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Götz George
Der deutsche Schauspieler begann seine Karriere auf der Bühne des Hebbel-Theaters in Berlin. Seinen Durchbruch feierte er 1960 mit "Jacqueline", wofür er mit dem "Filmband in Silber" ausgezeichnet wurde. Als einer der produktivsten Mimen avancierte Götz George zu einem der anerkanntesten Charakterdarsteller des deutschen Films. In der Rolle des Duisburger Kommissars "Horst Schimanski" in der TV-Serie "Tatort" stieg er als rauer maskulinen Einzelgänger zum Publikumsliebling auf. Weiter glänzte George in anspruchsvollen Rollen vom komödiantischen bis zum ernsten Fach, so auch in dem Drama "Der Totmacher" (1995) und in der Komödie "Schtonk!" (1992). Zu weiteren Filmerfolgen zählen "Rossini" (1997), "Das Trio", "Solo für Klarinette" (beide 1998) und "Nichts als die Wahrheit" (1999)...
Biografie
Götz George wurde am 23. Juli 1938 in Berlin als Sohn der Schauspieler Heinrich George und Berta Drews geboren.

Götz George wuchs mit seinem älteren Bruder Jan bei seiner Mutter in Berlin auf, besuchte in Berlin-Lichterfelde die Berthold-Otto-Schule und später bis zur Mittleren Reife das Lyceum Alpinum in Zuoz. Als kleiner Hirtenjunge feierte er 1950 sein Bühnendebüt im Berliner Hebbel-Theater, in William Saroyans "Mein Herz ist im Hochland".

Im Jahr 1953 absolvierte er sein Filmdebüt. Er stand mit Romy Schneider in "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" vor der Kamera. Danach erhielt er unter Else Bongers von 1955 bis 1958 eine solide Ausbildung im Nachwuchsstudio der UFA. Von 1958 bis 1963 spielte er am Deutschen Theater in Göttingen unter Leitung von Heinz Hilpert. Nach dessen Tod schloss sich Götz George nie wieder einem festen Ensemble an, stand aber regelmäßig bei Tourneen oder Gastspielen auf der Bühne.

Götz George spielte bis 1969 in 26 Spielfilmen, darunter in "Jacqueline" (1959) von Wolfgang Liebeneiner, "Das Mädchen und der Staatsanwalt" (1962) von Jürgen Goslar, in einigen "Karl May"-Filmen sowie in "Ostwind" (1970) von Jean-Luc Godard und anderen. Neben Rollen in Unterhaltungsfilmen besetzte George auch Rollen in literarischen Vorlagen, wie in dem Film "Die Fastnachtsbeichte" (1960) von Carl Zuckmayer oder "Schlemihls wundersame Geschichte" (1967) von Adalbert von Chamisso.

In dem Film "Kirmes" (1960) von Wolfgang Staudte spielte Götz George die Hauptrolle, einen kriegsmüden jungen Soldaten. Unter der Regie von Staudte sah man Götz auch in dem Kinofilm "Herrenpartie" (1964) als jungen Deutschen in Auflehnung gegen die Nazivergangenheit der Älteren. Von 1966 bis 1976 war er mit der Schauspielerin Loni von Friedl verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter Tanja-Nicole wurde 1967 geboren.

Im Jahr 1981 trat Götz George zum ersten Mal im "Tatort" als Ruhrpott-Kommissar "Schimanski" auf. In den nächsten zehn Jahren spielte er eine Figur, die er in 25 Episoden unverkennbar prägte. Spätere Filme standen dann teilweise in scharfem Gegensatz zum "Schimanski"-Image, wie der Kino-Krimi "Abwärts" für den er 1985 den Bundesfilmpreis erhielt. Weitere Filme dieser Art waren: "Zahn um Zahn", "Zabou", "Die Katze" und "Der Bruch".

Götz George ließ sich nie auf einen Rollentypus festlegen, immer wieder unterstrich er seine Vielseitigkeit, etwa in dem Politthriller "Blauäugig" (1989), in "Morlock" (1993) und vor allem als Sensationsreporter in Helmut Dietls "Schtonk!" (1992). Für seine Rolle in "Der Totmacher" (1995) bekam George den "Coppa Volpi" in Venedig verliehen. Der Film wurde zur "Oscar"-Nominierung 1995 als deutscher Beitrag vorgeschlagen.

Weitere Filme mit Götz George waren "Rossini" (1997), "Das Trio", "Solo für Klarinette" (beide 1998) und "Nichts als die Wahrheit" (1999), in dem er den NS-Arzt und Massenmörder Josef Mengele mimte. 2001 war Götz George in der Kino-Komödie "Viktor Vogel - Commercial Man" als Creative Director Eddie Kaminsky zu sehen. Im Jahr darauf besetzte er eine Rolle in dem TV-Familiendrama "Mein Vater", in dem er den an Alzheimer erkrankten Richard Esser eindringlich verkörperte.

Im Jahr 2002 war er weiterhin in dem Drama "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?", in der Komödie "Liebe ist die halbe Miete" und in dem Psychothriller "Der Anwalt und sein Gast" zu sehen. Für Götz Georges schauspielerische Leistungen sprechen seine zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen wie zwei Bundesfilmpreise, der Deutsche Kritikerpreis, der Bayerische Fernsehpreis, der Grimme-Preis oder der Goldene Bär.

In den Jahren 2003 und 2005 stand er für "Gott ist tot" und "Maria an Callas" vor der Kamera. Nach einigen Jahren der Leinwandabstinenz war Götz George im April 2006 in der viel gelobten Produktion "Die Mauer - Le Mur" zu sehen. Kurz vor seinem 70. Geburtstag wurde im Mai 2008 Georges Autobiografie veröffentlicht, für die er mit dem Journalisten Torsten Körner zusammen arbeitete. In "Mit dem Leben gespielt" informierte er die Öffentlichkeit unter anderem über eine geheim gehaltene Herzoperation im April 2007.
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Nachname: George
Vorname: Götz
Geburtsdatum: 1938-07-23
Geburtsort: Berlin (D).
Sternzeichen: Löwe 23.07 - 23.08
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