Biografie

Eugen Schönebeck

Der deutsche Maler beabsichtigte eine individuelle expressive Ausdruckssprache. In den 1960er Jahren fand er zu einer eher abstrakten, gestaltlosen Figurationsmalerei. Dabei thematisierte und vereinigte Eugen Schönebeck christliche Begriffe mit solchen des utopischen Sozialismus. 1966 beendete Eugen Schönebeck völlig unerwartet seine Laufbahn als Maler. In den wenigen Jahren seines aktiven Künstlerlebens hatte er rund 80 Ölgemälde und an die 800 Zeichnungen geschaffen...
Eugen Schönebeck wurde 1936 in Berlin geboren.

An der Meisterschule für Angewandte Kunst in Ost-Berlin begann er 1954 seine künstlerische Ausbildung in der Klasse für Großflächenmalerei. 1955 wechselte er nach einem Semester jedoch nach West-Berlin, wo er bis 1961 an der Hochschule für Bildende Kunst bei Hans Jaenisch und Hans Kuhn studierte. Dort machte er die Bekanntschaft des Malers Georg Baselitz. Im Rahmen einer gemeinschaftlichen Ausstellung gaben die beiden Künstler im Jahr 1961 das "Erste Pandämonische Manifest" bekannt.

In dem Kunstbekenntnis lehnen Schönebeck und Baselitz die etablierten modernen Kunstformen zwischen der expressionistischen Spätinformel und Pop-art ab. Sie suchen nach einer eigenen expressiven Stilform. In den sechziger Jahren setzte sich der Künstler mit den Ursachen und Folgen der Hitlermacht auseinander. Seine Werke gaben Antwort auf die damalige Frage, ob das Gegenständliche in der Kunst nach den schrecklichen Ereignissen überhaupt noch oder schon wieder möglich sei. Schönebeck nahm den Stil der besonders aus den USA und Frankreich kommenden Informel zum Ausgang für eine individuelle Ausdruckskraft.

Schönebeck fand zur eher abstrakten gestaltlosen Figurationsmalerei im leidenschaftlich-revolutionären Ton; dabei verband er christliche und utopisch-sozialistische Begriffe miteinander. Seine Erkenntnisse verarbeitete er in Bildern und Serien wie den 4 Kreuzigungen (1963/64), "Der wahre Mensch", "Lenin", "Pasternak", "Trotzki", "Majakowski" und "Mao Tse-Tung". Darüber hinaus schuf Eugen Schönebeck auch ein zeichnerisches Werk. In einigen seiner Zeichnungen stellt der Künstler Vaterphantasien dar, in denen der Betrachter Strenge, Leiden und Erlösung erkennen soll. 1966 beendete Eugen Schönebeck völlig unerwartet seine Laufbahn als Maler.

In den wenigen Jahren seines aktiven Künstlerlebens hatte er rund 80 Ölgemälde und an die 800 Zeichnungen geschaffen. 1992 wurde er mit dem Fred-Thiele-Preis für Malerei ausgezeichnet.

NameEugen Schönebeck

Geboren am01.01.1936

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortBerlin (D).

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