurde als Sohn einer Familie aus dem niederen Stadtadel im Mai 1265 in Florenz geboren.

Alighieri genoss eine sorgfältige künstlerische und wissenschaftliche Ausbildung. Als Zehnjähriger verlor er seine Mutter. Um 1281 starb sein Vater. Einige Jahre später heiratete Dante die Tochter der einflussreichen Familie Donati, Gemma. Aus dieser Verbindungen gingen die vier Kinder Giovanni, Pietro, Jacopo und Antonia hervor. Ab dem Jahr 1287 soll Dante in Bologna studiert haben. Dort machte er die Bekanntschaft der Dichter des neuen Stils wie Guido Guinizelli, Guido Cavalcanti und Cino da Pistoia. Bereits als junger Erwachsener beteiligte er sich 1289 an der Schlacht gegen die Aretiner bei Campaldino, nahe Florenz, die die Niederlage der ghibellinischen Partei und den Sieg der Florentiner mit sich brachte.

Ein Jahr später war er an der Erstürmung der pisanischen Festung Caprona beteiligt. In den beiden Jahren 1292/93 schrieb Dante sein Werk "Vita Nuova" nieder, das von einer Frau mit Namen Beatrice handelt. Er soll ihr in den Jahren 1274 und 1283 zweimal begegnet sein. Der Dichter war auch politisch engagiert und gehörte ab 1295 dem Rat der Hundert an. Im Jahr 1300 war er einer von sechs Prioren, den obersten Stadtregenten von Florenz. Dadurch geriet er in die zeitgenössische kirchenpolitische Schusslinie. Durch seine Heirat in die Familie Donati gehörte Dante zu den Anhängern des Papstes, den "Neri", den schwarzen Guelfen. Aus persönlicher Überzeugung trat er aber aus der päpstlichen Partei aus und wechselte zu den "Weißen" (Bianchi), den Ghibelinen.

Sie vertraten die Ansprüche des Kaisertums gegenüber der päpstlichen Herrschaft von Papst Bonifaz VIII., die auf Florenz ausgedehnt werden sollte. In Florenz gewannen 1301 die "Schwarzen", die Anhänger der päpstlichen Partei, die herrschende Mehrheit, während Dante sich auf einer Reise nach Rom zum Papst befand. Unter dieser Herrschaft litt auch Dante, der im Jahr 1302 wegen staatsfeindlicher Aktivitäten zu einer hohen Geldstrafe verurteilt und von allen öffentlichen Ämtern ausgeschlossen wurde. Außerdem musste er eine zweijährige Verbannung auf sich nehmen und die Androhung des Todes durch Feuer, wenn er dagegen verstößt. Als er die Strafe nicht annahm, wurde er zum Tod verurteilt.

Dante begab sich auf Wanderschaft durch Italien. In dieser Zeit fertigte er sein Hauptwerk, die "Göttliche Komödie" oder im Originaltitel "Divina Commedia", an. Das Gedicht in Terzinen handelt vom Zustand und dem Leben der Seelen nach dem Tod in den drei Reichen. Dementsprechend ist das Werk inhaltlich in drei Abschnitte unterteilt: Hölle als Inferno, Fegefeuer als Purgatio und Paradies als Paradiso. Jeder dieser drei inhaltlichen Abschnitte besteht aus insgesamt 33 Gesängen. Zusammen mit der Einleitung als erstem Gesang macht das Gedicht 100 Gesänge mit 14.230 Versen aus. In der Zeit von 1303 bis 1307 fand er eine Unterkunft bei Bartolomeo della Scala in Verona und beim Markgrafen Malaspina in der Lunigiana.

Dante war auf seiner Flucht auf Gönner angewiesen. In den beiden folgenden Jahren war er Gast der Grafen Guidi im Casentino. Mit dem Italienfeldzug des Kaisers Heinrich VII. im Jahr 1310 hoffte Dante auf das Ende der Streitigkeiten. In dieser Zeit schrieb er sein Werk "Monarchia". Eine Amnestie im Jahr darauf schloss ihn ausdrücklich aus. Mit dem Tod Heinrichs VII. waren auch Dantes Hoffnungen auf ein Ende der Streitigkeiten begraben. Als Dante 1315 eine Begnadigung zurückwies, wurde er erneut verurteilt. Im Jahr darauf begann abermals sein Exil-Dasein. Er soll Zuflucht in Ravenna gefunden haben, dort sollen auch die Arbeiten zum dritten Teil der "Göttlichen Komödie" begonnen worden sein.

Ab dem Jahr 1319 sollen bereits die ersten beiden Teile seines opulenten Gedichtwerkes in Umlauf gewesen sein. Sie haben wesentlich zu seinem Bekanntheitsgrad beigetragen. 1320 begab sich Dante nach Verona, um dort eine Schrift zu einer geografischen Streitfrage vorzulegen. Im Jahr darauf unternahm er eine Venedig-Reise, von der er erkrankt zurückkehrte.

Dante Alighieri starb kurz nach Beendigung seines Hauptwerkes am 14. September 1321 in Ravenna.

NameDante Alighieri

Geboren am01.05.1265

GeburtsortFlorenz (I).

Verstorben am14.09.1321

TodesortRavenna (I).