Biografie

Thomas Jefferson

Der US-amerikanische Jurist, Philosoph und Staatsmann stellte von 1801 bis 1809, in zwei Amtsperioden, den dritten Präsidenten der Vereinigten Staaten vom Amerika. Dabei trat Thomas Jefferson im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts als führender intellektueller Kopf der amerikanischen Revolution auf. Jefferson wirkte maßgeblich an der innenpolitischen Ausgestaltung und territorialen Ausdehnung des neuen demokratischen Staatenbundes mit und avancierte als einer der Gründer der Demokratisch-Republikanischen Partei zum Vater der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776. In Jeffersons Amtszeit als Präsident fielen der Kauf von Louisiana, die Lewis-und-Clark-Expedition und ein fehlgeschlagenes Handelsembargo gegen Großbritannien und Frankreich...

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Thomas Jefferson wurde am 13. April 1743 in Shadwell (Virginia, USA) als Sohn eines Siedlers geboren.

Obwohl er in starkem Maße an Naturwissenschaften interessiert war, wandte er sich in Ermangelung ausreichender Studienbedingungen einer juristischen Ausbildung zu. 1767 wurde Jefferson in die Rechtsanwaltschaft aufgenommen. Zwei Jahre später wählte man ihn in das Abgeordnetenhaus von Virginia. Jefferson profilierte sich als aufgeklärter Geist, der sich zum philosophischen Fürsprecher der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung entwickelte. Als Führer des kolonialen Widerstands gegen Großbritannien berief er sich in seiner Philosophie auf grundsätzliche Verfassungstraditionen des Mutterlands, die er gegen dessen Vormacht- und Kolonialpolitik wendete.

Jeffersons bedeutendster Beitrag zur öffentlichen Debatte in der amerikanischen Revolution war seine Abhandlung über "A Summary View of the Rights of British America" von 1774. In den Jahren 1775/1776 und 1783 machte Thomas Jefferson als Mitglied des Kontinentalkongresses seinen Einfluss auf den Verlauf der Revolution geltend. Seine wichtigste Leistung in diesem Zusammenhang war die Ausarbeitung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776, an der er neben John Adams und Benjamin Franklin in herausragender Weise beteiligt war. In Virginia setzte sich Jefferson als Abgeordneter und als Gouverneur (1779-1781) für die Abschaffung feudaler Vorrechte, die Trennung von Kirche und Staat sowie für die Errichtung eines öffentlichen Bildungssystems ein, das in dieser Form allerdings nicht verwirklicht werden konnte.

Ab 1784 hielt sich Jefferson in diplomatischen Diensten in Frankreich auf, wo er ein Jahr später die Nachfolge des amerikanischen Gesandten Benjamin Franklin antrat. Diese Funktion nahm er bis 1789 wahr. Nach seiner Rückkehr in die USA wurde Jefferson unter der Administration von George Washington zum Staatssekretär des Auswärtigen berufen. Als solcher amtierte er bis 1793. Unter dem nachfolgenden Präsidenten John Adams nahm Jefferson dann von 1797 bis 1801 die Funktion des Vizepräsidenten der USA wahr. Im Präsidentschaftswahlkampf von 1800 wurde Jefferson zum dritten Präsidenten der USA gewählt, der sein Amt am 4. März 1801 in der neuen amerikanischen Hauptstadt Washington antrat.

Während der doppelten Amtszeit 1801 bis 1809 war seine Innenpolitik gekennzeichnet von einer Reforminitiative, die die Stärkung der Pressefreiheit, die Lockerung des Staatsbürgerrechts, die Herstellung der inneren Handelsfreiheit und den Abbau der Staatsverschuldung umfasste. 1803 setzte Jefferson den Kauf des ausgedehnten Louisiana-Territoriums von Frankreich durch. Von 1804 bis 1806 förderte er die Westausdehnung der USA durch die "Lewis-and-Clarke-Expedition". Nach dem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt, das 1809 von James Madison übernommen wurde, bewahrte Jefferson noch lange seinen Einfluss auf das politische und geistige Leben in den USA. Er setzte sich wiederholt für eine schrittweise Emanzipation der Sklaven und eine Revision der Virginia-Verfassung ein.

Einen zentralen Teil seines öffentlichen Bildungsprojekts, die State University, konnte er nun realisieren: Als leidenschaftlicher und kreativer Architekt, als der er sich nebenberuflich schon immer betätigt und etwa das Virginia State Capitol in Richmond geschaffen hatte, war Jefferson maßgeblich am Entwurf, Bau und inneren Organisation der University of Virginia beteiligt, die 1819 gegründet und 1826 vollendet wurde.

Thomas Jefferson starb am 50. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit, am 4. Juli 1826, in Monticello in Virginia.


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NameThomas Jefferson

Geboren am13.04.1743

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortShadwell (Virginia, USA)

Verstorben am04.07.1826

TodesortMonticello (Virginia, USA)

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