Mustafa Kemal Atatürk

Name:Mustafa Kemal Atatürk

Geboren am:19.05.1881

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

Geburtsort:Thessaloniki (Griechenland)

Verstorben am:10.11.1938

Todesort:Istanbul (Türkei)

Der Staatsmann, Offizier und Politiker gilt als der Begründer der modernen Türkei. Mustafa Kemal Atatürk stellte von 1923 bis 1938 den ersten Präsidenten der nach dem Untergang des Osmanischen Reiches gegründeten Republik Türkei. Als einer der bedeutendsten Reformer und Feldherren der türkischen Geschichte schaffte er die islamisch geprägte Rechtsprechung weitgehend ab und setzte die Säkularisierung des Staates durch. Verbunden mit der Abschaffung von Sultanat und Kalifat sowie mit weitreichenden gesellschaftlichen, rechtlichen und kulturellen Reformen schuf er einen in dieser Form einmaligen Staatstypus. Trotz der autoritären Züge seiner Herrschaft und einiger Schattenseiten seines Wirkens begleitete ihn eine personenkultartige Verehrung, die sich schon 1934 in der vom türkischen Parlament verliehenen Namensgebung "Atatürk" ("Vater der Türken") äußerte...
Kemal Atatürk, eigentlich Kemal Mustafa Pascha, wurde am 19. Mai 1881 in Saloniki, heute Thessaloniki, geboren.

Sein Vater, Ali R?za, war unter anderem Zollbeamter und Holzhändler, seine Mutter war Zübeyde Han?m. Atatürk besuchte von 1896 bis 1899 die Militärschule in Monastir. Anschließend ging er auf die Kriegsschule und die Generalstabsakademie in Istanbul, die er 1905 als Hauptmann verließ. Kurze Zeit danach wirkte Atatürk an der Gründung der oppositionellen Geheimorganisation "Vaterland und Freiheit" mit und engagierte sich für das "Komitee für Einheit und Fortschritt". An der jungtürkischen Bewegung war Atatürk beteiligt, doch war er nicht derjenige, der Sultan Abdülhamid II. 1909 persönlich zum Rücktritt zwang. In den Jahren von 1911 bis 1912 nahm er am italienisch-türkischen Krieg und von 1912 bis 1913 an den Balkankriegen teil. Von 1913 bis 1915 verdiente er sich als Militärattaché in Sofia. Während des Ersten Weltkriegs wurde er vor allem durch seine militärischen Erfolge bei Gallipoli bekannt und erhielt den Titel Pascha. Atatürk kämpfte später für einen unabhängigen türkischen Staat und leistete Widerstand gegen die Aufteilung des Osmanischen Reiches. Zum General befördert, wurde Atatürk von 1916 bis 1918 unter anderem an der Kaukasusfront und in Syrien eingesetzt.

Im Jahr 1919 begann er, den nationalen Widerstand gegen die Besetzung und Aufteilung Anatoliens zu organisieren. Nach dem Einmarsch griechischer Truppen in Izmir und der Besetzung weiterer Gebiete organisierte Atatürk ab Mai 1919 den nationalen Widerstand und übernahm eine führende Rolle auf den Kongressen von Erzurum und Sivas. Die nationale Bewegung erklärte im "Nationalpakt" die Unabhängigkeit und das Selbstbestimmungsrecht der mehrheitlich türkisch besiedelten Gebiete zu ihrem Ziel. Atatürk wurde Vorsitzender eines Repräsentativkomitees, das zur Keimzelle einer Gegenregierung wurde. 1920 wurde Atatürk von der Großen Nationalversammlung in Ankara zu deren Präsidenten gewählt und mit der Wahrnehmung der vollziehenden Gewalt betraut. Er lehnte im selben Jahr den diktierten Friedensvertrag von Sèvres ab. Er erhielt im griechisch-türkischen Krieg militärische und materielle Hilfe durch Sowjetrussland. Nach anfänglichen Rückschlägen gewann Atatürk entscheidende Schlachten gegen die griechischen Truppen bei Sakarya im August und September 1921 und bei Dumlup?nar im August 1922. Im September 1922 rückten die türkischen Truppen in Izmir ein. Im selben Jahr setzte er durch, dass das Sultanat abgeschafft wurde. Der Friedensvertrag von Lausanne erkannte 1923 die internationale Souveränität der neuen Türkei an.

Atatürk proklamierte nun die Republik. Am 29. Oktober 1923 erhob man ihn zum ersten Staatspräsidenten des neuen türkischen Staates, den er in den folgenden Jahren seiner Amtszeit radikal reformierte und dem westlichen Staatsmodell annäherte. Ebenfalls 1923 heiratete Atatürk Latife Han?m. Die Ehe wurde zwei Jahre später geschieden. Seine politisch-gesellschaftlichen Leitideen, der Kemalismus, basieren auf sechs Grundprinzipien: Republikanismus, Nationalismus, Populismus, Etatismus, Laizismus und Reformismus. Atatürk gelang 1925 die Niederschlagung des Scheich-Said-Aufstandes in Ostanatolien. Er ersetzte 1926 große Teile des islamisch geprägten Rechtssystems durch ein säkulares Recht nach europäischen Vorbildern und führte unter anderem ein neues Zivilgesetzbuch nach Schweizer Vorbild ein. 1928 löste er die arabische durch die lateinische Schrift ab. Atatürk setzte sich in seiner späten Politik im Inneren wie im Äußeren für den Frieden ein. 1934 erfolgten die Einführung von Familiennamen sowie die Gewährung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen auf nationaler Ebene. Die Große Nationalversammlung verlieh ihm darauf im selben Jahr den Familiennamen "Atatürk" ("Vater der Türken").

Mustafa Kemal Atatürk starb am 10. November 1938 im Dolmabahçe-Palast in Istanbul.

Name:Mustafa Kemal Atatürk

Geboren am:19.05.1881

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

Geburtsort:Thessaloniki (Griechenland)

Verstorben am:10.11.1938

Todesort:Istanbul (Türkei)