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Axel Weber
Der deutsche Wirtschaftswissenschaftler stellte von 2004 bis 2011 den Präsidenten der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main. Axel Weber erwarb sich davor durch seine akademische Karriere an den Universitäten Bonn, Frankfurt/Main und Köln internationale Anerkennung als Experte für Geld- und Währungstheorien. In dieser Eigenschaft übernahm Weber daher auch politische Beraterfunktionen für EU-Organe, die Deutsche Bundesbank und die Bundesregierung. In seiner Amtszeit führte er die Bundesbank auch durch die dramatischen Ereignisse der weltweiten Immobilien- und Finanzkrise...
 
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Biografie
Axel Alfred Weber wurde am 8. März 1957 in Kusel in der Rheinpfalz geboren.

Nach dem Abitur nahm Weber 1976 ein Studium der Volkswirtschaftslehre und der Verwaltungswissenschaften an der Universität Siegen auf. Später wechselte er an die Universität Konstanz, wo er 1982 mit dem Diplom abschloss. Noch im selben Jahr kehrte Weber nach Siegen zurück, um an der dortigen Universität als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Volkswirtschaftslehre tätig zu werden. 1987 promovierte er dort zum Dr. rer. pol. Weber absolvierte 1988 wissenschaftliche Auslandsaufenthalte an den Universitäten London und Tilburg. 1989 wurde er als wissenschaftlicher Assistent erneut an die Universität Siegen berufen.

Dann verbrachte Weber 1992/93 ein akademisches Jahr in den USA, wo er in Washington D. C. lehrte. Im Anschluss war er als Lehrstuhlvertreter an der Universität Bonnn tätig. Zugleich habilitierte er 1994 an der Universität Siegen. Noch 1994 erhielt Weber eine Berufung zum Ordentlichen Professor für Wirtschaftstheorie an die Universität Bonn, wo er bis 1998 lehrte. In diesem Jahr wechselte er an die Universität Frankfurt/Main, wo er Monetäre Ökonomie lehrte und das Center for Financial Studies leitete. 2001 folgte der Wechsel an die Universität Köln, wo Weber dann Internationale Ökonomie lehrte. Der Wirtschaftswissenschaftler machte sich im Verlauf seiner akademischen Karriere einen auch international anerkannten Namen als Experte für Geld- und Währungstheorie und die damit verbundene Politik.

Daher war Weber neben seinen akademischen Lehrtätigkeiten auch in verschiedenen politischen Bereichen als Berater engagiert. So fertigte er 1989/90 und 1994 für EU-Organe finanz- und handelspolitische Studien an. 1996 bis 1998 führte er im Auftrag der Österreichischen Nationalbank eine währungspolitische Untersuchung durch. Weber trat 2000 in den wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Bundesbank ein und war 2001 Mitglied der Forschungsabteilung der Europäischen Zentralbank. Im Frühjahr 2002 wurde Weber von der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder in den so genannten "Rat der Fünf Weisen" berufen, der die Regierung zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu beraten hat. Ende April 2004 trat Weber das Amt des Präsidenten der Deutschen Bundesbank in der Nachfolge von Ernst Welteke an.

Mit der Berufung zu dieser Funktion legte er seine Mitgliedschaft im Rat der "Fünf Weisen" nieder. Als Bundesbankpräsident bemühte sich der Geld- und Währungsfachmann darum, die Bedeutung der Bundesbank im Konzert der 17 europäischen Notenbanken zu stärken. In seiner Amtszeit führte er die Bundesbank auch durch die dramatischen Ereignisse der weltweiten Immobilien- und Finanzkrise. Im Februar 2011 erklärte Weber, mit Wirkung zum 30. April 2011, sein Amt niederzulegen. Damit beendete er sein Wirken bei der Bundesbank ein Jahr vor seinem regulären Ende. Sein Nachfolger als Präsident der Bundesbank wurde am 1. Mai 2011 Jens Weidmann.

Weber ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
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Biografie
Nachname: Weber
Vorname: Axel
Geburtsdatum: 1957-03-08
Geburtsort: Kusel (D).
Sternzeichen: Fische 20.02 - 20.03
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