Biografie

Benedikt XVI.

NameJoseph Ratzinger

AliasBenedikt XVI.

Geboren am16.04.1927

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortMarktl am Inn (D).

Benedikt XVI.

Der habilitierte Theologe und emeritierte Papst war vom 2005 bis zu seinem Amtsverzicht am 28. Februar 2013 als 264. Bischof von Rom (Nachfolger Petri) Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und des Staates Vatikanstadt. Davor machte er sich als Professor für Dogmatik und Fundamentaltheologie einen Namen, ehe er eine glänzende Amtskarriere in der katholischen Kirche vollzog. Als "Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre" (seit 1981) und als Dekan des Kardinalskollegiums (seit 2002) entwickelte sich Joseph Kardinal Ratzinger unter dem Pontifikat Johannes Pauls II. zur ideologischen Instanz an der Seite des Papstes. In dieser Funktion verteidigte der gelehrte Neokonservative und Traditionalist die ideologischen Fundamente der katholischen Kirche gegen alle Reformversuche. Am 19. April 2005 wurde Ratzinger als Benedikt XVI. zum Papst gewählt...

Die Chronologie der Päpste und [Gegenpäpste]
Bedeutende Persönlichkeiten aus Religion und Kirche
Joseph Ratzinger wurde am 16. April 1927 in Marktl am Inn geboren.

Nach der Schule absolvierte Ratzinger von 1946 bis 1951 ein Studium der Theologie und Philosophie. 1951 wurde er zum Priester geweiht, worauf er zunächst als Aushilfspriester in München-Moosach, dann als Kaplan in München-Bogenhausen tätig war. In den Jahren 1952 bis 1954 war Ratzinger Dozent im Erzbischöflichen Klerikalseminar Freising. 1953 folgte die Promotion, 1957 die Habilitation an der Universität München. 1958 wurde Ratzinger als Professor für Dogmatik und Fundamentaltheologie an die Philosophisch-Theologische Hochschule Freising berufen, an der er zuvor bereits als Dozent tätig gewesen war. Daneben war er bis 1977 auch an mehreren deutschen Universitäten lehrend tätig wie etwa 1959 bis 1963 als Ordinarius für Fundamentaltheologie an der Universität Bonn. Ratzinger nahm von 1962 bis 1965 als offizieller Konzilstheologe am Zweiten Vatikanischen Konzil in Rom teil. 1976/77 war er außerdem Vizepräsident der Universität Regensburg. Ratzinger wurde 1976 zum Päpstlichen Ehrenprälaten erhoben.

Im März 1977 wurde er von Papst Paul VI. zum Erzbischof von München und Freising ernannt. Im Juni 1977 erfolgte seine Erhebung zum Kardinal. Ratzinger wurde gegen Jahresende 1981 zum "Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre" in Rom berufen. In den Jahren 1986-1992 leitete er die päpstliche Kommission zur Erstellung des "Katechismus der Katholischen Kirche". 1992 erhob ihn Papst Johannes Paul II. außerdem zum Titularbischof der Diözese Velletri-Segni. Nachdem Ratzinger ab 1998 als Subdekan des Kardinalskollegiums in Rom gedient hatte, wurde er 2002 zu dessen Dekan ernannt. Mit diesem Amt nahm er auch die Funktion eines Titularbischofs von Ostia wahr. Ratzinger ist durch zahlreiche theologische Schriften an die Öffentlichkeit getreten. Unter den jüngsten Publikationen sind "Einführung in das Christentum" (2000), "Unterwegs zu Jesus Christus" (2003) und "Glaube, Wahrheit, Toleranz" (2003) hervorzuheben. Der Theologe wurde außerdem durch mehrere Ehrendoktorate internationaler Universitäten ausgezeichnet.

Der strenge und einflussreiche Kardinal galt unter dem Pontifikat Johannes Pauls II. (1978-2005) als Cheftheologe und ideologischer Traditionswahrer der katholischen Kirche. In dieser Funktion verhinderte er jede weitreichende Reform der Kirche. Am 19. April 2005 wurde Ratzinger nach rund 24-stündigem Konklave im 4. Wahlgang in der Nachfolge Johannes Pauls II. zum neuen katholischen Kirchenoberhaupt gewählt. Seither stellt er unter dem Namen Benedikt XVI. den ersten Papst aus dem deutschsprachigen Raum nach 482 Jahren (seit Hadrian VI.). Bereits Mitte Mai 2005 kündigte der neue Papst die Eröffnung einer verkürzten Prozedur an, die zur offiziellen Seligsprechung seines Vorgängers Johannes Pauls II. führen wird. Da dies der millionenfache Wunsch der Pilger in Rom gewesen war, verzichtete die katholische Kirche auf die sonst übliche Wartezeit von mindestens 5 Jahren. Auch nach seinem ersten Zusammentreffen mit afrikanischen Bischöfen Mitte Juni 2005 hielt Papst Benedikt XVI. an der vormaligen intransigenten Haltung des Vatikans im Bereich der Aids-Bekämpfung und Sexualmoral fest.

Angesichts der hohen Opferzahlen gerade in Afrika macht sich somit die katholische Kirche durch ihr dogmatisches Verbot des Kondom-Gebrauchs weiterhin auch Gegner. Der Papst geriet im Juli 2005 in einen diplomatischen Disput mit Israel, nachdem er in seiner Verurteilung der jüngsten Terror-Anschläge von London und Ägypten nicht die Terrorbedrohung Israels erwähnt hatte. Die israelische Regierung reagierte darauf mit einer ungewöhnlich harten Protestnote. Damit wollte Ariel Sharon offenbar den neuen Papst zu einer prinzipiellen Änderung der unparteiischen Nahostpolitik des Vatikans veranlassen, die bereits unter Johannes Paul II. nicht nur die israelische, sondern immer auch die palästinensische Seite berücksichtigt hatte. Im August 2005 unternahm der Papst zum Weltjugendtag in Köln seinen ersten Auslandsbesuch. Am Rande dieser Veranstaltung traf das katholische Kirchenoberhaupt nicht nur mit Vertretern der Evangelischen Kirche, der Jüdischen Gemeinschaft und der Orthodoxen Kirche, sondern auch mit Repräsentanten der islamischen Glaubensgemeinschaft in Deutschland zusammen.

Als erster Papst besuchte Benedikt XVI. in Köln eine deutsche Synagoge. Mitte Oktober 2005 wurde bekannt, dass Papst Benedikt XVI. seine erste Enzyklika fertiggestellt habe, die zum 8. Dezember 2005 veröffentlicht wurde. Anlässlich seines Staatsbesuchs in Italien traf der israelische Präsident Mosche Katsav im November 2005 mit Papst Benedikt XVI. im Vatikan zusammen. Es handelte sich um den ersten offiziellen Besuch eines israelischen Staatsoberhauptes im Vatikan. Am 11. Februar 2013 gab Benedikt XVI. während eines Konsistoriums bekannt, zum 28. Februar 2013, 20 Uhr (MEZ) auf das Amt des Bischofs von Rom zu verzichten. Zu seinem Nachfolger wurde am 13. März 2013 Jorge Mario Bergoglio als Papst Franziskus gewählt.


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NameJoseph Ratzinger

AliasBenedikt XVI.

Geboren am16.04.1927

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortMarktl am Inn (D).

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