Biografie

Ben Kingsley

Der britische Theater- und Filmschauspieler feierte seinen internationalen Durchbruch mit der "Oscar"-prämierten Rolle des Freiheitskämpfers Mahatma Gandhi in dem gleichnamigen Film "Gandhi" aus dem Jahr 1982. In den folgenden Jahren avancierte er durch eine einzigartig intensive Spielkraft zu einem der bedeutendsten Charakterdarsteller. Dabei zeichnet er neurotische bis wahnsinnige Persönlichkeiten ebenso überzeugend wie den sensiblen Humanisten. Mit Filmen wie "Sneakers", "Schindlers Liste" oder "Good Vibrations" war Ben Kingsley maßgeblich an internationalen Filmerfolgen beteiligt. Für seine Beiträge in "Bugsy", "House of Sand and Fog", und "Sexy Beast" wurde dreimal für den "Oscar" nominiert...
Ben Kingsley wurde als Sohn eines indischen Arztes und einer russisch-jüdischen Schauspielerin am 31. Dezember 1943 im englischen Yorkshire geboren.

Kingsley, mit bürgerlichem Namen Krishna Bhanji, wuchs in Lancashire auf, wo er die Manchester Grammar School besuchte. Nach der Schule schloss er sich einem Amateurtheater an und nannte sich fortan Ben Kingsley. Er zog durchs Land und schaffte schließlich den Sprung auf die Bühnen Londons. Sein Bühnendebüt hatte er 1966 in dem Stück "A smashing day". Nach einem Vorsingen bei dem "Beatles"-Manager Brian Epstein hätte Kingsley einen Plattenvertrag bekommen, musste aber ablehnen, da er gleichzeitig ein Angebot der Royal Shakespeare Company erhielt. Er zog es vor von 1970 bis 1980 Mitglied der berühmtesten Theatergruppe der Welt zu werden.

Kingsley spielte Rollen in "Hamlet", "Ein Sommernachtstraum" und in vielen weiteren klassischen Stücken. Von den Kritikern gelobt, blieb der Durchbruch zunächst aber aus. 1972 spielte Kingsley in seinem Film-Debüt in "Fear is the Key" eine Nebenrolle. Die nächsten Jahre war er kontinuierlich in kleineren Rollen auf dem Fernsehschirm zu sehen. Erst in der Hauptrolle des Kino-Erfolgs "Gandhi", der das Leben des indischen, gewaltlosen Führers darstellt, wurde er auf einen Schlag zum internationalen Star. Kingsley hatte sich akribisch auf seine Rolle in dem 3-Stunden-Epos vorbereitet und erntete den Lohn in Form des "BAFTA-Award" und des "Oscars" für die beste Hauptrolle.

Kingsley war später in weiteren Rollen historischer Persönlichkeiten zu sehen, unter anderem mimte er Lenin oder den Nazijäger Simon Wiesenthal. Mit einer "Oscar"-Nominierung als bester Nebendarsteller wurde seine Leistung im Porträt-Film "Bugsy" über den Gangster Meyer Lansky bedacht. Zwar fester Bestandteil am Starhimmel der Filmbranche, ließ es sich Ben Kingsley aber nicht nehmen, weiterhin Theater zu spielen. Er suchte sich seine Filmrollen genau aus und konzentrierte sich auf außergewöhnliche Themen. So war er in "Ozeanische Gefühle", "Maurice" oder "Der Tod und das Mädchen" neben Sigourney Weaver zu sehen.

Ein weiterer Meilenstein seiner Karriere war die Darstellung des jüdischen Buchmachers "Itzhak Stern" in Steven Spielbergs Meisterwerk "Schindlers Liste". Hierfür bekam er den "Britischen Filmpreis" als "Bester Schauspieler" und wurde weltweit mit Lob und Anerkennung überhäuft. Weitere Filme in den 1990er Jahren waren "Die Bibel: Josef", "Species", "The Assignment – Der Auftrag" und "Der Elfengarten". Ben Kingsley machte sich um den europäischen Film verdient und war Gründungsmitglied der European Film Academy. 1998 wurde er Jury-Präsident der Internationalen Filmfestspiele in Berlin. Als Botschafter Mourain war er 2000 in dem Drama "Rules - Sekunden der Entscheidung" zu sehen.

