Biografie

Alfred Döblin

NameAlfred Döblin

Geboren am10.08.1878

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortStettin (D).

Verstorben am26.06.1957

TodesortEmmendingen (D).

Alfred Döblin

Der Arzt und Schriftsteller wurde mit seinen Erzählungen "Die Ermordung der Butterblume" und dem Roman "Die drei Sprünge des Wang-lun" zum bedeutendsten Erzähler des Expressionismus. Typisch für seine Erzählhaltung ist der Kinostil, der auf Beobachtung setzt und durch Erzählerdistanz und Tempo realisiert wird. Alfred Döblin verzichtet weitgehend auf einfühlende psychologische Elemente. Sein bekanntestes Werk ist der Romantitel "Berlin Alexanderplatz", der sich durch poetische Mittel wie innerer Monolog, erlebte Rede, Montage, Collage oder Schnitttechnik dem modernen Roman annähert...
Alfred Döblin wurde am 10. August 1878 als Sohn des Schneiders Max Döblin und seiner Frau Sophie, geborene Freudenheim, in Stettin geboren.

Bereits als Zehnjähriger wuchs Alfred Döblin ohne Vater auf, der die Familie verlassen hatte. In dieser Zeit, im Jahr 1888 siedelte er mit seiner Mutter nach Berlin über. Nach seiner Schulzeit begann er im Jahr 1900 ein Studium der Medizin in Berlin. Noch während seiner Studienzeit wandte sich Döblin der Schriftstellerarbeit zu. Er schloss sein Studium im Jahr 1905 mit der Promotion zum Dr. med. in Freiburg ab. Dort arbeitete er zunächst als Assistent in der Psychiatrie. 1911 ließ er sich wieder in Berlin nieder, wo er dort bis zum Jahr 1933 als Arzt für Nervenkrankheiten arbeitete.

Im Jahr 1912 heiratete er die Studentin Erna Reiss. Aus dieser Verbindung gingen insgesamt vier Kinder hervor. Herwarth Walden, Herausgeber der Zeitschrift "Der Sturm", machte Döblin mit den Berliner Kunst- und Literaturkreisen bekannt. In der Folgezeit von 1912 bis 1920 gab er mehrere literarische Werke heraus. So erschien das erzählerische Werk mit dem Titel "Die Ermordung der Butterblume". 1915 kam sein Roman "Die drei Sprünge des Wang-Lu" aus den Markt.

Es folgten die beiden Romanwerke "Wadzeks Kampf mit der Dampfturbine" aus dem Jahr 1918 und "Wallenstein aus dem Jahr 1920. Diese Werke begründeten seinen Ruf als einer der bedeutendsten Repräsentanten der Expressionismus-Literatur. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 meldete er sich als Militärarzt freiwillig zum Kriegsdienst. 1918 befürwortete er während der Novemberrevolution die Position der "Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands" (USPD). Zwei Jahre später war er als Theaterkorrespondent für die Zeitung "Prager Tagblatt" tätig. 1924 kam sein Roman "Berge, Meere und Giganten" heraus; darin zeichnete er seine Zukunftsvisionen nach.

Döblin wurde im Jahr 1928 als Mitglied in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen. Ein Jahr später kam sein Roman "Berlin Alexanderplatz. Geschichte von Franz Biberkopf" auf dem Markt. Der Titel wurde bis heute Döblins populärstes Werk. Doch bereits in seiner Zeit erreichte das Buch einen hohen Bekanntheitsgrad. Zwei Jahre später wurde es verfilmt, die Hauptrolle darin spielte Heinrich George. Im Jahr der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, 1933, siedelte er aufgrund seiner jüdischen Abstammung nach Paris über. Als konkreten Anlass seiner Emigration nahm er den Reichstagsbrand am 28. Februar.

Auch in seiner Exilzeit von 1934 bis 1937 betätigte er sich als Schriftsteller. Er arbeitet an seinen Romanen "Babylonische Wanderung" und "Pardon wird nicht gegeben" sowie am ersten Teil des Romans "Das Land ohne Tod", von dem bis zum Jahr 1948 insgesamt drei erschienen sind. 1936 wurde Döblin französischer Staatsbürger. Zwei Jahre später veröffentlichte er den ersten Teil seines Romantitels "November 1918", der von der Revolution handelt. Bis zum Jahr 1950 folgen insgesamt weitere drei Bände. Mit dem Einmarsch der Deutschen in einen Teil Frankreich emigrierte Alfred Döblin im Jahr 1940 in die Vereinigten Staaten. Dort nahm er ein Jahr später den katholischen Glauben an.

Nach Kriegsende kehrte er im Jahr 1946 nach Deutschland zurück. Er ließ sich in Baden-Baden nieder. Drei Jahre später zog er nach Mainz. Doch schon bald, im Jahr 1953, zog er enttäuscht von Deutschland wieder nach Paris. 1956 wurde sein Roman "Hamlet oder Die lange Nacht nimmt kein Ende" veröffentlicht.

Alfred Döblin starb am 28. Juni 1957 in Emmendingen bei Freiburg im Breisgau.

NameAlfred Döblin

Geboren am10.08.1878

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortStettin (D).

Verstorben am26.06.1957

TodesortEmmendingen (D).

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