Biografie

John Q. Adams

Der sprachbegabte Präsidentensohn kam schon in jungen Jahren mit dem diplomatischen Dienst und der Politik in Berührung. John Quincy Adams amtierte als sechster Präsident der Vereinigten Staaten. Als brillanter Staatsmann und Diplomat war er maßgeblich an der Formulierung der Grundprinzipien der US-amerikanischen Außenpolitik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beteiligt...

Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika
John Quincy Adams wurde am 11. Juli 1767 in Braintree, heute: Quincy (Massachusetts, USA) geboren.

Sein Vater, John Adams, amtierte von 1797 bis 1801 als zweiter Präsident der USA. 1779 begleitete der junge Adams als 12jähriger seinen Vater nach Europa. Dort unterstützte der sprachbegabte Junge die US-amerikanische Gesandtschaft als Übersetzer und Sekretär. Als sich Adams 1785 in Harvard einschrieb, besaß er bereits griechische, lateinische, französische, holländische und deutsche Sprachkenntnisse. Nach einem juristischen Studium begann er 1790, in Boston als Rechtsanwalt zu arbeiten.

Zugleich verschaffte er sich einen gewissen Bekanntheitsgrad, indem er in Unterstützung der Regierung von George Washington politische Essays für die Presse schrieb. 1793 wurde der junge Adams als Diplomat in die Niederlande gesandt. Auf einer diplomatischen Mission in London lernte er die amerikanische Konsultochter Louisa Catherine Johnson kennen, die er 1797 heiratete. Im selben Jahr wurde Adams als Gesandter nach Preußen geschickt. In die Vereinigten Staaten zurückgekehrt, wählte man ihn 1801 in den Senat von Massachusetts. 1803 wurde er in den US-Senat berufen, in dem er bis 1808 vertreten war.

Im Jahr 1809 nahm Adams eine diplomatische Mission nach Russland wahr, wo er Zar Alexander als Vermittler im amerikanischen Konflikt mit Großbritannien gewinnen konnte. 1812 wirkte er an der Aushandlung des Friedensvertrags mit Großbritannien mit. Ab 1815 war Adams als Gesandter in London tätig. Zwei Jahre später wurde er von Präsident James Monroe zum Außenminister berufen. In völliger Übereinstimmung mit dem Präsidenten trug er in dieser Funktion bis 1825 dazu bei, die USA zu einer gleichberechtigten Größe gegenüber den europäischen Mächten zu erheben, ihnen eine eigenständige Diplomatie zu verleihen und zu territorialen Zugewinnen zu verhelfen.

In diesem Zusammenhang war Adams maßgeblich an den Verhandlungen beteiligt, die zur Akquisition von Florida und zur Sicherung der Westgrenze von Louisiana führten. 1823 trug er zur Ausarbeitung der "Monroedoktrin" bei. 1824 gewann Adams den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf, um ab dem folgenden Jahr für eine Amtsperiode den sechsten Präsidenten der USA zu stellen. Seine Politik innerer Reformen und nationaler Konsolidierung blieb jedoch aufgrund oppositionellen Widerstands weitgehend erfolglos. Im Wahlkampf von 1828 wurde John Quincy Adams in überwältigendem Maße durch Andrew Jackson besiegt, der ihm ein Jahr später im Präsidentenamt nachfolgte.

Nach einem vorübergehenden Rückzug aus dem politischen Leben wurde Adams 1831 in das Repräsentantenhaus gewählt, dem er bis zu seinem Tod im Jahre 1848 angehörte. Als Unabhängiger machte er sich hier die Forderung nach Abschaffung der Sklaverei zu eigen, ohne in die Reihen der Abolitionisten einzutreten. Bald darauf erlitt er im Repräsentantenhaus einen Schlaganfall.

John Quincy Adams starb am 23. Februar 1848 in Washington.


Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika

NameJohn Q. Adams

Geboren am11.07.1767

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBraintree, heute: Quincy (Massachusetts, USA)

Verstorben am23.02.1848

TodesortWashington (USA)