Biografie

John Adams

Der Jurist engagierte sich im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts in herausragender Weise in der kolonialen Widerstandsbewegung für die Unabhängigkeit von Großbritannien. John Adams war an der Ausarbeitung der Verfassung Massachusetts von 1780 beteiligt und diente in den 1780er Jahren als diplomatischer Gesandter des Kongresses in Europa. Als zweiter Präsident der USA hatte er während seiner Amtszeit vor allem mit den ideologischen Polarisierungen zu kämpfen, die sich unter dem Eindruck der Französischen Revolution und ihrer Kriege in den USA einstellten...

Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika
John Adams wurde am 30. Oktober 1735 in Braintree, heute: Quincy (Massachusetts, USA) als Sohn eines Farmers geboren.

Nach der Schule nahm er ein Studium in Harvard auf, das er 1755 mit dem Bachelor abschloss. Danach unterrichtete Adams für ein Jahr als Lehrer in Worcester. Im Anschluss daran nahm er juristische Studien auf, die ihm 1758 die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft von Boston einbrachten. Während dieser Tätigkeit engagierte sich Adams stark in stadtpolitischen Angelegenheiten. 1764 heiratete Adams Abigail Smith, die ihm breite soziale Kontakte vermittelte. Dadurch konnte er eine angesehene Position im Bostoner Bürgertum erringen, die er durch journalistisches Engagement für die "Boston Gazette" weiter ausbaute. 1768 wurde Adams in Boston zum Vertreter von Massachusetts gewählt.

Im Jahr 1773 unterstützte er die sogenannte "Boston Tea Party", mit der sich das ostamerikanische Handelsbürgertum gegen die britische Kolonial- und Handelspolitik zur Wehr setzte. Gegen die Vormachtstellung Großbritanniens engagierte sich Adams auch 1774-1777, als er Massachusetts auf dem Kontinentalkongress vertrat. In der öffentlichen Debatte über die Beziehungen zwischen englischem Parlament und den Kolonien setzte der Jurist sich für die Rechte der Kolonien ein, die mit eigenständigen Parlamenten ausgestattet werden sollten. Dabei machte sich Adams zunehmend für die Unabhängigkeit der amerikanischen Kolonien stark, in der er die einzige Garantie für deren verfassungsrechtliche Eigenständigkeit erkannte. Auf dem Kontinentalkongress setzte sich Adams frühzeitig für die amerikanische Unabhängigkeitserklärung ein, die schließlich 1776 verkündet wurde.

Im Jahr 1777 wurde Adams vom Kongress zum amerikanischen Gesandten in Frankreich nominiert, wo er für zwei Jahre die diplomatische Funktion wahrnahm. 1779 wurde er von seiner Heimatstadt in den Verfassungskonvent von Massachusetts gewählt, wo er an der Ausarbeitung der Konstitution für diesen Bundesstaat mitwirkte, die 1780 verabschiedet wurde. 1780 hielt sich Adams in diplomatischer Mission in Paris, ab 1782 als Bevollmächtigter Gesandter in den Niederlanden auf. Zugleich wirkte er weiterhin in Paris an den Friedensverhandlungen mit den britischen Vertretern mit, die schließlich zum Friedensvertrag von 1783 führten. Die diplomatische Funktion in Europa nahm Adams bis kurz vor Ausbruch der Französischen Revolution wahr. 1788 wurde er in die USA zurückgerufen.

Ein Jahr später wählte man ihn zum Vizepräsidenten der USA. Dieses Amt übte Adams unter den beiden Administrationen von George Washington bis 1797 aus. Beim Präsidentschaftswahlkampf von 1796 wurde Adams zum zweiten Präsidenten der USA gewählt. Er übernahm am 4. März 1797 das Amt. Seine Amtszeit wurde erschüttert von den Rückwirkungen des Krieges zwischen dem revolutionären Frankreich und den übrigen europäischen Staaten. Neben der ideologischen Polarisierung zwischen "Aristokraten" und "Demokraten" zwang der Konflikt zwischen Frankreich und Großbritannien zu einer Stellungnahme für eine der beiden Seiten, die die politischen Kräfte in den USA je nach politischer Orientierung erneut spaltete.

In der innenpolitischen Auseinandersetzung setzte sich Adams für eine erfolgreiche Friedensinitiative gegenüber Frankreich ein. Im Präsidentschaftswahlkampf von 1800 unterlag Adams dem Gegenkandidaten Thomas Jefferson nur knapp. Nach dem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt zog sich Adams weitgehend aus dem aktiven politischen Leben zurück, das er jedoch vor allem in Hinblick auf die Karriere seines Sohnes, John Quincy Adams, weiterhin aufmerksam verfolgte.

John Adams starb am 4. Juli 1826 in Braintree.


Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika

NameJohn Adams

Geboren am30.10.1735

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortBraintree, heute Quincy, Massachusetts (USA).

Verstorben am04.07.1826

TodesortQuincy, Massachusetts (USA).