Biografie

Philip Seymour Hoffman

Der US-amerikanische Schauspieler, mehrfache Tony-Preisträger und Oscar-Gewinner begeistert gleichwohl Kritiker und Publikum mit seiner Fähigkeit der absoluten Verschmelzung mit dem darzustellenden Charakter. Er konzentrierte sich vorerst auf die Bühne und konnte sich dort bald als ernstzunehmender Charakterdarsteller behaupten. Sein Leinwanddebüt hatte er im Jahr 1992 an der Seite von Al Pacino in "Der Duft der Frauen". Philip Seymour Hoffman wagt sich darauf an die schwierigsten Typen und scheut sich nicht vor der Verkörperung von Verlierern. Zu seinen bekantesten Bühnenarbeiten gehören u.a. "Defying Gravity" am American Place Theatre, "The Merchant of Venice" in der Inszenierung von Peter Sellars und die Off-Broadway-Produktion von Mark Ravenhills "Shopping and Fucking". Zu seinen bedeutendsten Filmen gehören "Boogie Nights", "25 Stunden" und "Capote"...
Philip Seymour Hoffman wurde am 23. Juli 1967 in Fairport, New York, als Sohn einer Familienrichterin geboren.

Während der Schulzeit war er ein erfolgreicher Wrestler und wollte den Sport auch zu seinem Beruf machen. Dies änderte sich jedoch abrupt, nachdem er an einem Highschool-Theaterstück mitspielte - ursprünglich nur, um einem Mädchen zu imponieren. Hoffman hatte seine Leidenschaft zur Schauspielerei und zur Literatur entdeckt. Nach seinem Schulabschluss begann er ein Studium der Theaterwissenschaften an der Tisch School of Drama in New York, das er 1989 beendete. Hoffman konzentrierte sich vorerst auf die Bühne und konnte sich dort bald als ernstzunehmender Charakterdarsteller behaupten.

Sein Leinwanddebüt hatte er im Jahr 1992 an der Seite von Al Pacino in "Der Duft der Frauen". Es folgten einige kleinere Rollen, bis er 1997 mit dem mehrfach ausgezeichneten Film "Boogie Nights" seinen Durchbruch feiern konnte. Seine schamlose Darstellung eines bemitleidenswert abgehalfterten Pornodarstellers brachte Philip Seymour Hoffman Aufmerksamkeit und Bewunderung. Der zweifache Tony-Gewinner widmete sich auch immer wieder dem Theater, wo er unter Anderem mit seiner Regiearbeit an den Stück "In Arabia we'd all be Kings" große Erfolge feierte. 1999 dann die Rückkehr auf die Kinoleinwand mit "Magnolia", in dem er die Rolle eines barmherzigen Pflegers übernahm, der einen einsamen Patienten beim Sterben begleitete.

Hoffman überzeugt durch seine mutige Rollenwahl, in der er sich nicht scheut, die kaputten Unsympathischen zu verkörpern, auf die er sich regelrecht spezialisiert zu haben scheint. Tragisch auch seine Darstellung eines Lehrers, der eine seiner Schülerinnen begehrt in "25 Stunden" (2002). 2006 erlangte Philip Seymour Hoffman mit seiner ersten großen Hauptrolle schließlich die ungeteilte Aufmerksamkeit der Filmindustrie. Mit seiner Verkörperung des exzentrischen Schriftstellers Truman Capote konnte er selbst die letzten Zweifler von seinem Können als Charakterdarsteller überzeugen. Für seine Leistung wurde Hoffman mit dem "Golden Globe" und dem "Oscar" als "Bester männlicher Hauptdarsteller" ausgezeichnet.

Der Schauspieler lebte mit seiner Lebensgefährtin Mimi O'Donnell und dem gemeinsamen Sohn Cooper Alexander in New York. Von März bis Juni 2012 trat er auf dem Broadway in Arthur Millers Schauspiel "Tod eines Handlungsreisenden" auf. 2013 wurde er für seine Rolle in "The Master" erneut als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert. Zu letzt stand er für die Kinoproduktionen "A Most Wanted Man" und "God’s Pocket" vor der Kamera.

Philip Seymour Hoffman starb an den Folgen einer Überdosis Heroin, wie die New Yorker Polizei mitteilte, am 2. Februar 2014 in New York.
1991: Kreuzfahrt vor Manhattan (Triple Bogey on a Par Five Hole)
1992: Szuler (Szuler)
1992: My New Gun
1992: Der Schein-Heilige (Leap of Faith)
1992: Der Duft der Frauen (Scent of a Woman)
1993: Joey Breaker
1993: Mein Freund, der Zombie (My Boyfriend’s Back)
1993: Money for Nothing
1994: Getaway (The Getaway)
1994: Nobody’s Fool – Auf Dauer unwiderstehlich (Nobody’s Fool)
1994: The Yearling (TV)
1994: When a Man Loves a Woman
1995: The Fifteen Minute Hamlet
1996: Last Exit Reno (Sydney)
1996: Twister
1997: Boogie Nights
1998: Culture
1998: The Big Lebowski
1998: Happiness
1998: Next Stop Wonderland
1998: Patch Adams
1998: Wiege der Angst (Montana)
1999: Der talentierte Mr. Ripley (The Talented Mr. Ripley)
1999: Magnolia
1999: Makellos (Flawless)
2000: Almost Famous – Fast berühmt
2000: State and Main
2002: 25 Stunden (25th Hour)
2002: Love Liza
2002: Punch-Drunk Love
2002: Roter Drache (Red Dragon)
2003: Unterwegs nach Cold Mountain
2003: Mattress Man Commercial
2003: Owning Mahowny
2004: ...und dann kam Polly (Along Came Polly)
2005: Capote
2005: Empire Falls
2006: Mission: Impossible III
2007: Tödliche Entscheidung
2007: Der Krieg des Charlie Wilson (Charlie Wilson’s War)
2008: Die Geschwister Savage (The Savages)
2008: Synecdoche, New York
2008: Glaubensfrage (Doubt)
2009: Radio Rock Revolution (The Boat That Rocked)
2009: Mary und Max (Trickfilm - Synchronsprecher)
2009: Lügen macht erfinderisch (The Invention of Lying)
2010: Jack Goes Boating
Philip Seymour Hoffman
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8271 Melrose Avenue
Suite 208
Los Angeles, CA90046
USA

NamePhilip Seymour Hoffman

Geboren am23.07.1967

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortFairport, New York (USA).

Verstorben am02.02.2014

TodesortNew York, NY City (USA).