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Steve Martin
Der US-amerikanische Schauspieler, Produzent und Schriftsteller verlieh dem humoristischen Kino eine einzigartige Erzählform. Basierend auf seiner tänzerisch-steifen Körpersprache inszenierte er in seinen Filmen den kleinen Mann von der Strasse, der sich in abenteuerlichen Geschichten wiederfindet. Populär wurde Steve Martin 1976 als TV-Entertainer der legendären Comedy-Sendung "Saturday Night Live", ehe er für den Kurzfilm "The Absent-Minded Waiter" 1977 für den "Oscar" nominiert wurde. In dem Film "Reichtum ist keine Schande", zu dem er auch das Drehbuch schrieb, spielte er 1979 seine erste Hauptrolle. Mit Filmen wie "Der Mann mit den zwei Gehirnen", "Solo für Zwei", "Vater der Braut", "L. A. Story" oder "Im Dutzend billiger" etablierte Martin zum Star des komödiantischen Films...
 
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Biografie
Steve Glenn Martin wurde am 14. August 1945 in Waco (Texas, USA) geboren.

Als Teenager machte sich Martin als Komparse im Birdcage Theatre des kalifornischen Vergnügungsparks "Knots Berry Farm" verdient. Nach dem Abschluss der Highschool im Jahr 1963 belegte er erst Philosophie als Hauptfach, wechselte aber dann an die UCLA, um dort Theaterwissenschaften zu studieren. Anfang der 1960er Jahre war Martin bereits Textautor für verschiedene TV-Shows, vor allem für "The Smother Brothers Comedy Hour". Ende der 1960er schrieb er sein erstes Bühnenprogramm, mit dem er durch zahlreiche kleinere Clubs in Los Angeles tourte. Bereits 1969 gewann er als Autor der "Smothers Brothers Comedy Hour" einen "Emmy".

Im Jahr 1971 wurde er Ensemblemitglied der "Sonny & Cher Show". Durch zahlreiche Auftritte in der "Tonight Show" mit Johnny Carson wurde er rasch einem breiten TV-Publikum bekannt. Er entwickelte dabei seinen eigenen Komikstil als "Wild and Crazy Guy". Durch seine Auftritte konnte er weitere Bühnenerfahrung sammeln und sich erste Popularität erwerben, die ihm weitere Fernsehengagements eröffnete. 1976 avancierte er als TV-Entertainer der legendäre Comedy-Sendung "Saturday Night Live" zum Star der ersten Generation der Sendung. Für den Kurzfilm "The Absent-Minded Waiter" erhielt er 1977 eine "Oscar"-Nominierung. Der schauspielerische Durchbruch gelang ihm aber erst zwei Jahre später mit dem Film "Reichtum ist keine Schande" (1979), in dem er die Hauptrolle übernahm.

Der Film spielte mehr als 100 Millionen Dollar ein, wurde zum Blockbuster und etablierte Martin als Filmstar. Parallel dazu wurde Martins Comedy-Album "King Tut" in den USA 1,5 Millionen Mal verkauft. Selbst im Buchmarkt verstand es der sympathische Texaner, als Autor erfolgreich vertreten zu sein - seine Geschichtensammlung "Cruel Shoes" avancierte umgehend zum Bestseller. In den 1980er Jahren war Martin auch in der Film Noir-Parodie "Tote tragen keine Karos", der "Golden Globe"-nominierten Komödien "Solo für zwei" und dem "Oscar"-nominierten Horror-Musical "Der kleine Horrorladen" zu sehen. Die Parodie "Tote tragen keine Karos" machte Martin 1982 auch in Europa zum Star. Von 1986 bis 1994 war er mit der Schauspielerin Victoria Tennant verheiratet.

Die Schauspielkunst Martins zeichnet sich durch dessen Fähigkeit zum abrupten Wechsel der Stimmungslage aus. So vermag der Schauspieler beispielsweise in kurzer Zeit von einem Gefühlsextrem ins andere zu fallen und zuerst etwa Selbstvertrauen, dann Verletzbarkeit, zuerst ausgelassene Fröhlichkeit und dann Gefühlsschmerz zu mimen. In den 1990er Jahren machte sich Martin durch bekannte Filme wie "Der Mann mit den zwei Gehirnen", "L.A. Story", "Vater der Braut", "Drei Amigos" und "Der Scheinheilige" einen Namen. Das der Schauspieler seine Popolarität auch in den 1990er Jahren weiter halten konnte, verdankt er der Fortentwicklung seiner komischen Seite in eine mehr romantische Richtung, die beispielsweise in "Der Zufalls-Dad" zur Geltung kam.

Auch als Autor blieb Martin aktiv. Seine Bücher, die Kurzgeschichtensammlung "Pure Drivel" und der Roman "Shopgirl" waren Ende der 1990er sehr erfolgreich. Martins Theaterstück "Picasso at the Lapin Agile" wurde 1993 in Chicago uraufgeführt und später verfilmt. Darauf feierte Martin mit "Bowfingers große Nummer", "Schlaflos in New York" und "Fantasia 2000" ungebrochene Erfolge. Etwas, das ihn nach wie vor auszeichnet, ist seine Agilität und die abrupt wechselnde Mimik, die ihn auch berühmt werden ließ. 2001 und 2003 moderierte er die "Oscar"-Verleihung. Im Oktober 2005 verlieh man dem amerikanischen Schauspieler und Komiker den "Mark Twain Prize for American Humor". Nach "Im Dutzend billiger 2" aus dem Jahr 2005 stand er 2006 für das Kino-Remake von "Der Rosarote Panther" in der Rolle des Inspektor "Clouseau" vor der Kamera.

Im Jahr 2007 wurde er mit dem Kennedy-Preis ausgezeichnet. 2009 stand er für "Wenn Liebe so einfach wäre" (It’s Complicated) vor der Kamera. 2010 erhielt Martin den Grammy in der Kategorie Bestes Bluegrass-Album für sein Album "The Crow / New Songs for the Five-String Banjo". Zusammen mit Alec Baldwin führte Martin als Entertainer am 7. März 2010 durch die 82. Acadamy Awards im Kodak Theater in Hollywood.
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Biografie
Filmografie
Discografie
Kontaktadresse
Nachname: Martin
Vorname: Steve
Geburtsdatum: 1945-08-14
Geburtsort: Waco, Texas (USA).
Sternzeichen: Löwe 23.07 - 23.08
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