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Carl Heinrich Knorr
Der Lehrersohn und Kaufmann versuchte sich seit 1838 in Heilbronn als Nahrungsmittelfabrikant. Mit seiner Mischung aus Hülsenfruchtmehl, getrocknetem und gemahlenem Gemüse sowie Gewürzen legte Carl Heinrich Knorr den Grundstein für eine Produktpalette, die dann unter seinen Söhnen Carl und Alfred Knorr in Gestalt der typischen "Suppentabletten", "Suppenwurst" und "Suppenwürfel" ihren Siegeszug durch die Küchen der Welt antrat...

Menschen und Marken
 
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Biografie
Carl Heinrich Knorr wurde am 15. Mai 1800 in Meerdorf bei Braunschweig geboren.

Sein Vater, Johann Christian Julius Knorr (1786-1832), war als Lehrer und Kantor tätig. Über Kindheit und Jugend Knorrs ist wenig bekannt. 1828 heiratete er Henriette Ziegenmeyer, mit der er nach Osterode im Harz übersiedelte. Knorr hatte mit seiner ersten Frau, die jedoch bereits 1834 verstarb, eine gemeinsame Tochter. Nach dem Tod der Frau wechselte er nach Hanau, wo er als Kaufmann tätig wurde.

Knorr heiratete 1838 in zweiter Ehe Amalie Henriette Caroline Seyfardt, mit der er in der Folge nochmals fünf Kinder hatte. Noch im selben Jahr erhielt er die Bürgerrechte für Heilbronn, wo sich beide niederließen. Gegen Jahresende 1838 konnte Knorr außerdem mit dem Vermögen seiner neuen Frau ein eigenes Unternehmen gründen. In der neu errichteten Fabrik produzierte er zunächst einen Kaffee-Ersatz aus Zichorien.

Zusammen mit seinem Lebensmittel- und Kolonialwarenhandel konnte der Unternehmer rasch in andere deutsche Staaten expandieren. Aufgrund von Finanzierungsproblemen veräußerte Knorr die Fabrik jedoch 1855, um sich vorübergehend in der Textilproduktion zu versuchen. Ab 1858 stieg er wieder in den Handel mit Agrarprodukten ein, den er in allen deutschen Staaten und bis nach Ungarn betrieb.

Unter Mithilfe seiner beiden Söhne Carl (1843-1921) und Alfred Knorr (1846-1895) wandte sich der Unternehmer neben seinen Handelsgeschäften auch wieder der eigenen Produktion von Lebensmitteln zu. So begann er Anfang der 1870er Jahre mit der Herstellung von Mehlen aus Hülsenfrüchten (Grünkern, Erben, Bohnen, Linsen), die unter dem Markennamen "Bienenkorb" vertrieben wurden. Der Unternehmensgründer begann selbst noch mit der Produktion von Mischungen, die aus Hülsenfruchtmehl, getrocknetem und gemahlenem Gemüse sowie Gewürzen bestanden.

Als Carl Heinrich Knorr am 20. Mai 1875 in Heilbronn verstarb, führten Carl und Alfred Knorr bis 1895 in gemeinsamer Leitung das Unternehmen fort.

Die Produktion stieß nun begünstigt durch die deutsche Reichseinigung von 1871 und die verstärkte Industrialisierung auf eine zunehmende Nachfrage auch im internationalen Bereich. In der 1884 in Heilbronn errichteten neuen Fabrik wurde nun erstmals das typische, in Tafelform gepresste Suppenkonzentration hergestellt. Die ab 1886 produzierten „Suppentabletten“, später dann die "Suppenwurst" und schließlich der "Suppenwürfel" wurden bald in der ganzen Welt vertrieben.

Im Zeitraum von 1895 bis 1899 führte Carl Knorr das Unternehmen alleine, das 1899 in eine Aktiengesellschaft ungewandelt wurde, in deren Führungsgremien bis in die zweite Nachkriegszeit hinein Familienmitglieder vertreten waren.


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Biografie
Nachname: Knorr
Vorname: Carl Heinrich
Geburtsdatum: 1800-05-15
Geburtsort: Meerdorf, Braunschweig (D).
Todesdatum: 1875-05-20
Todesort: Heilbronn (D).
Sternzeichen: Stier 21.04 - 21.05
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