Biografie

Arman

NameArmand Fernandez

AliasArman

Geboren am17.11.1928

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortNizza (F).

Arman

Der US-amerikanische Bildhauer französischer Abstammung, Arman, mit eigentlichem Namen Armand Fernandez war Mitbegründer und ein führendes Mitglied der "Nouveau Realistes". Mit seiner Kunst richtete er sich gegen herrschende Stilströmungen, wie Informelle Kunst und Abstrakten Realismus. Er setzte Zufallsbilder dagegen, die durch das Werfen oder Abdrückten von gefärbten Gegenständen gegen eine Leinwand entstanden. Arman wählte seine Kunstgegenstände nicht aus dem Alltagsgebrauch, so wie das andere Künstler taten, sondern aus dem Müll. Diese Auswahl brachte ihm Kritiker ein, aber auch glühende Befürworter wie zum Beispiel Pierre Restany, ein Theoretiker des Nouveau Réalisme. In all seinen Werken legte er eine fundamentale Kritik am bestehenden Kunstmarkt zugrunde...
Armand Fernandez wurde als Sohn eines Amateurmalers und Cellisten am 17. November 1928 in Nizza geboren.

Fernandez studierte an der École des Arts Décoratifs in Paris. 1949 wechselte er zur École du Louvre in Paris. In den fünfziger Jahren machte er Bekanntschaft mit dem Werk des deutschen Malers, Plastikers und Dichters Kurt Schwitters, eines Hauptvertreters der Dadaismus. Seine Assemblagen aus fragmentarischen und Fundstücken beeindruckten Arman. Sie prägten seinen Stil und führten ihn auf seine neodadaistischen Experimente. Seit 1958 nannte er sich mit Künstlernamen Armand, hervorgerufen durch einen Druckfehler.

Seit den Fünfzigern wandte sich der Künstler gegen die herrschende Kunstauffassung der Informellen Kunst und des Abstrakten Expressionismus. Armand lehnte vor allen Dingen die Vorstellung vom subjektiv-autonomen Künstler ab. Sein Widerspruch äußerte sich in mechanischen Übermalungen und Bildern des Zufalls. Diese "Allures" genannten Versuche erzeugte er, indem er gefärbte Gegenstände gegen eine Leinwand schleuderte. Von dem französischen Künstler Marcel Duchamp nahm er die Idee des Ready-made auf, die er durch das Prinzip der Reihung erweiterte, um so seine kritische Haltung noch zu vertiefen.

In dem Objekt "Home sweet home" (1960) reihte Armand Gasmasken auf zu einem berührenden Ensemble. Zu seinen neodadaistischen Experimenten zählen unter anderem Werke wie "Cachets", Stempelabdrücke, die ihn auf die Idee der Wiederholung brachten. Die Wiederholungen wurden zum grundsätzlichen Kennzeichen im Werk des Künstlers. In den "Poubelles" genannten Werken sammelte er Abfalleimer und stellte den in durchsichtigen Plexiglaskästen gesammelten Müll aus. In diesen Serien von Objekten aus Dingen des täglichen Lebens steckte die ironische Kritik zur industriellen Massenproduktion und ihrer einseitigen Verwertung.

Aus den "Poubles" entwickelte Arman die "Accumulations" – Anhäufungen von gleichen Alltagsgegenständen in Plexiglasbehältern wie zum Beispiel Uhren, Knöpfe oder Kämme. Ab dem Jahr 1961 erweiterte Arman sein plastisches Werk. Er verfertigte "Coupes", in Scheiben geschnittene Objekte, oder "Colères" als zertrampelte und zerfetzte Objekte. 1963 kamen "Combustions" als verbrannte Objekte hinzu. Sie machten ihn zu einem Hauptvertreter des Nouveau Réalisme mit wachsendem Einfluss auf andere Künstler. In der Zeit um 1966 entstand die Serie von "Inclusions", indem er ausgequetschte Farbtuben in Polyester einschloss.

In den Achtzigern häufte er Violinen an, so dass daraus Stapel und schiefe Türme wurden. Die Häufung ist neben der Wiederholung ein weiteres markantes Stilmerkmal im Oeuvre von Arman. Farbspritzer, die Armand auf seine Bilder verteilte, stellen eine assoziative Verbindung zur Musik, die zu seinen Leitfäden in seinem Gesamtwerk zählt. Und die Geige machte er zu seinem Lieblingsthema in seinen Kunstwerken. Bekannt wurde seine gewalttätige Aktion gegen einen Flügel, den er zerstörte. Die Teile aus dieser Performance brachte er auf eine Holzwand an. Ebenso Aufsehen erregte die Skulptur "Long Term Packing" (1982/1983), die aus einem 18 Meter hohen Turm besteht, in dem 60 Autos eingegossen sind. Auch in diesen Aktionen steckt die Kritik des Künstlers am bestehenden Kunstbetrieb, aber auch an der Konsumgesellschaft.

Arman wählte seine Kunstgegenstände nicht aus dem Alltagsgebrauch, so wie das andere Künstler taten, sondern aus dem Müll. Diese Auswahl brachte ihm Kritiker ein, aber auch glühende Befürworter wie zum Beispiel Pierre Restany, ein Theoretiker des Nouveau Réalisme. Arman wurde im Jahr 1964 mit dem Zweiten Preis der Druckgraphik auf der Biennale in Tokio geehrt. 1966 erhielt der Künstler den Großen Preis Marzotto. In den Jahren von 1967 bis 1968 unterrichtete er an der Universität von Kalifornien (UCLA) in Los Angeles.

Im Jahr 2001 wurde eine Retrospektive im Musée d'Art Moderne et d'Art Contemporain in Nizza veranstaltet.

NameArmand Fernandez

AliasArman

Geboren am17.11.1928

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortNizza (F).

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