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Gaius Julius Caesar
Der Feldherr, Diktator und Autor trug wesentlich zur Konsolidierung der altrömischen Herrschaft über Europa bei. Er machte sich vor allem mit der langwierigen Befriedung des widerspenstigen Gallien in den 50er Jahren v. Chr. einen Namen. Gaius Julius Caesar reiste als Proconsul in die nördlichen Provinzen Illyrien und Gallia Cis- und Transalpina, von wo aus er in den Jahren 58-51 v. Chr. ganz Gallien bis zum Rhein eroberte. Im anschließenden römischen Bürgerkrieg 49-45 v. Chr., in dem er sich gegen seinen ehemaligen Verbündeten Pompeius und dessen Anhänger durchsetzte, führte er das Ende der Republik herbei, indem er sich zum Alleinherrscher ausrief. Nach seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit fiel er einem Attentat zum Opfer...

Bedeutende Geschichtsschreiber der Menschheitsgeschichte
 
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Julius Caesar
Biografie
Gaius Iulius Caesar wurde am 13. Juli 100 v. Chr. als Sohn einer angesehenen Patrizierfamilie, der Julier (lateinisch gens Iulia), in Rom geboren.

Caesar heiratete 84 v. Chr. Cornelia, deren Vater ein Anhänger von Marius war. Nachdem sich im Bürgerkrieg Sulla gegen Marius durchgesetzt hatte, geriet Caesar wegen dieser Verbindung vorübergehend in Konflikt zum neuen Machthaber, von dem er jedoch begnadigt wurde. In den Jahren 80-70 v. Chr. weilte Caesar weitgehend im Osten des römischen Reichs. Auf Rhodos und anderswo studierte er Rhetorik. Auch verteidigte er das Reich in siegreichen Kämpfen gegen Mithridates VI. und Piraten. Cornelia verstarb 69 v. Chr., im Anschluss daran war Caesar zunächst bis 62 mit Pompeia verheiratet, um sich dann in dritter Ehe mit Calpurnia zu verbinden.

In kritischer Distanz zu Sulla begann ab 68 v. Chr. die eigentliche politische Laufbahn Caesars in Rom, als er zunächst zum Quästor, ein altrömischer Finanzbeamter, ernannt wurde. 65 wurde er zum Ädil berufen, was einem Beamten mit polizeilichen Befugnissen entsprach. 63 bestimmte man Caesar durch Volkswahlen zum Pontifex maximus. Im Jahr 62 v. Chr. zum Prätor, einem hohen Justizbeamten ernannt, wirkte Caesar im darauffolgenden Jahr als Proprätor, d. h. Provinzstatthalter, auf der iberischen Halbinsel, wo er innere Aufstände bekämpfte und Verwaltungsreformen verwirklichte. Nach seiner Rückkehr wurde er 59 v. Chr. zusammen mit Bibulus ins Konsulat berufen.

Durch ein Bündnis mit Crassus und Pompeius bildete Caesar kurz darauf das sogenannte "Erste Triumvirat", das sich gegen Sullas Senatsoligarchie behaupten konnte. Caesar ließ sich mit der Funktion eines Statthalters für Oberitalien, Südfrankreich und Dalmatien ausstatten. In siegreichen Feldzügen, die ihn auch über den Rhein und bis nach Britannien führten, unterwarf er 58-51 v. Chr. Gallien. Den letzten großen Aufstand der Gallier, der 52 v. Chr. unter der Führung von Vercingetorix losbrach, konnte er nach erbitterten Kämpfen niederschlagen. Der langjährige Krieg zur Befriedung Galliens fand Eingang in die bekannte Abhandlung "De bello Gallico", mit der der erfolgreiche Feldherr sich auch als Geschichtsschreiber einen Namen machte.

Die militärischen Erfolge ließen Caesar zum mächtigsten Mann im römischen Reich werden. 53 v. Chr. löste jedoch der Tod von Crassus und der damit einhergehende Zerfall des Triumvirats erste Machtintrigen gegen ihn in Rom aus. Pompeius verbündete sich mit dem Senat, der Caesar entmachten wollte. Caesar kam einem solchen Vorhaben 49 v. Chr. durch einen Einfall in Italien zuvor. Im Verlauf des anschließenden Bürgerkriegs siegte er 48 v. Chr. über Pompeius. In den beiden folgenden Jahren erzielte er in weiteren Feldzügen von Ägypten über Nordafrika bis nach Spanien den Sieg über die Anhänger Pompeius.

In den eroberten Gebieten entfaltete Caesar zugleich eine intensive Reformtätigkeit, die dort die römische Herrschaft durch Neuerungen im Bereich von Verwaltung und Recht sowie die Einführung des Julianischen Kalenders stärkte. Dadurch schuf er die wesentlichen Voraussetzungen für die Einigung des römischen Reiches und die Romanisierung Westeuropas, wie sie später unter Augustus vorangetrieben werden sollten. Im Februar 44 v. Chr. wurde Caesar zum Diktator auf Lebenszeit berufen. Wenig später fiel er jedoch einer Adelsverschwörung unter Brutus und Cassius zum Opfer.

Gaius Iulius Caesar wurde an den Iden des März (15.) 44 v. Chr. im Pompeiustheater in Rom ermordet.


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Biografie
Nachname: Julius Caesar
Vorname: Gaius
Geburtsdatum: 0100 v. Chr.
Geburtsort: Rom (I).
Todesdatum: 0044 v. Chr.
Todesort: Rom (I).
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