 |
 |
 |
 |
 |
 |
Andreas Nikolaus Lauda wurde am 22. Februar 1949 in Wien als Sohn einer wohlhabenden Industriellen- Familie geboren.
Seine Rennsportbegeisterung ließ er schon als Fünfzehnjähriger erkennen. Nach dem Abschluss der Schule mit Matura absolvierte er eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Dieser frühe Berufswunsch rührte aus der Überzeugung, sich in der Zukunft nur mit den Themen Auto und Flugzeug befassen zu wollen.
Darüber hinaus begann Lauda zur selben Zeit an ersten organisierten Berg-Rennen teilzunehmen. Erste Erfolge erzielte der 18-Jährige am 15. April 1968 bei der Teilname an Rennen der Mini Cooper S 1300 Serie, bei der Lauda den 2. Platz im Gesamtergebnis belegen konnte. Wenig später, am 28. April des Jahres, errang er beim Bergrennen von Dobratsch seinen ersten Sieg.
Im Jahr 1971 gelang Lauda auf einem March-Ford der Sprung in die Königsklasse des Rennsports, die Formel 1. Sein Debüt feierte er beim Grand Prix von Österreich. Laudas Vertrag war jedoch noch nicht gesichert. Beim Grand Prix von Monte Carlo 1973, wo er lange Platz Drei verteidigen konnte, ehe ihn ein Defekt zur Aufgabe zwang, wurde Enzo Ferrari auf sein Talent aufmerksam.
Im Jahr 1974 erhielt er beim Top-Team von Enzo Ferrari seinen ersten Profi-Vertrag. Im selben Jahr feierte er mit Ferrari beim spanischen Grand Prix in Jarama seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Nach stetig besseren Ergebnissen wurde Lauda bereits 1975 mit Ferrari erstmals Gewinner der Formel 1 Weltmeisterschaft.
Im Jahr 1976 heiratete der Rennfahrer seine langjährige Freundin Marlene Knaus. Aus der Beziehung gingen zwei Kinder hervor. Während des Grand Prix vom Deutschland auf dem Nürburgring am 1. August 1976 erlitt Lauda einen dramatischen Unfall: Sein Auto fing Feuer und der Rennfahrer trug schwere Brandverletzungen im Gesicht davon. Der Öffentlichkeit sowie seinen Kollegen schien klar, dass seine Karriere damit beendet war. Für Lauda waren die nächsten Wochen lebensentscheidend. Persönlich wertete er den Unfall als Prüfstein.
Bereits nach einem Monat stieg er wieder ins Cockpit eines Rennwagens. 1977 gewann Lauda mit Ferrari erneut den Formel 1 Weltmeistertitel. Zum Saisonende zog er sich vorübergehend aus dem aktiven Rennsport zurück, um eine Fluglinie aufzubauen.
So entstand zunächst mit einer Charter-Konzession und zwei Flugzeugen vom Typ Fokker 27 eine Fluggesellschaft, die er am 27. April 1979 als Lauda Air firmierte. Der Ausbau der Gesellschaft scheiterte jedoch aufgrund der Monopolstellung des österreichischen National Carriers Austrian Airlines. 1981/82 zwang ihn eine finanzielle Krise zur Rückkehr in den Motorsport.
Daraufhin kehrte Nicki Lauda zur Saison 1982 in die Formel 1 zurück, wo er erster Fahrer im Team McLaren-Porsche wurde, mit dem er 1984 seinen dritten Titel als Formel 1 Weltmeister feiern durfte. Zum Ablauf der Saison von 1985 gab Lauda als dreifacher Weltmeister nach 25 Grand-Prix-Siegen seinen endgültigen Rücktritt aus dem Motor-Sport bekannt.
Im Dezember 1984 war eine erweiterte Konzession für die Lauda Air genehmigt worden, mit der er nun ein unternehmerisches Comeback wagte. Dieses nicht nur im Fluggeschäft, sondern auch in der Touristik. Nach dem weiteren Ausbau seiner Fluggesellschaft tauschte Niki Lauda die beiden Fokker gegen zwei BAC 1-11/500 und begann eine Kooperation mit Basile Varvaressos und dessen Reiseveranstalter ITAS.
