Biografie

Heraklit

Der griechische Philosoph Heraklit von Ephesos legte dem Weltall ewigen Bestand bei, es sei weder von Göttern noch von Menschen geschaffen worden. Er nennt es ein göttliches Urfeuer, das sich selbst löscht und selbst entzündet. Darin herrscht reine Vernunft. Durch Kampf entstehen daraus die Vielheit der Dinge. Mit der Eintracht entsteht die Erstarrung, die in die Einheit des Urfeuers übergeht. Nach Heraklit befindet sich alles im Fluss, der durch das Gesetz der Vernunft geleitet wird. Im Aufklärungszeitalter und auch im nachfolgenden Jahrhundert beeinflusste Heraklits Philosophie Denker wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher, Ferdinand Lasalle oder Friedrich Nietzsche...
Heraklit von Ephesos wurde etwa um die Zeit des Jahres 550 vor Christus als Abkömmling einer Königsfamilie geboren.

Heraklit oder Herakleitos von Ephesos lebte als Politiker in Ephesos. In seiner philosophischen Lehre bekannte er sich zu einer vitalen Kraft eines Urwesens, aus dem sich durch ständiges Auf und Ab die Vielheit und die Einheit ergibt. Für Heraklit hat das Weltall ewigen Bestand. Es wurde weder vom Mensch noch von den Göttern erschaffen. Er bezeichnet das Weltall als lebendiges Feuer oder göttliches Urfeuer, das sich selbst löscht und wieder entzündet. Das Feuer ist für ihn Inbegriff der Lebendigkeit und Beweglichkeit. Es ist reine Vernunft, aus der durch Kampf die Vielheit der Dinge entstehen.

Erst der Friede bringt einen Stillstand, eine Erstarrung, die wieder in die Einheit des Urfeuers aufgenommen wird. Das ist der Kreislauf, aus dem aus der Einheit die Vielheit der Dinge wird und umgekehrt. Dieser ständige Fluss folgt den Gesetzen der Vernunft, die aber nur wenigen zugänglich ist. Heraklit bemühte sich um eine Vereinigung der Gegensätze. In allen Dingen sah er das Gegensätzliche vereint als verborgene Harmonie. In dem Fluss des Entstehens und Vergehens der Dinge wandeln sie sich innerhalb dieser Gegensätzlichkeit. Der Gegensatz wird aufgehoben im fließenden Übergang zwischen Werden und Vergehen.

Die verborgene Harmonie schätzte Heraklit höherwertig ein als die offene Gegensätzlichkeit. Dazu nannte er den Krieg als Urheber aller Dinge, denn den einen erweist er sich beispielsweise als Sklaven und den anderen als freier Mensch. Einen Tod als das absolute Ende, das Nichts gab es für Heraklit nicht. Er ist für ihn auch nur ein Punkt in dem ständigen Fluss des Werdens und Vergehens. Der Tod bedeutet für Heraklit ein Wendpunkt im Übergang zu einem anderen Zustand. Für den Menschen bedeutet der Tod, wenn ihn die Seele verlassen hat. Das Problem des individuellen Todes hatte für Heraklit kaum Bedeutung.

Die Vernunft durchdringt nach Heraklit alle Dinge, und sie durchwaltet auch die Natur. Nur wer weise ist, erkennt die Vernunft. Und nach Heraklit ist nur derjenige weise, der sich nach ihr richtet. Der Mensch ist Teil der Welt und des gesamten Kosmos, der von der Vernunft durchdrungen ist. Die Unterwerfung des Menschen unter die Vernunftgesetze sind ihm der Schlüssel zur eigenen Glückseligkeit. Demnach ist der Mensch der Schmid seines eigenen Glückes, das nicht abhängt vom Willen der Götter. Die Vernunft ist für Heraklit kein transzendentales Wesen als äußere wirkende Ursache, sondern sie ist das Gesetz aller Entstehung und Vergänglichkeit.

Heraklits Lehre genoss großes Ansehen und hatte dadurch auch eine große Auswirkung. So nahm der Stoizismus sie für sich auf und trug sie weiter in die christliche und abendländische Philosophie. Der Stoizismus ist noch heute im angelsächsischen Raum als Erziehungsideal des "Gentleman" aktuell. Im Aufklärungszeitalter und auch im nachfolgenden Jahrhundert beeinflusste Heraklits Philosophie Denker wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher, Ferdinand Lasalle oder Friedrich Nietzsche. Aber auch der russische Staatsmann Lenin und andere bolschewistischen Theoretiker beriefen sich auf ihn und seine Lehren.

Heraklit starb um die Zeit des Jahres 480 vor Christus.

NameHeraklit von Ephesos

AliasHeraklit

Geboren am01.01.0550

GeburtsortEphesos

Verstorben am01.01.0480

Todesort--