Biografie

Maria Callas

Die griechische Sopran-Sängerin wurde ab 1947 an den großen Opernbühnen Europas gefeiert; in den 1950er Jahren sang sie sich in die Herzen eines weltweiten Opernpublikums. Ihr weit gefächertes Repertoire und die dramatische Dichte ihrer Rollengestaltung, machten Maria Callas weltberühmt. Ihre Stimme vereinigte brillant Koloraturtechnik und dramatische Kraft. Das Publikum verdankte Callas die Wiederbelebung zahlreicher vergessener Belcanto-Opern wie von Rossini und Bellini. Als eigenwillige Primadonna assoluta zog sich die große "La Callas" in den 1960er Jahren von der Bühne zurück. Trotz ihrer kurzen Karriere avancierte die Callas zur bedeutendsten Opernsängerin des 20. Jahrhunderts. Ihr einzigartiger Ruhm wurde indes vom unglücklichen Verlauf ihrer persönlichen Beziehungen konterkariert...
Maria Callas wurde am 2. Dezember 1923 im New Yorker Washington Heights als Tochter der griechischen Einwanderer George Kalogeropoulos und Evangelina Dimitriadis geboren.

Die Familie änderte 1929 ihren Namen in Callas. Im griechischen Viertel von Manhattan eröffnete der Vater kurz darauf eine Apotheke. Callas besuchte die Schule in Brooklyn und genoss mit 8 Jahren ihre erste Gesangsausbildung. 1936 zog sie, nach der Scheidung der Eltern, mit ihrer Mutter nach Griechenland. In Athen absolvierte sie ab 1938 ein Gesangsstudium am Konservatorium, wo sie vor allem von Maria Trivella und Elvira de Hidalgo beeinflusst wurde. Mit nur 15 Jahren vollzog sie ihr Gesangsdebüt in einer Aufführung des Athener Opernhauses der "Cavalleria Rusticana". Infolge des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs verzögerten sich die weiteren künstlerischen Engagements der Sängerin, die nun auch gezwungen war, sich mit unterschiedlichen Erwerbstätigkeiten über Wasser zu halten.

Unmittelbar nach Kriegsende kehrte Callas nach New York zu ihrem Vater zurück. Über die "United States Opera Company" trat sie 1947 in Verona (Italien) in der Opernaufführung von "La Gioconda" mit der Titelrolle auf. Im selben Jahr hatte sie ihren Auftritt an der Mailänder Scala. 1949 heiratete sie den erfolgreichen Unternehmer Giambattisti Meneghini, den sie in Verona kennen gelernt hatte und der fortan ihre Karriere als Sängerin unterstützte und organisierte. Auch nahm sie die italienische Staatsbürgerschaft an. Durch zahlreiche Konzerte an den bedeutendsten Häusern der internationalen Opernkultur, entwickelte sich Maria Callas in den folgenden Jahren zu einem der anerkanntesten Soprane der Welt. Als "La Traviata", "Madame Butterfly" oder "Lady Macbeth" erzielte sie sensationelle Erfolge in allen größeren Städten, wo ihr das kulturinteressierte Publikum fortan zu Füßen lag. 1951 erhielt sie ein festes Engagement an der Mailänder Scala. 1954 trat sie mit ihrer Lieblingsrolle "Norma" erstmals in den USA auf.

Ihr Debüt an der Metropolitan Oper in New York feierte sie 1956. Ihr weit gefächertes Repertoire und die dramatische Dichte ihrer Rollengestaltung, machten sie weltberühmt. Ihre Stimme vereinigte brillant Koloraturtechnik und dramatische Kraft. Das Publikum verdankte Callas die Wiederbelebung zahlreicher vergessener Belcanto-Opern wie von Rossini und Bellini. Im Jahr 1959 führte die Sopranistin eine Tournee auch in die Bundesrepublik, wo sie in Hamburg, Stuttgart und München große Erfolge feierte. Ebenfalls 1959 lernte sie den griechischen Reeder Aristotle Onassis in London kennen, mit dem sie eine Liebesbeziehung, dann nach dessen Heirat mit Jacqueline Kennedy von 1969 eine enge Freundschaft verband. Die Verbindung Onassis und Kennedy wurde für Callas eine Demütigung. Sie hatte sich für eine Beziehung mit Onassis von Meneghini getrennt. Als eigenwillige Primadonna assoluta zog sich die große "La Callas" in den 1960er Jahren von der Bühne zurück.

Im Jahr 1971 wurde ihre Ehe mit Meneghini aufgelöst. Die Diva bewies indes auch ein beachtliches schauspielerisches Können, als sie 1969 in dem Film "Medea" unter der Regie von Pier Paolo Pasolini auftrat. In den Jahren 1971 und 1972 wirkte sie als Pädagogin in New York. 1973 legte Callas zusammen mit dem Tenor Giuseppe Di Stefano ihr Regie-Debüt vor: Der Film "Die Sizilianische Vesper" wurde allerdings nur ein mäßiger Erfolg. Es folgte noch im selben Jahr eine erneute Tournee durch Europa und die Bundesrepublik. Zu ihren letzten Konzerten trat die Callas nochmals 1974 auf die Bühne. Danach verzichtete sie auf öffentliche Auftritte, um in den folgenden Jahren Gesangsunterricht zu erteilen und ein zurückgezogenes Leben in Paris zu führen.

Maria Callas starb am 16. September 1977 in Paris an Herzversagen. Unter der bewegten Anteilnahme einer großen Öffentlichkeit wurde die Diva in der französischen Hauptstadt beigesetzt.

NameMaria Anna Cecilia Sofia Kalogeropoulos

AliasMaria Callas

Geboren am02.12.1923

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortNew York City (USA).

Verstorben am16.09.1977

TodesortParis (F).