Biografie

Albert Hofmann

Der Schweizer Pharmazeutiker und Wissenschaftler gilt als einer der bedeutendsten Chemiker. Die starke halluzinogene Droge LSD (Lysergsäurediethylamid), auch psychedelische oder psychoaktive Droge, wurde von ihm 1938 in der Schweiz erstmals aus Lysergsäure synthetisiert. Lysergsäure ist ein Bestandteil des Mutterkornpilzes, der auf Roggen gedeiht. Dr. Dr. med. Albert Hofmann war aber auch an Forschungen anderer psychoaktiver Stoffe, wie zum Beispiel der mexikanischen Zauberdroge tätig. Darüber hinaus untersuchte er die Wirkstoffe wichtiger Arzneipflanzen. Dabei war er für mehr als vier Jahrzehnte, bis zu seiner Pensionierung 1971, bei Sandoz in Basel tätig...
Albert Hofmann wurde am 11. Januar 1906 in Baden in der Schweiz geboren.

Hofmann interessierte sich schon als Schüler für die Naturwissenschaften. Nach seinem Abitur studierte er an der Universität in Zürich Chemie. 1931 wurde er Chemiker in der Forschung für das Schweizer Arzneimittelunternehmen Sandoz AG in Basel. Sein Betätigungsfeld war die Isolierung pflanzlicher Wirkstoffe. Hofmann wurde Leiter der Abteilung Naturstoffe der pharmazeutisch-chemischen Laboratorien und Vizedirektor des Pharmazieunternehmens. In seiner über vierzigjährigen Tätigkeit entwickelte er überaus erfolgreiche Arzneimittel, die sich auf dem medizinischen Markt auch gut verkauften. Zu seinen Entwicklungen zählen unter anderem das kreislauf- und blutsdruckstabilisierende Dihydergot, das gebärmutterkontrahierende und blutstillende Methergin oder das durchblutungsfördernde Geriatrikum Hydergin.

Im Rahmen von Forschungen zum Mutterkorn (Purpurroter Hahnenpilz) stellt der Chemiker 1938 erstmals Lysergsäurediethylamid (LSD) her. Ziel war die Entwicklung eines Kreislaufstimulans. Nachdem die erhoffte Wirkung im Tierversuch nicht eintrat, verlor er zunächst das Interesse und archivierte seine Forschungsergebnisse. Erst fünf Jahre darauf stellte er die psychoaktiven Eigenschaften des Rauschgiftes fest. Bei einem Selbstversuch, am 19. April 1943 mit der Einnahme von 250 Mikrogramm LSD bemerkte er die halluzinogene Wirkung. LSD ist eine synthetisch darstellbare organische chemische Verbindung, ein Alkaloid. Wird es eingenommen, kann es zu schizophrenieähnlichen psychotischen Zuständen führen, die verbunden sind mit optischen und akustischen Halluzinationen.

In dem Rauschgift liegt die Gefahr der genetischen Schädigung. Die Sucht danach kann weiterführen zu anderen Rauschgiften wie Heroin. Mit der Einnahme können seelische Störungen und Depressionen einhergehen. Lysergsäurediethylamid wurde weltweit bekannt unter der Bezeichnung "LSD". Das Rauschgift wurde zur Bewusstseinserweiterung und zur Steigerung der Erlebnispotenzialität konsumiert. Hofmanns Entdeckung machte den Forscher in der internationalen Fachwelt berühmt. Er widmete sich darüber hinaus der Erforschung von anderen psychoaktiven Stoffen, wie zum Beispiel den mexikanischen Zauberdrogen mit heilenden Wirkungen. Weiterhin untersuchte er die Wirkung bedeutender Arzneipflanzen, indem er sie isolierte und synthetisierte. Seine Forschungsarbeit begleiten zahlreiche wissenschaftliche Publikationen und Bücher.

Der Titel seines Standardwerkes lautet "LSD – mein Sorgenkind". Ein weiterer Buchtitel heißt "Einsichten - Ausblicke", in dem er seine Weltsicht darlegt. Mit zunehmendem Alter interessierte sich Hofmann für ökologische Angelegenheiten. Im philosophischen Bereich setzte er sich mit der Frage: Was ist Wirklichkeit? auseinander. 1988 wurde im kalifornischen Santa Monica die Albert Hofmann Foundation gegründet. Die Institution beschäftigt sich mit der Erforschung der menschlichen Bewusstseinszustände. Ein weiteres Ziel dabei wurde, dass psychedelische Substanzen wie das LSD zu Forschungszwecken legalisiert werden sollen.

Albert Hofmann starb am 29. April 2008 im Alter von 102 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts.

NameAlbert Hofmann

Geboren am11.01.1906

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortBaden (CH).

Verstorben am29.04.2008

TodesortBurg im Leimental (CH).

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