Biografie

James Madison

Der Humanist, Tabakpflanzer und Politiker zählt zu den bedeutendsten Begründern der US-amerikanischen Republik. In den neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts war er einer der Mitbegründer der Republikanischen Partei. Von 1801 bis 1809 war er als Außenminister unter Thomas Jefferson tätig. Nachdem er als einer der Führer der kolonialen Widerstandsbewegung zur Unabhängigkeit der USA beigetragen hatte, stellte James Madison in zwei Amtsperioden von 1809 bis 1817 den 4. Präsident der Vereinigten Staaten. Er gilt aufgrund seiner Rolle im Verfassungskonvent als "Vater der Verfassung"...

Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika
James Madison wurde am 16. März 1751 in Port Conwy (Virginia, USA) als Sohn eines Siedlers geboren.

Er genoss eine humanistische Schulausbildung. Die Studien schloss Madison 1771 mit dem Bachelor of Arts ab. Dabei zeigte er besonderes Interesse für das neue Gedankengut der Zeit, die Aufklärung, mit der er sich intensiv auseinandersetzte. Er engagierte sich schon frühzeitig politisch. 1776 wurde er in den Konvent von Virginia gewählt, der für Unabhängigkeit und eine Konstitution eintrat.

Während der amerikanischen Revolution machte er sich in Virginia für die koloniale Widerstandsbewegung gegen Großbritannien stark. Hier lernte er den Gouverneur und späteren Präsidenten Thomas Jefferson kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. 1780 wählte man James Madison in den Kontinentalkongress, wo er für eine starke Zentralregierung eintrat, die zur Vollendung der amerikanischen Befreiung beitragen sollte. Der Pflanzer war maßgeblich an den Vorbereitungen für den Verfassungskonvent von Philadelphia beteiligt, auf dem er im Mai 1787 den sogenannten "Virginia Plan" entwarf.

Darin trat Madison für eine starke nationale Zentralregierung ein, die die zugleich gewährten persönlichen Freiheitsrechte, die Vielfalt der Parteien und die föderalen Freiheiten garantieren sollte. Mit diesem Modell eines ausbalancierten Parteiensystems, das zu einer wechselseitigen Machtteilung führen sollte, begründete Madison das Grundprinzip des republikanischen Regierungssystems der USA. In den Jahren von 1789 bis 1797 war Madison als Vertreter von Virginia im Kongress vertreten. 1794 heiratete er Dolley Payne Todd. Nachdem er den Präsidentschaftswahlkampf seines Freundes Thomas Jefferson unterstützt hatte, wurde Madison bei dessen Amtsantritt 1801 zum Außenminister berufen.

Im Wahlkampf von 1808 wurde Madison selbst zum vierten Präsidenten der USA gewählt. Obwohl er sich am 18. Juni 1812 in einen Krieg mit Großbritannien verwickeln ließ, wurde Madison noch im selben Jahr für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Der Krieg mit Großbritannien gestaltete sich zunächst sehr nachteilig für die USA. 1814 musste Madison zusehen, wie das Capitol und das Weiße Haus von britischen Truppen in Flammen gesetzt wurden. Dennoch konnte der Präsident noch binnen Jahresende den Krieg durch einen vorteilhaften Friedensschluss beenden. Als äußerst populäre Führerfigur schied Madison im März 1817 aus dem Amt des Präsidenten aus.

In den kommenden Jahren unterstützte er Jefferson bei der Planung der University of Virginia. Er trat als Berater des nachfolgenden Präsidenten James Monroe auf. 1829 kehrte Madison nochmals offiziell in das politische Leben zurück, um am Verfassungskonvent von Virginia teilzunehmen. Danach zog er sich als stiller Beobachter der Politik ins Privatleben zurück.

James Madison starb am 28. Juni 1836 in Montpelier in Virginia.


Die Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika

NameJames Madison

Geboren am16.03.1751

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortPort Conwy (Virginia, USA)

Verstorben am28.06.1836

TodesortMontpelier (Virginia, USA)