Biografie

Freddy Quinn

Der österreichische Sänger, Schauspieler, Artist und Entertainer gilt mit über 1.000 aufgenommenen Musiktiteln als einer der erfolgreichsten Sänger der Nachkriegszeit. Freddy Quinn hat sich zunächst das Image eines singenden Seemanns zugelegt. Später verlegte er es in das Milieu der fahrenden Zirkusleute und auch der Cowboys. Entsprechend sind auch die Inhalte seiner Lieder, die von der Seefahrt, vom Wanderleben und der Sehnsucht handeln. Während seiner Karriere wechselte Freddy Quinn ins Entertainmentfach. Zu seinen populärsten Musiktiteln gehören "La Paloma", "Junge komm bald wieder" und "Die Gitarre und das Meer"...
Freddy Quinn wurde am 27. September 1931 als Sohn eines Kaufmanns und einer Journalistin namens Edith Nidl in Wien geboren.

Zunächst besuchte Freddy Quinn die Elementary School in Morgentown im US-Bundesstaat West Virginia, nachdem er sich mit seinem Vater in die USA abgesetzt hatte. Als seine Mutter das Sorgerecht erhielt, musste er wieder nach Europa zurück, wo er bei seiner Mutter in Wien lebte. Dort besuchte er die Volksschule, dann wechselte er nach Antwerpen. Seine gymnasiale Schulzeit verbrachte er wiederum in Wien. Bereits früh begann Quinn ein Wanderleben zu führen und zog mit Zirkusunternehmen durch das Land. Er schlug sich in diesem Milieu als Saxophonspieler durch, ließ sich aber auch zum Akrobaten und Seilläufer ausbilden. Diese Frühphase prägte ihn und schlug sich auch in den Inhalten seiner späteren Lieder nieder.

Ab 1950 trat Freddy Quinn in verschiedenen Bars in Hamburg auf und gab sein öffentliches Debüt als Sänger. 1950 verdiente sich der Sänger seine ersten Meriten bei einem Sängerwettbewerb in Belfast. Vier Jahre später wurde er als Talent von der Plattenfirma "Polydor" entdeckt. Sie ermöglichte ihm eine Gesangsausbildung und damit beginnt die eigentliche Karriere Quinns. 1954 nahm er vorwiegend Seemannslieder auf, die von der Sehnsucht handeln. Zu seinem Repertoire zählten auch Texte über Cowboys. In dieser Zeit ließ er sich auch das Schauspielfach unterrichten. Der Titel "Heimweh" brachte Quinn 1956 erstmals die Goldene Schallplatte als Auszeichnung ein. In den Folgejahren feierte Quinn Erfolge mit Titeln wie "Heimatlos" (1958), "Die Gitarre und das Meer" (1959) oder "Unter fernen Sternen" (1960). Besonders erfolgreich war der Titel "La Paloma" (1962).

Drei Jahre später übertraf er diesen Erfolg mit dem Titel "Junge, komm bald wieder" (1965). Quinns Lieder handeln nicht nur von Seeleuten und Außenseitern, sondern auch von Fernweh und Sehnsucht. Mit diesen Themen sang er sich in die Herzen eines Millionenpublikums. Neben Live-Auftritten häufte sich auch die Fernsehpräsenz. Bis 1993 gingen über 60 Millionen Schallplatten, Musikkassetten und andere Tonträger von ihm über die Ladentheke. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem insgesamt 15 Goldene Schallplatten und 16 Goldene Löwen von Radio Luxemburg. 1957 kam dann das Debüt als Schauspieler: Quinn wirkte in dem Streifen "Die große Chance" mit. Zwei Jahre später erhielt er die Hauptrolle in dem Film "Die Gitarre und das Meer". Der Streifen wurde als erfolgreichster Film des Jahres mit dem Bambi geehrt. Später verlegte sich Quinn auf das Musical-Fach.

So wirkte er 1962 erstmals in dem Musical mit dem Titel "Heimweh nach St. Pauli" mit. Es folgten Titel wie "Der Junge von St. Pauli" (1970) oder "Große Freiheit Nr. 7" (1984). Selbst in Operetten sang Quinn, so beispielsweise 1968 in "Die Fledermaus". Damit tourte er unter anderem nach Hamburg, Wien, München und Berlin. Quinn trat ab 1976 als Showmaster im Fernsehen auf. So moderierte er 1980 zum Beispiel das "Artistencocktail". Er übernahm das Entertainment der TV-Reihe "Manegen der Welt", in der er den Zuschauern das Zirkusleben und Zirkusattraktionen näher brachte. Ab 1981 erfolgte die Präsentation der Reihe "Zirkus, Zirkus". 1981 absolvierte Freddy Quinn als einen der Höhepunkte in seiner Karriere einen Auftritt in der berühmten Carnegie Hall in New York. In dieser Zeit wurde auch die Personality-Show mit dem Titel "Freddy Quinn in Concert" im deutschen TV gesendet.

Zu Ehren seines 55. Geburtstages wurde ihm die Sendung "Ein Abend für Freddy Quinn" gewidmet. 1999 führte der fast siebzigjährige Künstler eine große Konzert-Tournee durch. Seine letzte Tournee fand 2002 unter dem Motto "Lieder, die das Leben schrieb" statt, sie endete im Mai im Konzerthaus in Wien. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem das Goldene Grammophon, die Goldene Europa, zwei Goldene Midem Awards, Hermann-Löns-Medaillen in Silber, Gold und Platin, die Goldene Stimmgabel, vier goldene "Ottos" der Jugendzeitschrift BRAVO, das Goldene Mercatorpferd der BMG, der Popularitätspreis "El Gaucho" der Republik Argentinien, der Goldene Funkturm von RTL, die Filmleinwand in Gold, zwei Goldene Bambis, der Circus-Oscar, der Verdienstorden der Republik Österreich, das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien, das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland und die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille.

Zu Quinns Repertoire an aufgenommenen Liedern zählen über 1.000 Titel, die der Sänger in seiner fast 50-jährigen Laufbahn zu einem der erfolgreichsten Sänger im Nachkriegsdeutschland machten. Im Herbst 2004 wurde bekannt, dass der beliebte Sänger sich wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten muss, nachdem ihn eine ehemalige Geliebte denunziert hatte. Quinn zeigte sich geständig und beglich die schuldig gebliebene Steuerpflicht.

NameManfred Nidl - Petz

AliasFreddy Quinn

Geboren am27.09.1931

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortWien (A).