Biografie

Alvar Aalto

Der finnische Architekt avancierte besonders durch seine asymmetrischen Baukörper zu einem der einflussreichsten Planer seiner Zeit. Als Designer wurde er für seine besonderen Konzeptionen im Bereich des organischen Bauens bekannt. Ab 1940 war Alvar Aalto Professor für Architektur am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge. Als Vertreter des plastischen Stils war er verantwortlich für international beachtete Wohn-, Zweck- und Schulungsbauten. Zu Aaltos populärsten Entwürfen zählt das Opernhaus in Essen sowie das Kongresszentrum "Finlandia" in Helsinki...

Die einflussreichsten Architekten des 20. Jhs.
Alvar Aalto wurde am 3. Februar 1898 in Kuortane geboren.

Nach Abschluss der Schule mit Abitur studierte Aalto von 1916 bis 1921 an der TH Helsinki Architektur. 1923 eröffnete Aalto, nach einer ausgedehnten Studienreise durch Europa, ein eigenes Architekturbüro in Jyväskylä. 1927 verlegte er das Büro nach Turku. 1928 wurde er Mitglied des Congrès Internationaux d'Architecture Moderne (CIAM). 1933 ging Aalto nach Helsinki. 1935 gründete er gemeinsam mit seiner ersten Frau Aino die Möbelfirma Artek. Erstes Aufsehen erregte Aalto 1937 durch seinen Entwurf des finnischen Pavillons zur Weltausstellung in Paris.

Während des Zweiten Weltkrieges reiste Aalto in die USA, wo er sich ab 1939 in New York niederließ. 1940 wurde er als Professor an das Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (Mass.) berufen. Hier unterrichtete Aalto bis 1948. Nach dem Tod seiner ersten Frau im Jahr 1949, heiratete er 1952 Eussa Mäkiniemi. 1955 kehrte der Architekt nach Europa zurück. In Berlin beteiligte er sich am Interbau mit zwei Hochhäusern im Hansaviertel, die 1957 fertiggestellt wurden. Von 1956 bis 1958 arbeitete er am Maison Carrée bei Paris.

Von 1959 bis 1963 wurde nach Aaltos Planung im Stadtteil Neue Vahr in Bremen ein Hochhaus errichtet. Während dieser Zeit zeigte sich Aalto auch verantwortlich für den Bau des Kulturzentrums der Stadt Wolfsburg (1958-1962). Zu seinen beachtetsten Entwürfen zählt das finnische Kongress- und Konzertzentrum in Helsinki, das in der Zeit von 1962 bis 1971 errichtet wurde und den Namen "Finlandia" erhielt. Weitere bedeutende Bauten sind die Kirche Riola di Vergato bei Bologna (1966-1978) und das Theater in Rovaniemi (1970-1975).

In seiner Formsprache zeigte Aalto ein ideenreiches Gespür für Körper, die er in organisch wirkende Elemente übertrug. Als Planer und Architekturtheoretiker machte er sich verdient um den Wiederaufbau der Stadt Helsinki.

Alvar Aalto starb am 11. Mai 1976 in Helsinki.

Posthum wurde nach seinen Plänen das Opernhaus in Essen eröffnet. Es zählt zu seinen populärsten Bauten. Der Entwurf war bereits 1959 ausgezeichnet worden. Mitgearbeitet hatte an den Plänen seine zweite Ehefrau Eussa Mäkiniemi.


Die einflussreichsten Architekten des 20. Jhs.

NameAlvar Aalto

Geboren am03.02.1898

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortKuortane (FL).

Verstorben am11.05.1976

TodesortHelsinki (FL).