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Willy Millowitsch wurde am 8. Januar 1909 in Köln geboren.
Millowitsch stammte aus einer alten Schauspielerdynastie. Seine Eltern waren der Schauspieler Peter Wilhelm Millowitsch und dessen Ehefrau Käthe, geb. Planck. Im Alter von 13 Jahren hatte er sein Bühnen-Debüt im Volkstheater, welches seinem Vater gehörte. 1940 übertrug ihm sein Vater die Leitung des Theaters und Willy brachte es relativ unbeschadet durch den Zweiten Weltkrieg.
Im Jahr 1946 heiratete er Gerda Feldhoff; sie bekamen vier Kinder: Katarina, Peter, Susanne und Mariele. Danach kamen die großen Jahrzehnte des Willy Millowitsch. Er war an seinem Schauspielhaus Intendant, Regisseur und Hauptdarsteller und feierte mit seinen Inszenierungen große Erfolge. Auch das Fernsehen interessierte sich nach anfänglichem Zögern und der zuerst ablehnenden Haltung von WDR-Intendant Adolf Grimme für die Stücke.
Am 27. Oktober 1953 übertrug der WDR das erste Mal live aus dem Kölner "Millowitsch-Theater". Gezeigt wurde das Stück "Der Etappenhase". 1949 war Millowitsch erstmals in einem Kinofilm zu sehen, als er in "Gesucht wird Majora" spielte. Diesem folgten Anfang der 1950er Jahre die Filme "Mönche, Mädchen und Panduren" und "Der fröhliche Weinberg".
In den folgenden Jahrzehnten tanzte Millowitsch auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig. Er war im Radio zu hören, übernahm Rollen für etliche TV- und Kinoproduktionen und feierte weiterhin Publikumsknüller auf seiner Theaterbühne. Im Laufe der 1950er Jahre war er in den Filmen "Drei Mann auf einem Pferd", "Scampalo" mit Romy Schneider und "Zwei Herzen im Mai" zu bewundern.
Außerdem war er in "Alle Tage ist kein Sonntag", "Die Fledermaus" und "Robert und Bertram" zu sehen. Die 1960er Jahre etablierten Millowitsch dann komplett. Er verkaufte 900.000 Einheiten seines Hits "Schnaps, das war sein letztes Wort" und landete einen Filmhit mit der Komödie "Tante Jutta aus Kalkutta" - Einschaltquote: 88 Prozent!
Millowitsch zählte längst zu den Großen des Films und stand gemeinsam mit Kollegen wie Harald Juhnke (in "Die drei Scheinheiligen"), Liselotte Pulver, Gila von Weitershausen und Hannelore Elsner ("Herrliche Zeiten im Spessart") vor der Kamera. Danach war er mit Peter Alexander und Hannelore Elsner in "Die Lümmel von der ersten Bank" mit von der Partie.
Auch in den 1970er Jahren blieb Millowitsch ein vielbeschäftigter und sehr beliebter Schauspieler, was sich auch nie ändern sollte. Das Kölner Urgestein stieg mehr und mehr zu einer Institution auf. 1986 feierte er das 50-jährige Jubiläum seines Theaters an der Aachener Straße und drei Jahre später ernannte ihn die Stadt Köln zum Ehrenbürger. Bis ins hohe Alter blieb er seiner Passion treu und begeisterte weiterhin in seinen Rollen.
Im Jahr 1994 wurde Millowitsch mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Für "Klefisch - Klefischs schwerster Fall" stand er 1995 letztmals vor der Kamera. 1996 gab er die Leitung des Millowitsch-Theaters, die er seit 1940 innehatte, an seinen Sohn Peter ab.
Willy Millowitsch starb am 20. September 1999 in Köln. |
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