 |
 |
 |
 |
 |
 |
Omar Sharif wurde am 10. April 1932 in Alexandria, Ägypten geboren.
Der Sohn christlicher Eltern heißt er mit Geburtsnamen Michael Shalhoub, erst als er zum Islam konvertierte nahm er den Namen Omar El-Sharif an. Im Alter von vier Jahren zog er mit seiner Familie, sein Vater war ein erfolgreicher Holzhändler, nach Kairo, wo er eine englische Schule und später das British Victoria College besuchte.
Seine Begeisterung für die Schauspielerei war schon früh geweckt und Omar Sharif gründete bereits während der Schulzeit eine kleine Schauspielgruppe, für die er sowohl als Schauspieler als auch als Direktor tätig war. Nach dem Abschluss der Schule arbeitete er zunächst in dem elterlichen Betrieb, wollte das Schauspielhandwerk aber nicht aufgeben und beschloss sich bei der Royal Academy of Dramatic Art in London einzuschreiben.
Es kam jedoch nicht zu der Ausbildung, denn noch bevor er nach London reisen konnte, lernte er der Regisseur Jussef Shahine kennen, der ihm im Alter von 22 Jahren seine erste Rolle anbot, gleich eine Hauptrolle in dem Film "The Blazing Sun" aus dem Jahr 1953. Er feierte große Erfolge und wurde in seinem Heimatland Ägypten ein gefeierter Star.
Im Jahr 1955 heiratete er seine Schauspielkollegin Faten Hamama und gründete seine eigene Produktionsfirma. 1957 kam der gemeinsame Sohn Tarek zu Welt, der später in "Doktor Schiwago" seinen Vater als Kind verkörperte. Es folgten einige weitere ägyptische Produktionen, bis er 1958 seinen ersten westlichen Film "Goha" drehte. Nicht zuletzt durch seine optische Erscheinung wurde der Produzent Sam Spiegel auf Omar Sharif aufmerksam und bot ihm die Rolle des Beduinen "Ali" in "Lawrence von Arabien" an.
"Lawrence von Arabien" wurde zu Sharifs erfolgreichstem Film und zu seinem internationalen Durchbruch. Er erhielt dafür den "Oscar" für die beste Nebenrolle. Hollywood war von dem attraktiven Ägypter überzeugt und weitere große Produktionen folgten. Privat hatte er allerdings weniger Glück, er entfremdete sich immer mehr von seiner Frau Faten Hamama, für die er zum Islam konvertierte, und sie ließen sich scheiden.
Im Jahr 1968 spielte Omar Sharif neben Barbra Streisand in "Funny Girl". Wegen der damals herrschenden Auseinandersetzungen zwischen Israel und Ägypten löste der Film einige Diskussionen aus, da Sharif den Ehemann einer Jüdin spielte. Es folgten weitere Erfolgsproduktionen und er war neben den namhaftesten Schauspielern zu sehen.
Neben seiner Leidenschaft zur Schauspielerei entwickelte sich noch eine zweite, nämlich die zum Bridge-Spiel. 1973 gewann er sogar die Weltmeisterschaft im Bridge, doch auch die schlimmen Seiten des Spielens blieben ihm nicht verborgen: Es heißt, er habe im Laufe seines Lebens 12 Millionen US$ verloren. Er schaffte den Absprung nicht und sein Abstieg war unvermeidlich, er brachte sein gesamtes Vermögen durch und galt als bankrott. Die großen Filmangebote blieben aus und er schlug sich mit kleineren, vorwiegend TV-Rollen durch.
Im Jahr 1993 musste sich Omar Sharif einer schweren Herzoperation unterziehen, die Ärzte forderten einen ruhigeren Lebenswandel und er ging zurück in seine Heimat, wo er wieder ägyptische Filme drehte. Mit "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" meldete er sich 2003 auf den internationalen Kinoleinwänden zurück. In der Bestseller-Verfilmung geht es um die Begegnung zwischen einem alten Moslem und einem jüdischen Teenager. In "Hidalgo" aus dem Jahr 2004 ist Omar Sharif neben Viggo Mortensen zu sehen. |
 |
|
 |
 |
 |
| | Home | Namen | Themen | Zeitstrahl | |
 |
Copyright © 1999 - 2008 by rasscass Medien und Content Verlag
Webdesign - mps by Susanne Porsche - www.whoswho.de |
 |