Kingsley wurde 2000 zum Commander of the Order of the British Empire (CBE) ernannt und 2001 von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. 2002 stand er für "Tuck Everlasting" vor der Kamera. Seine Hauptrolle in "House of Sand and Fog" bescherte im 2004 eine "Oscar"-Nominierung als bester Hauptdarsteller. Kingsleys Stimme verhalf ihm zu zahlreichen Erzählrollen im Film, unter anderem für die Originalfassungen von "Liberation", "A Force More Powerful" und "A.I. - Künstliche Intelligenz". Für seine Rolle in "Sexy Beast" wurde Ben Kingsley 2001 erneut für einen "Oscar" in der Kategorie "Bester Nebendarsteller" nominiert. Sir Ben Kingsley heiratete im Oktober 2003 in dritter Ehe die Deutsche Alexandra Christmann, die eine Tochter namens Lois mit in die Beziehung brachte. Die Scheidung erfolgte im November 2005.

Im August 2007 heiratete Kingsley in vierter Ehe die brasilianische Schauspielerin und Kellnerin Daniela Barbosa De Carneiro. 2010 stand er für die Produktionen "Teen Patti", "1001 Inventions and the Library of Secrets", "Shutter Island" und "Prince of Persia" vor der Kamera.
1972: Angst ist der Schlüssel (Fear Is the Key)
1982: Gandhi
1983: Betrug (Betrayal)
1985: Ozeanische Gefühle (Turtle Diary)
1985: Harem
1987: Maurice
1988: Die vergessene Insel (Pascali’s Island)
1988: Genie und Schnauze (Without a Clue)
1988: Die Zeugenaussage (Testimony)
1988: Der Zug (Lenin: The Train; Quel treno per Pietrogrado)
1990: Meine liebe Rose (The Children)
1990: Der fünfte Affe (The Fifth Monkey)
1991: Bugsy
1992: Sneakers – Die Lautlosen (Sneakers)
1993: Dave
1993: Das Königsspiel (Searching for Bobby Fischer)
1993: Schindlers Liste (Schindler’s List)
1994: Der Tod und das Mädchen (Death and the Maiden)
1995: Species
1996: Was ihr wollt (Twelfth Night)
1997: The Assignment – Der Auftrag (Der Auftrag)
1999: Das Geständnis (The Confession)
1999: Alice im Wunderland (Alice in Wonderland)
2000: Rules (Rules of Engagement)
2000: Good Vibrations – Sex vom anderen Stern
2000: Sexy Beast
2001: A.I. – Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence: AI)
2002: Bis in alle Ewigkeit (Tuck Everlasting)
2003: Haus aus Sand und Nebel (House of Sand and Fog)
2004: Suspect Zero
2005: Oliver Twist
2005: A Sound of Thunder
2005: BloodRayne
2006: Lucky Number Slevin
2007: Die letzte Legion
2007: You Kill Me
2008: The Wackness
2008: Elegy oder die Kunst zu lieben
2008: War, Inc.
2008: Der Love Guru (The Love Guru)
2008: Transsiberian
2008: Der Spitzel (Fifty Dead Men Walking)
2010: Teen Patti
2010: 1001 Inventions and the Library of Secrets
2010: Shutter Island
2010: Prince of Persia: Der Sand der Zeit (Prince of Persia: The Sands of Time)

TV-Produktionen

1966–67: Coronation Street
1973: A Misfortune
1973: Hard Labour
1974: Antony and Cleopatra
1975: The Brotherhood
1976: Dickens of London
1982: Kean
1982: The Merry Wives of Windsor
1984: Oxbridge Blues
1984: Die Dame mit den Kamelien (Camille)
1985: Silas Marner: The Weaver of Raveloe
1989: Recht, nicht Rache (Murderes Among Us)
1991: The War That Never Ends
1995: Die Bibel – Josef (Joseph)
1995: Die Bibel – Moses (Moses)
1997: Im Sog der Gier (Weapons of Mass Distraction)
1998: The Tale of Sweeney Todd
1998: Schuld und Sühne (Crime and Punishment)
1999: Alice im Wunderland
2001: Anne Frank (Anne Frank: The Whole Story)
2005: Mrs. Harris - Mord in besten Kreisen
2006: Die Sopranos (The Sopranos)
Ben Kingsley
c/o Patricola/Lust PR
8271 Melrose Avenue
Suite 110
Los Angeles, CA 90046
USA

NameKrishna Bhanji

AliasBen Kingsley

Geboren am31.12.1943

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortYorkshire (GB).