Diese erfolgreiche Zusammenarbeit machte 1986 eine Vergrößerung der Transportkapazität um zwei Boeing 737-300 nötig. Der Veranstalter ITAS, der sein Griechenland-Programm bald um die Angebote Paco Leone (Spanien, Kanaren), Belmondo (Fernreisen) und Topic (Ägypten, Israel, etc.) erweiterte, brachte der Lauda Air die sonnenhungrigen Passagiere.
Für die ursprünglich als reine Chartergesellschaft gegründete Fluglinie begann eine rasante Aufwärtsentwicklung. Um für die sich anbahnende Liberalisierung des Luftverkehrs gerüstet zu sein, suchte Lauda Air 1986 um die Linienkonzession nach. Im Mai 1988 fanden die ersten Linienflüge nach Bangkok, Hongkong und Sydney mit der ersten Boeing 767-300 ER in der Flotte der Lauda Air statt. Im November 1989 wurde die zweite Boeing 767-300 ER ausgeliefert und seit Juni 1990 war die Aktie der Lauda Air AG an der Wiener Börse präsent.
Der 26. Mai 1991 wurde zum schwärzesten Tag der Lauda Air und der österreichischen Luftfahrt: Eine halbe Stunde nach dem Start in Bangkok stürzte die erst wenige Monate zuvor in Dienst gestellte Boeing 767-300 "Mozart" der Lauda Air ab. Keiner der 223 Passagiere und der 18-köpfigen Besatzung überlebte das Unglück. Aus Solidarität traf Niki Lauda wenige Stunden nach dem Absturz an der Unglückstelle im thailändischen Urwald ein.
Die Untersuchungen der Unfallforschung ergaben, dass sich während des Steigfluges der Umkehrschub des linken Triebwerks aktiviert und damit die Maschine unkontrollierbar gemacht hatte. Boeing überarbeitete daraufhin das gesamte Bremssystem der 767.
Im Jahr 1992 wurde der leidenschaftliche Pilot Lauda, der auch die Fluglizenz für sämtliche seiner Maschinen hat, Berater des Formel-1-Teams von Ferrari. 1996 veröffentlichte Niki Lauda seine Autobiografie unter dem Titel "Das dritte Leben". Nachdem seine Gesellschaft der Star Alliance beigetreten war, zog sich der 51-jährige Niki Lauda im November 2000 aus der Geschäftsleitung der Lauda Air zurück, um jedoch deren Anteilseigner zu bleiben.
Im Anschluss daran war Lauda unter anderem als wirtschaftlicher und technischer Berater des Jaguar-Racing-Teams in der Formel-1 tätig. Diese Zusammenarbeit endete im November 2002. Am 6. Juni 2002 wurde Lauda Air eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Austrian Airlines.
Der ehemalige Rennfahrer zeigte sich jedoch weiterhin zu unternehmerischen Initiativen bereit. So lancierte Lauda im Oktober 2003 eine Low-cost-Autovermietung in Wien. Anfang November 2003 kündigte sich auch seine Rückkehr in das Fluggeschäft an, wo Lauda Teile der insolventen Aero Lloyd übernehmen wollte. Der umtriebige Unternehmer beabsichtigt, die Aero Lloyd Austria zu einer Billigfluglinie auszubauen.
Ende Juni 2004 musste sich Niki Lauda einer Nierentransplantation unterziehen. Die Spenderniere erhielt er von seiner 30 Jahre jüngeren Lebensgefährtin Birgit Wetzinger. Die erste Niere wurde 1997 von seinem Bruder Florian Lauda gespendet.
Die Formel 1 Weltmeister |
 |
|
 |
 |
 |
| | Home | Namen | Themen | Zeitstrahl | |
 |
Copyright © 1999 - 2008 by rasscass Medien und Content Verlag
Webdesign - mps by Susanne Porsche - www.whoswho.de |
 |