Biografie

James Monroe

Der US-amerikanische Politiker, Revolutionssoldat und Pflanzer stellte von 1817 bis 1825 in zwei Amtsperioden den 5. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Während seiner Präsidentschaft schuf James Monroe im Innern durch Überwindung der Parteiendifferenzen eine "Era of Good Feeling". Nach außen formulierte er die "Monroedoktrin", welche die USA für längere Zeit auf eine Politik der Nichteinmischung festlegte...

James Madison < > John Quincy Adams
James Monroe wurde am 28. April 1758 in Westmoreland (Virginia, USA) als Sohn einer Pflanzerfamilie geboren.

Nach der Schule schrieb er sich 1774 am College ein, das er jedoch zwei Jahre später mit Beginn der amerikanischen Revolution abbrach, um in die Armee Virginias einzutreten. Während der Kämpfe wurde Monroe verwundet und zum Major befördert. 1782 begann Monroe, sich juristischen Studien zu widmen, wobei er Freundschaft mit Thomas Jefferson schloss. Mit diesem war er von 1783 bis 1786 in der Delegation Virginias für den Kontinentalkongress vertreten. Während dieser Zeit heiratete Monroe Elizabeth Kortright.

Nach einigen Jahren, in denen er als Rechtsanwalt tätig war, wurde Monroe 1790 in den Senat gewählt. In dieser Funktion organisierte er zusammen mit James Madison und Jefferson die Opposition gegen Präsident George Washington, die sich schließlich zur Republikanischen Partei entwickelte. Von 1794 bis 1796 diente Monroe als Gesandter im revolutionären Frankreich. 1799 wurde er zum Gouverneur von Virginia erhoben. In dieser Funktion trug er im folgenden Jahr zur Unterdrückung eines Sklavenaufstandes bei.

Im Jahr 1803 hielt sich Monroe erneut in diplomatischen Diensten in Frankreich auf, wo er mit Robert R. Livingston den amerikanischen Ankauf von Louisiana aushandelte. 1804-1807 war er als Gesandter in Großbritannien tätig. Unter der Präsidentschaft James Madisons wurde Monroe 1811 zum Außenminister berufen. Während des militärischen Konflikts mit Großbritannien fungierte er 1814/15 zusätzlich als Kriegsminister. Als Kandidat der Republikaner gewann Monroe 1816 den Präsidentschaftswahlkampf.

In seiner doppelten Amtszeit entfaltete er 1817-1825 eine Politik der inneren Konsolidierung, die den Ausbau der Armee, die Stärkung der US-Bank und die Durchsetzung des Protektionismus umfasste. Unter seiner Präsidentschaft etablierte er die "Era of Good Feeling", die auf der Wiederherstellung politischer Harmonie und der Überwindung parteipolitischer Differenzierungen beruhte. Die Integrationskraft des Präsidenten kam bei den Wahlen von 1820 zum Ausdruck, bei denen Monroe ohne Gegenkandidat alle Stimmen auf sich vereinte.

Im außenpolitischen Bereich konnte Monroe 1819 den Erwerb Floridas für sich verbuchen. In der Frage der Anerkennung der unabhängigen lateinamerikanischen Staaten fand der US-Präsident gegenüber den europäischen Großmächten zu einer unabhängigen Position. In seiner Jahresansprache vom 2. Dezember 1823 lehnte Monroe jede europäische Intervention in Lateinamerika zur Wiederherstellung der spanischen Vorherrschaft ab. Außerdem bekräftigte er die Absicht der USA, sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Nationen einmischen zu wollen.

Diese dann als "Monroedoktrin" bezeichnete außenpolitische Programmatik sollte für lange Zeit den isolationistischen und hegemonialen Kurs der US-Außenpolitik bestimmen. Nachdem Monroe 1825 aus dem Präsidentenamt ausgeschieden war, engagierte er sich für die University of Virginia. 1829 nahm er mit James Madison am Verfassungskonvent von Virginia teil.

James Monroe starb am 4. Juli 1831 in New York City.


James Madison < James Monroe > John Quincy Adams

NameJames Monroe

Geboren am28.04.1758

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortWestmoreland (Virginia, USA)

Verstorben am04.07.1831

TodesortNew York City (USA)

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