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Vittorio De Sica wurde am 7. Juli 1901 als Sohn eines Bankbeamten im italienischen Sora geboren.
Nachdem der Vater von Vittorio De Sica nach Neapel versetzt worden war, wuchs der Sohn in der Hafenstadt am Vesuv auf. Dort trat er bereits ab dem Jahr 1915 als Laienschauspieler in Theateraufführungen auf, die für die verletzten Soldaten im Militärhospital veranstaltet wurden. Nach einer kaufmännischen Ausbildung studierte De Sica Volkswirtschaft in Rom und Florenz.
Im Jahr 1918 debütierte er als Filmschauspieler in dem Streifen "Il processo Clémenceau". Im Jahr 1923 begann er, bei verschiedenen Kompanien als Theaterschauspieler zu arbeiten. Schließlich rief er zehn Jahre später seine eigene Schauspieltruppe ins Leben. Bis zum Jahr 1949 übernahm De Sica Rollen in etwa 120 Komödien und Revuen.
Nach Nebenrollen in Filmen von 1926 und 1928 spielte De Sica 1931 erstmals in einem Tonfilm mit. Im folgenden Jahr wurde er als Hauptdarsteller von "Gli uomini, che mascalzoni!" erstmals auch einem größeren Filmpublikum bekannt. In den 1930er Jahren spielte De Sica insgesamt rund 30 Filmrollen. Ab dem Jahr 1939 begann De Sica, Drehbücher zu schreiben und auch selbst Regie zu führen.
Im Jahr 1941 eröffnete der Regisseur der römischen Schauspielerin Anna Magnani in seinem Film "Teresa Venerdì" die Gelegenheit zu ihrem ersten Erfolg. De Sica selbst zog als Regisseur die Aufmerksamkeit von Kritik und Publikum erstmals im Jahr 1943 durch den Film "I bambini ci guardano" auf sich, womit der Zyklus seiner Kinderfilme eröffnet wurde.
In den unmittelbaren Nachkriegsjahren stand De Sica in zahlreichen Filmen sowohl vor als auch hinter der Kamera. Er spielte etwa ein Dutzend Filmrollen und schuf als Regisseur die Meisterwerke des italienischen Neorealismus, die heute als Meilensteine der internationalen Filmgeschichte gelten: "Sciuscià" (1946), "Ladri di biciclette" (1948), "Miracolo a Milano" (1951) und "Umberto D."(1952). Für die "Fahrraddiebe" erhielt De Sica einen Oskar.
Im Jahr 1954 begann seine fruchtbare Zusammenarbeit mit der neapolitanischen Schauspielerin Sophia Loren, die durch ihre Rolle in "L`oro di Napoli" ihren ersten Filmerfolg erlebte. In Cannes wurde sein Film "Il tetto" aus dem Jahr 1956 preisgekrönt. Im Jahr 1960 verhalf der Regisseur Sophia Loren in "La ciociara" zu ihrem größten internationalen Erfolg.
Neben zahlreichen eigenen Filmrollen inszenierte De Sica in der Folge viele Filme, deren unumstrittener Erfolg nicht zuletzt auch auf dem gekonnten Zusammenspiel des Schauspielerpaares Sophia Loren und Marcello Mastroianni beruhte. Besonders hervorzuheben sind in dieser Hinsicht die Filme "Ieri, oggi e domani" (1963), "Matrimonio all`italiana" (1964) und "I girasoli" (1969).
Im Jahr 1966 ließ sich De Sica von seiner ersten Frau Giuditta Rissone scheiden, um die Schauspielerin Maria Mercador-Forcada zu heiraten, mit der er zwei Söhne hatte. Für den Film "Il giardino dei Finzi Contini" von 1970 erhielt De Sica im folgenden Jahr auf den Berliner Filmfestspielen den Goldenen Bären.
Die Pariser Erstaufführung seines letzten Films "Il viaggio", für den Sophia Loren einen Darstellerpreis erhielt, erlebte der Regisseur im Herbst 1974 bereits schwer erkrankt.
Vittorio De Sica verstarb kurz darauf am 13. November 1974 an Lungenkrebs in Paris. |
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