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Johann Strauß
Der österreichische Komponist wurde durch seine Walzerkompositionen berühmt. Sein Verdienst besteht darin, dass er den Walzer auf seinen Konzertreisen durch ganz Europa international bekannt machte. Johann Strauß komponierte mehr als 150 Walzer sowie Polkas, Galopptänze, Quadrillen und Märsche. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Walzer "Loreley-Rhein-Klänge", "Cäcilien-Walzer" und "Die Schwalben" sowie vor allem der weltberühmte "Radetzky-Marsch", den Johann Strauß der kaiserlich-königlichen Armee widmete und anlässlich des Sieges der österreichischen Armee über Italien komponierte...
 
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Biografie
Johann Strauß wurde am 14. April 1804 als Sohn eines Gastwirts in dem Wiener Vorstadtteil Leopoldstadt geboren.

Schon früh begeisterte sich Johann Strauß für Volksmusik. Mit sieben Jahren verlor er seine Mutter. Im Jahr 1816 wurde sein Vater tot aus der Donau geholt. Er begann eine Lehre als Buchbinder, die er im Jahr 1822 abschloss. Bereits während dieser Zeit wurde Strauß an der Violine unterrichtet. Er wurde Mitglied in einer Kapelle. Daraus ging dann ein Terzett hervor, in dem der junge Strauß die Violine spielte. Es hatte Auftritte in Gasthäusern und Cafés. Den musikalischen Darbietungen wohnte unter anderem Franz Schubert bei. Aus dem Terzett entwickelte sich ein kleines Orchester unter der Leitung des Gründers Joseph Lanner. 1825 heiratete er die Gastwirtstochter Anna Streim. Im gleichen Jahr kam sein Sohn Johann, der später bekannte Komponist und Musiker, zur Welt.

Im Jahr 1827 gab Johann Strauß seine ersten Konzerte und sein zweiter Sohn Joseph wurde geboren. Im gleichen wurde sein "Döbliner-Reunion-Walzer" veröffentlicht. Johann Strauß und seine Kapelle hatten in der Folgezeit zahlreiche öffentliche Auftritte in den typisch Wiener Vergnügungsszenen wie in Cafés, Gaststätten, zu Nachmittagsveranstaltungen, an Fasching, im Prater zu Bällen oder Abendveranstaltungen. Johann Strauß unternahm eine Konzertreise, die ihn auch durch Ungarn führte. Die Tour wurde zum großen Erfolg, so dass sich Strauß mit einem Ensemble von 30 Mitgliedern im Jahr 1934 nochmals auf Reise begab. Zu seinen Stationen gehörte unter anderem Berlin, wo er auch ein Konzert im Prinzenpalais gab. Unter den Gästen befanden sich der preußische König und der russische Zar. Die Konzertreise führte Strauß weiter nach Leipzig, Dresden und Prag.

Auch diese Tournee wurde zu seinem vollen Erfolg, das Publikum nahm die einzelnen Veranstaltungen mit Begeisterung auf. 1835 wurde Johann Strauß zum sechsten Mal Vater und darüber hinaus zum ersten Mal eines unehelichen Kindes. Mit der Mutter Emilie Trambusch hatte er dann insgesamt sieben Kinder zusammen. Der Komponist unternahm zwei Tourneen, die mehrere Monate andauerten und ihn mit seinem Orchester durch Deutschland, Holland und Belgien führte. Im gleichen Jahr, 1835, wurde er Wiener Hofballdirektor. 1837 begab sich Strauß auf eine vierzehnmonatige Konzerttour, auf der er in Paris, Belgien, Holland, London und Frankreich Station machte. Unter den Gästen befanden sich Komponisten wie Adolphe Charles Adam, Daniel François Esprit Auber, Hector Berlioz, Luigi Cherubini, Giacomo Meyerbeer und Niccoló Paganini, die Strauß außerordentlich feierten.

In London gab er ein Konzert zur Krönung von Königin Victoria. Noch während der Rückreise brach Strauß zusammen, und auch nach der Ankunft in Wien erkrankte der Komponist schwer. Strauß` Sohn Johann schlug entgegen des väterlichen Willens die Musikerlaufbahn ein und gab sein musikalisches Debüt im Jahr 1844. Den Radetzky Marsch, seine berühmteste Komposition, widmete Johann Strauß der k.-und-k-Armee, den er aus Anlass des Sieges der österreichischen Armee über Italien komponierte. 1849 brach Strauß zu seiner letzten großen europäischen Tournee auf, wobei er unter anderem in England auftrat. Dort begegnete er im Jahr 1848 dem ehemaligen österreichischen Staatskanzler Fürst von Metternich, der dort im Exil lebte. In Deutschland herrschte Revolutionszeit, der Komponist wurde dort vielfach als reaktionär abgelehnt.

Die Verdienste von Johann Strauß liegen unter anderem in der Verbreitung des Walzers, den er auf seinen Konzerten in ganz Europa international bekannt machte. Zu seinen Kompositionswerken zählen über 150 Walzer sowie Polkas, Quadrillen, Galopptänze und Märsche. Seine bekanntesten Werke umfassen "Loreley-Rhein-Gesänge", "Cäcilien-Walzer" oder der Titel "Die Schwalben".

Johann Strauß starb am 25. September 1849 in Wien.
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Biografie
Nachname: Strauß
Vorname: Johann
Geburtsdatum: 1804-04-14
Geburtsort: Wien (A).
Todesdatum: 1849-09-25
Todesort: Wien (A).
Sternzeichen: Widder 21.03 - 20.04
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