Biografie

Carl von Ossietzky

NameCarl von Ossietzky

Geboren am03.10.1889

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortHamburg (D).

Verstorben am04.05.1938

TodesortBerlin (D).

Carl von Ossietzky

Der deutsche Journalist, Publizist und Herausgeber wurde berühmt als Herausgeber der Zeitschrift "Die Weltbühne". Dort nahm Carl von Ossietzky kritisch Stellung gegen Militarismus und Nationalsozialismus. Seine mutige Haltung brachte ihn ins Konzentrationslager der Nationalsozialisten. 1936 wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt, dessen Annahme ihm die Nazis verboten. Doch schon in der Weimarer Republik zeichnete er sich als kritischer Gesellschaftsjournalist aus und wanderte für seine Wahrheitsliebe monatelang hinter Gittern...
Carl von Ossietzky wurde als Sohn eines schlesischen Stenographen und einer Geschäftsfrau am 3. Oktober 1889 in Hamburg geboren.

Carl von Ossietzky besuchte in Hamburg die Mittelschule. 1904 brach er seine schulische Ausbildung vor Erreichen der Mittleren Reife ab. In den Jahren von 1907 bis 1914 war er beim Hamburger Amtsgericht als Hilfsschreiber tätig. 1908 wurde er Mitglied in der Demokratischen Vereinigung und in der Deutschen Friedensgesellschaft. Ab dem Jahr 1911 war er als freier Mitarbeiter bei der Zeitschrift "Das freie Volk" beschäftigt. Zwei Jahre später heiratete er die Engländerin Maud Lichfield-Wood. Aus dieser Verbindung ging eine Tochter hervor. Bereits im Jahr 1914 musste Carl von Ossietzky für seine journalistische Wahrheitsliebe bezahlen. Ein Beitrag aus diesem Jahr brachte ihm die Klage wegen Beleidigung der Militärgerichtsbarkeit ein, die verbunden war mit einer Geldstrafe in Höhe von 200 Reichsmark.

Ossietzky leistete in der Zeit von 1916 bis 1918 seinen Kriegsdienst ab. Er war Infanterist an der Westfront. Seine Erlebnisse zur Schlacht von Verdun waren so eindringlich, dass er im Anschluss daran gegen die romantisierende Überhebung und den Fortgang des Ersten Weltkrieges anschrieb. In der Zeit der Novemberrevolution im Jahr 1918 war er für den Hamburger Arbeiter- und Soldatenrat tätig. Im gleichen Jahr verließ Carl von Ossietzky Hamburg und siedelte nach Berlin über. Dort wurde er Generalsekretär der Deutschen Friedensgesellschaft. In dieser Zeit kam auch seine Schrift mit dem Titel "Der Anmarsch der neuen Reformation" heraus. Sie stellt Ossietzkys einziges selbstständiges Werk dar. Darin setzte er sich für ein ziviles und demokratisches Staatsbewusstsein ein, um die Weimarer Republik zu stärken.

Ab dem Jahr 1920 war Carl von Ossietzky Mitarbeiter der sozialdemokratischen "Volks-Zeitung". Im gleichen Jahr begründete er die Friedensbewegung "Nie wieder Krieg!" mit, dabei machte er die Bekanntschaft des Schriftstellers Kurt Tucholsky. In den Jahren von 1922 bis 1924 fungierte Ossietzky bei der "Volks-Zeitung" als verantwortlicher Redakteur. Nachdem er die Republikanische Partei mit anderen ins Leben gerufen hatte, wurde er redaktioneller Mitarbeiter der linksliberalen Zeitung "Das Tagebuch" sowie beim "Montag-Morgen". 1927 wurde von Ossietzky Chefredakteur der Zeitschrift "Die Weltbühne" und damit ein Kollege von Kurt Tucholsky. Durch dieses Medium wurde er einer der wichtigsten Publizisten in der Weimarer Republik. Durch seine Artikel gegen die Wiederaufrüstung handelte er sich mehrere Anklagen ein.

Seine Beiträge richteten sich kritisch gegen parteipolitische Geschehnisse und die Schwächung der Verfassung. 1931 brachte ihm ein Beitrag in der "Weltbühne", in dem er über die geheime Aufrüstung der Reichswehr berichtete, ein spektakuläres Gerichtsurteil von 18 Monaten Gefängnis wegen Hochverrats ein. Einer Weihnachtsamnestie verdankte er seine vorzeitige Entlassung im Dezember 1932. Als im Jahr 1933 die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland übernahmen, entschloss sich Ossietzky zum Bleiben. Am Reichstagsbrand am 28. Februar des gleichen Jahres wurde er von der Gestapo verhaftet. Im März 1933 erfolgte das Verbot der "Weltbühne". Ossietzky wanderte im April 1933 ins Konzentrationslager Sonnenburg bei Küstrin. Im Jahr darauf wurde er ins KZ Papenburg im Emsland verlegt.

Im Jahr 1935 wurde Carl von Ossietzky mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Hitler verbot ihm die Annahme des Nobelpreises; damit verbunden war ein Verbot der Ausreise. Der Preis wurde ihm in Abwesenheit verliehen. Die Auszeichnung brachte indes das NS-Regime in der Weltöffentlichkeit unter Druck. Im Jahr darauf erkrankte er schwer an Tuberkulose. Der Publizist wurde ins Staatskrankenhaus der Polizei in Berlin verlegt.

Carl von Ossietzky starb am 4. Mai 1938 im Krankenhaus Nordend in Berlin an den Folgen der Tuberkulose und den Folterungen der Gestapo.

NameCarl von Ossietzky

Geboren am03.10.1889

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortHamburg (D).

Verstorben am04.05.1938

TodesortBerlin (D).

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